Kurzzusammenfassung
Titelblatt Grundkurs Politische Weltkunde Wörterzahl: 3394 Seitenanzahl: 10 Semesterarbeit zum Thema: Adenauer- Spalter Deutschlands oder Wegbereiter der
| Fachbereich: | Geschichte |
| Sprache: | Deutsch |
| Wörter: | 3400 |
| Note: | n.v. |
Titelblatt
Grundkurs Politische Weltkunde
Wörterzahl: 3394
Seitenanzahl: 10
Semesterarbeit zum Thema:
Adenauer- Spalter Deutschlands oder Wegbereiter der
Einheit?
Inhalt:
-Adenauer bis 1945
-Adenauer nach 1945
-Adenauer als Bundeskanzler
-Ära Adenauer
-Adenauers Abtritt
-Adenauer: Spalter?
-Literaturverzeichnis
Thema : Adenauer: Spalter
Deutschlands oder Wegbereiter der Einheit?
Adenauer bis 1945:
Konrad Adenauer wurde 1876 in Köln geboren.
Köln war katholisch geprägt, wurde aber vom
preußisch-heidnischem Berlin aus regiert. Nach dem
Volksschulabschluß begann Adenauer eine Karriere als Beamter in Köln.
1917 wurde er mit 42 Jahren jüngster deutscher Oberbürgermeister in
Köln. Nach dem Abschluß des Versailler Vertrages zogen britische
Truppen in Köln ein. Adenauer blieb aber Oberbürgermeister. Zu dieser
Zeit spielte Adenauer bereits mit dem Gedanken eines eigenen westlichen
deutschen Staates ohne Preußen, wie es Frankreich zum Teil auch forderte.
Adenauer verfolgte diese Gedanken aber nie wirklich. Als Frankreich das
Rheinland besetzte, verhandelte Adenauer im Auftrag der Reichsregierung mit den
Franzosen. Er bekannte sich zum Vaterland und zur Republik, forderte aber die
Aussöhnung nach Westen.
1933 wurde Konrad Adenauer von den Nazis abgesetzt und
von allen politischen Arbeiten ausgeschlossen. Er durfte Köln nicht mehr
betreten und wohnte in verschiedenen Klöstern. 1943 wurde er von der
Gestapo verhaftet, konnte sich aber durch Vortäuschen eines Herzinfarktes
vor dem Konzentrationslager retten.
Nach Kriegsende wurde Adenauer von den amerikanischen
Truppen wieder als Oberbürgermeister in Köln
eingesetzt.[1]
Adenauer nach 1945:
Als die Briten die Kölner Verwaltung
übernahmen, setzten sie Adenauer wieder ab. Sie warfen ihm Unfähigkeit
vor. Adenauer trat daraufhin der neugegründeten CDU bei und wurde
Vorsitzender der West-CDU. Adenauer versuchte, möglichst viel Macht auf
sich zu vereinen und arbeitete das erste Programm der CDU aus und setzte es auch
durch. Er bemühte sich, den Einfluß der in Wirtschaftsfragen auf
sozialistischer Linie liegenden Parteimitglieder (wie zum Beispiel dem
Gründungsmitglied Jakob Kaiser) weitestgehend zurückzudrängen,
was ihm auch mit der Wahl zum Vorsitzendem und der Bestätigung des von ihm
geprägten Parteiprogramms gelang. Bereits zu dieser Zeit war er fest davon
überzeugt, daß der Ost-West-Konflikt nicht zu vermeiden sei und
daß zum Schutz vor der Sowjet Union ein starker Westen nötig sei.
Nach den Frankfurter Dokumenten, mit denen die Weichen
für die Gründung eines westdeutschen Staates gestellt werden, wurde am
01.08.1948 zur Ausarbeitung des Grundgesetzes der Parlamentarische Rat
einberufen, dessen Vorsitzender Adenauer wird. Am 07.09.1949 wird Adenauer zum
ersten Bundeskanzler der neugegründeten Bundesrepublik Deutschland
gewählt.[2]
Adenauer als Bundeskanzler:
Adenauer hatte ein vorrangiges Ziel in seiner Politik.
Er wollte ein souveränes, fest in den Westen integriertes
Gesamtdeutschland. Da er das aber zu der Zeit nicht als möglich ansah,
versuchte er alles, um wenigstens die Bundesrepublik fest in den Westen zu
integrieren, um so die Freiheit zu sichern. Als größten Feind der
Freiheit und somit auch der Einheit sah Adenauer die Sowjet Union an. Er sah die
BRD und ganz Europa durch den sowjetischen Expansionswillen stark bedroht. Daher
stand als Ziel seiner Politik die europäische Vereinigung auf
militärischer, wirtschaftlicher und politischer Basis an oberster Stelle.
Adenauer hatte die Vision einer vereinigten Welt aller freien, demokratischen
Staaten unter Führung der USA. Er wollte aus einer Position der Stärke
mit der Sowjet Union verhandeln und so die Einheit Deutschlands in Freiheit
erreichen. Durch die strikte Einbindung der Bundesrepublik in den Westen
vertiefte er allerdings zunächst die Teilung, was in der Opposition und in
Teilen der CDU erheblichen Widerstand
auslöste.[3]
Ära Adenauer:
Um sein primäres Ziel, die Bundesrepublik
Deutschland in den Westen zu integrieren, zu erreichen, stellte Adenauer die
Außenpolitik in den Vordergrund seiner Politik. Er versuchte mit Nachdruck
die Souveränität der Bundesrepublik zu erlangen und so Teil eines
starken Westen zu werden. Adenauer sagte dazu:
“Erst wenn der Westen stark ist, ergibt sich
ein wirklicher Ausgangspunkt für friedliche Verhandlungen mit dem Ziel,
nicht nur die Sowjetzone, sondern das ganze versklavte Europa östlich des
Eisernen Vorhangs zu befreien, in Frieden zu befreien.”
[4]
Aus seiner Sicht besteht also erst eine Chance auf
Einheit Deutschlands, wenn ein starker Westen den Osten “in die Knie
gezwungen” hat. Für Adenauer galt der Vorsatz: Westintegration vor
Einheit; Freiheit vor Einheit.
Konrad Adenauer in Stellungnahmen:
“...folglich sei er der Meinung, daß die
Integration Westdeutschlands in den Westen wichtiger als die Wiedervereinigung
Deutschlands sei.”
[5]
und
“...war das oberste Ziel der Bundesregierung
auf die Wiederherstellung der deutschen Einheit in einem freien, geeinten Europa
gerichtet.” [6]
Um diese Ziele umzusetzen, setzte Adenauer starke
Prioritäten in die Außenpolitik. In seiner Amtszeit stellte er die
Weichen für ein souveränes Westdeutschland. Festgeschrieben hat er
seine Politik hauptsächlich in fünf Verträgen. Das erste Abkommen
war das “Petersberger Abkommen” (23.11.1949). Es beinhaltete
erhebliche Einschränkungen der Demontagen, die Möglichkeit der
Bundesrepublik Deutschland internationalen Organisationen beizutreten, das
Recht, konsularische Beziehungen zu anderen Staaten aufzunehmen und das Recht
der BRD dem Europarat als assoziiertes Mitglied beizutreten. Als Gegenleistung
tritt die Bundesrepublik der Internationalen Ruhrbehörde bei, die 1949 ihre
Aufgaben übernimmt.
Der zweite Vertrag war der “Pleven-Plan”,
der aber am 30.8.1954 an der französischen Nationalversammlung scheiterte,
da er eine europäische Armee mit deutscher, gleichberechtigter Beteiligung
vorsah. Dies würde nur sieben Jahre nach Kriegsende die Gründung einer
deutschen Armee bedeuten, was in Frankreich aber auch in weiten Kreisen
Deutschlands abgelehnt wurde. Der deutsche Bundestag hatte diesem Vertrag
bereits zugestimmt, was in der Bundesrepublik zu erheblichen Diskussionen
führte.
Die beiden letzten Verträge waren für Adenauer
die wichtigsten seiner Amtszeit. Es waren der “Deutschland Vertrag”
und die “Pariser Verträge”. Der Deutschland Vertrag trat am
23.10.1954 in Kraft. In ihm wird der Bundesrepublik Deutschland in weiten Teilen
die volle Souveränität zugestanden. Die Alliierten behielten sich aber
die Rechte vor, über Berlin, über Deutschland als ganzes und über
einen künftigen Friedensvertrag zu bestimmen. Die westalliierten Truppen
blieben auch weiterhin in der Bundesrepublik stationiert, um die Sicherheit der
BRD zu gewährleisten.
Der letzte Vertragskomplex, der in Verbindung mit dem
Deutschland-Vertrag zu sehen ist, war der der Pariser Verträge. Für
Adenauer war das der Höhepunkt seiner Politik. Sie beinhalteten den
Abschluß des Deutschland Vertrages, den Beitritt der Bundesrepublik
Deutschland zur Westeuropäischen Union (WEU) und zur NATO. Der für
Adenauer fast wichtigste Teil der Verträge war aber der Vertrag zur
deutsch-französischen Freundschaft. Er besagte, daß die
Bundesrepublik Deutschland und Frankreich alle Streitfragen beilegen wollen. Das
beinhaltete auch die Frage um das Saarland, das einen europäischen Status
erhielt. Durch den Beitritt zur NATO mußte die Bundesrepublik eine eigene
Armee aufbauen. Sie verpflichtete sich auf ABC-Waffen zu verzichten und den
defensiven Charakter des Bündnisses anzuerkennen. Als Gegenleistung wurde
von den Mitgliedstaaten der Gemeinschaften der Alleinvertretungsanspruch der
Bundesrepublik anerkannt.[7]
Adenauers Abtritt:
Am Ende seiner Amtszeit büßte Adenauer viel
seiner einstigen Autorität ein. Er war bei seinem Abtritt 1963 [...]
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