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Klatsch & Tratsch

Schule


Zusammenfassung
Fachbereich: GMK  
Woerter 2500
Kurzbeschreibung Die höhere Schule hat die Aufgabe, die geistigen und menschli-chen Qualitäten zu entwickeln ohne unmittelbare Brauchbarkeit des Vermittelten. (Albert Einstein) 1. Wer ist Albert Einstein? 1.2 Biographie 2. Was ist Bildung? 2.2 Art...
 
 

Schule

Die höhere Schule hat die Aufgabe, die geistigen und

menschli-chen
Qualitäten zu entwickeln ohne unmittelbare Brauchbarkeit desVermittelten.
(Albert Einstein)
1. Wer ist Albert Einstein?
1.2 Biographie
2. Was ist Bildung?
2.2 Arten von Ausbildungen
2.3 Erklärung AHS und BHS
2.4 Universitätsreife
2.5 Allgemeinbildung
3. Berufsfortbildung
4. Erziehung
4.2 Begriffsabklärung
4.3 geschichtlich
4.4 Theorien zur Erziehung
5. Sokrates
6. Immanuel Kant
7. Sophisten
8. Welche geistigen Qualitäten soll die Schule vermitteln?
8.2 Probleme erfassen können
8.3 logisches Denken
8.4 Problemlösungsstrategien entwickeln
8.5 analytisches Denken
9. Welche menschlichen Qualitäten soll die Schulevermitteln?
9.2 Toleranz
9.3 Solidarität
9.4 staatsbürgerliche Erziehung
9.4.1. Republik
9.4.2. Demokratie
9.5 Aufhebung von Vorurteilen
Albert Einstein (1879-1955) ist wohl der berühmteste Wissenschaftlerdes
20. Jahrhunderts. Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geborenund
verbrachte seine Ju-gend in München. Er lernte erst mit dreiJahren
sprechen, glänzte aber als Jugendlicher mit seinem Wissen überdie Natur
sowie mit seiner Fähigkeit, schwierige mathematische Auffas-sungenzu
verstehen. Einsteinhaßte die dumpfe Reglementierung und denphantasielosen
Geist der Münchner Schule. Zwei gesellschaftlichen Bewegungen galtseine
ganze Unterstüt-zung – dem Pazifismus und dem Zionismus. Im 1.Weltkrieg
gehörte er zu den wenigen deut-schen Akademikern, die öffentlichgegen
Deutschlands Verwicklung in den Krieg auftraten. Nach dem Kriegwar
Einstein – durch seine öffentliche Befürwortung derpazifistischen und
zionistischen Ziele – Angriffen antisemitischer undrechtsgerichteter
Gruppen in Deutschland ausgesetzt. Auch seine wissenschaftlichenTheorien,
besonders die Relativitätstheorie, wur-den öffentlichverspottet.
Bildung, ein Prozeß, in dem sich das Individuum geistig undseelisch
ausbildet bzw. seine Werte und Anlagen vervollkommnet (innere Bildung).Mit
Bildung ist aber auch das Wissen gemeint, das sich ein Menschaneignet
(Allgemeinbildung oder auch berufliche Bil-dung). Der BegriffBildung
veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte von der “Lehre vomwahren Wesen
des Menschen” (Humanitas) in Ciceros Über die Pflichten bis zuFriedrich
Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen zueinem
Bildungsbegriff, der mit Humanismus gleichgesetzt wurde. Diese
Begrifflichkeit war mit der Pädagogik seit Ende des 18. Jahrhundertseng
verbunden. Die moderne Pädagogik versteht heute unter Bildung u. a.“die
Belehrung und authentische Erfahrungen ermöglichendeSelbstfindung
und -bestimmung gegenüber dem Systemcharakter derGesellschaft”.
Humanismus
Humanismus (von lateinisch humanitas: Menschlichkeit), eine Haltung inder
Philo-sophie, die die Würde und den Wert des Individuums betont. DerBegriff
Humanismus wird meist als Bezeichnung für eine literarische undkulturelle
Strömung verwendet, die im 14. und 15. Jahrhundert in ganzWesteuropa
verbreitet war.
Arten von Ausbildungen
Die AHS hat hauptsächlich die Aufgabe, das Allgemeinwissen desSchülers zu
fördern. Natürlich soll auch mit der Matura das Reifezeugnisabgelegt
werden, das einen berechtigt, an einer Universitätzu studieren.Früher war
das Gymnasium eine Männerdomäne. Allgemein-bildung ist dieBezeichnung für
die grundlegenden Bildungsinhalte, die ein allgemeinbilden-desSchulsystem
in möglichst großen Bevölkerungskreisen verbreiten undverankern soll. Dazu
gehören Naturwissenschaften, Sprachen (genaue intensiveSprachausbildung in
zwei lebenden Fremdsprachen und in Latein), Humanismus (Deutsch,Geschichte,
Philosophie, Psychology), Musik und Bildnerische Erziehung. Diesefundierte
Ausbildung ist zwar ausge-zeichnet, jedoch besitzen die Absolventendieser
Schule zuwenig praxisorientiertes Wissen. Aus diesem Grund wurdendie
Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) geschaffen.
Die BHS gliedern sich in HAK, HTBL, HBLA und PAKI. DieseSchultypen
verbinden Allgemeinbildung und Berufsausbildung. Man erwirbt die
Berufsberechtigung und kann nach der Schule entweder einen Berufausüben
oder an die Universität gehen und studieren. Jedoch muss einBasiswissen
vorhanden sein, um ein Studium ablegen zu können.
Universität ist die Bezeichnung für wissenschaftlicheHochschulen, an denen
akade-mische Abschlüsse erworben werden können.Universitäten im heutigen
Sinn entwickelten sich im Europa des Mittelalters. Jedoch gab es schonim
Altertum im Nahen und Fernen Osten sowie in Europabedeutende
Bildungsstätten, von denen einige noch heute existieren. In densiebziger
Jahren etablierte sich die sogenannte Fernuniversität. IhrStudienmaterial
wird im Fernsehen und Radio gesendet bzw. als Studienbriefe verschickt.Die
erste Fer-nuniversität (Open University) wurde 1971 inGroßbritannien
gegründet. Seitdem gibt es Fernuniversitäten in vielenLändern,
einschließlich Indien und Südafrika. Die sechziger Jah-re des20.
Jahrhunderts waren auch eine Zeit der Studentenunruhen. In den USAetwa
wur-de gegen den Vietnamkrieg protestiert.
Allgemeinbildung wird heute hauptsächlich in den Gymnasien gelehrt.Die
heutige Diskussion beschäftigt sich vor allem mit der Frage, obangesichts
der ständig wachsenden Flut technisch-wissenschaftlicher Erkenntnisseund
des gesellschaftlichen Pluralismus noch allgemeingültige unddauerhafte
Inhalte festgelegt werden können oder ob allgemeinbilden-de Schulen,wie
Haupt-, Realschulen und Gymnasien, sich stärker auf die Vermittlungvon
Grundfertigkeiten und allgemeiner Lernfähigkeit konzentrierensollten.
Berufsfortbildung ist einSammelbegriff für alleBildungsmaßnahmen, die der
be-rufsbezogenen Weiterbildung von Berufstätigen dienen. Die
Berufsfortbildung gliedert sich in zwei wichtige Bereiche: DieErweiterung
der Kenntnisse im ursprünglich erlerntenBeruf und der Erwerbvon
Zusatzkenntnissen zur Eröffnung neuerBeschäftigungsmöglichkeiten. Eine
Berufsfortbildung, die dazu dient, einen neuen Beruf zu erlernen, wirdals
berufliche Umschulung bezeichnet. Durch die immer schnellere
technisch-wissenschaftliche Ent-wicklung und die fortschreitende
Rationalisierung der Arbeitsabläufe in den traditionellen
Industriebereichen, wie Bergbau, Stahlerzeugung undTextilherstellung,
kommen immer weniger Erwerbstätige ein ganzes Berufsleben lang mitden
Fertigkeiten aus, die sie in der Berufsausbildung erworben haben.Zudem
entstehen ständig neue Tätigkeitsfelder, während alteBerufsbereiche
entfallen. Derzeit erneuert sich das technische Wissen einesArbeitsge-biets
etwa alle fünf bis sieben Jahre. Während eines Berufslebens kommtes daher
immer öfter zu Stellen- und Berufswechseln. Dies erfordert vomArbeitnehmer
eine ständige Wei-terqualifizierung und ein Lernen auch nach derSchul- und
Ausbildungszeit, ein “lebenslan-ges Lernen”.Berufsfortbildungen werden
zumeist von den Firmen selbst angeboten: In Kursen, Seminarenoder
berufsbegleitenden Trainingsprogrammen können berufsbezogeneKenntnisse und
Fertigkeiten vertieft und erweitert werden. Ein Großteil der Kostenfür
be-rufliche Fortbildung bringen daher die Wirtschaftsunternehmen selbstauf.
Typische be-triebliche Weiterbildungen sind die sogenannten
Stufenausbildungen, in denen nach dem er-sten – meist zwei-oder
zweieinhalbjährigen – Ausbildungsabschnitt in ein oder zweiweite-ren
Ausbildungsjahren eine bessere Position erreicht werden kann; einBeispiel
ist die Fort-bildung vom Speditionskaufmann zum Verkehrswirt. In denletzten
Jahren steigt der Anteil der privaten Ausgaben für Berufsfortbildung,vor
allem zur Sicherung des eigenen Arbeits-platzes und um diepersönlichen
Berufsaussichten zu verbessern. Privat angestrebteBerufs-fortbildungen
umfassen eine Vielzahl von Kursen, Lehrgängen undberufsbegleitenden
Ausbildungen. Kurzlehrgänge befassen sich mit berufsbezogenenEinzelthemen
wie Ver-kaufstraining, Präsentationstechniken oder Sprachkursen.Umfassende
Weiterbildungen können bis zu vier Jahren dauern, etwa dieWeiterbildung zum
Handwerksmeister, zum Techniker oder Fachwirt. Berufsfortbildungenwerden
angeboten von privaten Bildungsein-richtungen wie Sprachschulen,
Kaufmännischen oder Handelsschulen, privaten Berufsaka-demien,öffentlichen
Einrichtungen – z. B. Volkshochschulen, Akademien von Verbänden,etwa der
Industrie- und Handelskammer oder Bankakademien sowie vonwissenschaftlichen
Hochschulen und Fachhochschulen.
Erziehung ist die soziale Interaktion zwischen Menschen mit dem Ziel,zu
Erziehende (zumeist Kinder und Jugendliche) an gültigegesellschaftliche
Normen und Wertvorstellungen heranzuführensowie eine freie undunabhängige
Persönlichkeit herauszubilden. Planvolles und zielgerichtetes Erzieheneines
jungen Menschen berücksichtigt vor allem persönliche Eigenartendes zu
Erziehenden und fördert die Entfaltung seiner Fähigkeiten.Dieser
Soziali-sationsprozeß findet in der Familie und innerhalb desstaatlichen
Bildungswesens statt und wird von vielen Umweltfaktorenbeeinflußt.
Erziehungsziel ist neben der sozialen Eingliede-rung auch dieEntwicklung
von Kritik- und Konfliktfähigkeit sowie die Fähigkeit, kreativan
gesellschaftlichem Handeln teilzunehmen. Alle Erziehungsmodelle sindeiner
ständigen Überprüfung durch prozessuale Veränderungengesellschaftlicher
Konventionen unterworfen. Erziehung im engeren Sinne umfaßt dreiAufgaben:
1. Festlegung der Erziehungsziele, 2. Bereitstellen vonLernmöglichkeiten
und 3. Bewertung und Kontrolle des Lernfortschritts.
Erziehung als Heranführender Kinder an die Werte und die Kulturder
Erwachsenen-welt gibt es sicher schon seit der Frühgeschichteder
Menschheit, etwa durch religiöse Initia-tionsriten. Erziehungals
organisierte Vermittlung von Bildungsinhalten gibt es seit derAnti-ke,in
der durch mündliche Überlieferung und Privatunterricht Kindermeist reicher
Familien u. a. in Philosophie, Wissenschaft und Staatslehreunterrichtet
wurden.
Im Mittelalter spielte in Europa die Kindererziehung keineeigenständige
Rolle. Erst während der Renaissance und der Aufklärung,verstärkt auch im
Biedermeier des 19. Jahrhunderts, erlangten Kindheit und Erziehungwieder
einen neuen Stellenwert, der schließlich in der Formulierung vonAnsprüchen
wie der “Allgemeinbildung” mündete. Diese Ansätze desfrühen 19.
Jahrhunderts stellen die Grundlagen zur Formulierung vongesell-schaftlich
bedeutsamen Erziehungszielen dar. Seit dieser Zeit spielen auch Schulenals
weit-hin verfügbare und unter staatlicher Aufsicht stehende
Bildungsinstitutionen die wichtigste Rolle.
Die Theorie, die über die Darbietung von Lerninhalten Aussagen macht,ist
die Di-daktik. Inhalte und Darstellung von Lerninhalten sindwesentliche
Forschungsgebiete der Erziehungswissenschaften. Die Bewertung undKontrolle
von Lernergebnissen ist zu einem Hauptinhalt derErziehungspsychologie
geworden. Um gesellschaftliche und historische Formen der Erziehungbemühen
sich verschiedene Teilgebiete der Soziologie. Spezielle Formender
Erziehung, etwa bei körperlichen Behinderungen oderVerhaltensstörungen,
sind Aufgaben der Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik.
Eher pragmatische Ansätze im Sinne des amerikanischen Philosophenund
Psycholo-gen William James versuchten durch die Identifikationelementarer
Lernprozesse unmittel-bar meßbare Lernerfolge zu erreichen. Durcheine
erweiterte Sicht in der modernen pädago-gischen Psychologierückten
Erziehungsstile, soziale Bedingungen sowie die emotionalen undgeistigen
Fähigkeiten des einzelnen wieder mehr in den Mittelpunkt, wenn es umdie
Formulierung von Erziehungszielen, die Ermittlung optimaler Lernmethodenund
geeignete Arten der Lernkontrolle ging. Verreter radikaler Ansätze,die
zumeist tiefenpsychologisch motiviert sind, diskutieren heute, obErziehung
nicht generell schädlich sei und knüpfen so wieder an Ideenvon
Jean-Jacques Rousseau an.
Sokrates ist ein griechischer Philosoph, der die AbendländischePhilosophie
stark prägte, besonders in seiner Eigenschaft als Lehrer Platons.Sokrates
wurde in Athen als Sohn desBildhauers Sophroniskos und derHebamme
Phainarete geboren und erhielt eine klassische Ausbildung inLiteratur,
Musik sowie Gymnastik, eignete sich Kenntnisse über Rhetorik undDialektik
der Sophisten an und beschäftigte sich mit den Schriften dergriechi-schen
Philosophen. Sokrates lehrte auf den öffentlichen Plätzen Athens,indem er
Lehrdia-loge führte und durch seine Methode der Mäeutik(griechisch:
Hebammenkunst), die Men-schen zur Wahrheit führte. Dahinter standdie
Auffassung, daß jeder Mensch aufgrund sei-ner Vernunft dieWahrheit
verborgen in sich trage, diese jedoch erst durch gezieltes Fragengeboren
werden müsse. Sein Schüler Platon schilderte Sokrates als einenMenschen,
der sein wahres Gesicht hinter dem Bekenntnis zur eigenenUnwissenheit
verbarg; dessen Scharfsinn und Einfallsreichtum ihn jedoch befähigten,die
Argumentation seines Gegen-übers mit Leichtigkeit zu durchschauen.Sokrates
wird allgemein alsein Mann von kleiner Statur und unattraktivemAussehen
beschrieben. Neben einem großen Maß an Selbstbeherr-schung soller eine
große Schlagfertigkeit sowie einen ausgeprägten Sinn fürHumor beses-sen
haben. Da Sokrates selbst seine Lehren nicht niederschrieb, geben
ausschließlich die Schriften seiner Schüler Platon, Antisthenesund Xenophon
Auskunft über seine Persön-lichkeit und Denkweise.
Sokrates‘ Beitrag zur Philosophie liegt im wesentlichen im Bereichder
Ethik. Seine Lehre basierte auf einem rein rationalen Verständnisvon
Gerechtigkeit, Liebe, Tugend und der immer wieder beharrlich vonihm
eingeforderten Selbsterkenntnis. Sokrates ging davon aus, daß alleLaster
auf Unkenntnis, nicht aber auf absichtlicher Bösartigkeit beruhten.Tu-gend
setzte er mit Erkenntnis gleich und vertrat die Auffassung, daßdiejenigen,
die wissen, was recht ist, auch richtig (d. h. tugendhaft) handeln.Seine
Logik legte großen Wert auf die rationale Auseinandersetzung undallgemeinen
Definitionen, was insbesondere in den Schriften des Aristoteles zumAusdruck
kommt, der ein Schüler Platons war.
Der Schlüssel zum Werk Immanuel Kants, das das gesamte Spektrumder
Philoso-phie erfaßt, ist in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft(1781)
enthalten, in dem er die Grundlagen der menschlichen Erkenntnisuntersucht.
In seiner Erkenntnistheorie unter-scheidet er zwischen analytischenund
synthetischen Urteilen. Bei Aussagen wie “Die Ku-gel ist rund”ist das
Prädikat bereits im Subje

Die höhere Schule hat die Aufgabe, die geistigen und

menschli-chen
Qualitäten zu entwickeln ohne unmittelbare Brauchbarkeit desVermittelten.
(Albert Einstein)
1. Wer ist Albert Einstein?
1.2 Biographie
2. Was ist Bildung?
2.2 Arten von Ausbildungen
2.3 Erklärung AHS und BHS
2.4 Universitätsreife
2.5 Allgemeinbildung
3. Berufsfortbildung
4. Erziehung
4.2 Begriffsabklärung
4.3 geschichtlich
4.4 Theorien zur Erziehung
5. Sokrates
6. Immanuel Kant
7. Sophisten
8. Welche geistigen Qualitäten soll die Schule vermitteln?
8.2 Probleme erfassen können
8.3 logisches Denken
8.4 Problemlösungsstrategien entwickeln
8.5 analytisches Denken
9. Welche menschlichen Qualitäten soll die Schulevermitteln?
9.2 Toleranz
9.3 Solidarität
9.4 staatsbürgerliche Erziehung
9.4.1. Republik
9.4.2. Demokratie
9.5 Aufhebung von Vorurteilen
Albert Einstein (1879-1955) ist wohl der berühmteste Wissenschaftlerdes
20. Jahrhunderts. Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geborenund
verbrachte seine Ju-gend in München. Er lernte erst mit dreiJahren
sprechen, glänzte aber als Jugendlicher mit seinem Wissen überdie Natur
sowie mit seiner Fähigkeit, schwierige mathematische Auffas-sungenzu
verstehen. Einsteinhaßte die dumpfe Reglementierung und denphantasielosen
Geist der Münchner Schule. Zwei gesellschaftlichen Bewegungen galtseine
ganze Unterstüt-zung – dem Pazifismus und dem Zionismus. Im 1.Weltkrieg
gehörte er zu den wenigen deut-schen Akademikern, die öffentlichgegen
Deutschlands Verwicklung in den Krieg auftraten. Nach dem Kriegwar
Einstein – durch seine öffentliche Befürwortung derpazifistischen und
zionistischen Ziele – Angriffen antisemitischer undrechtsgerichteter
Gruppen in Deutschland ausgesetzt. Auch seine wissenschaftlichenTheorien,
besonders die Relativitätstheorie, wur-den öffentlichverspottet.
Bildung, ein Prozeß, in dem sich das Individuum geistig undseelisch
ausbildet bzw. seine Werte und Anlagen vervollkommnet (innere Bildung).Mit
Bildung ist aber auch das Wissen gemeint, das sich ein Menschaneignet
(Allgemeinbildung oder auch berufliche Bil-dung). Der BegriffBildung
veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte von der “Lehre vomwahren Wesen
des Menschen” (Humanitas) in Ciceros Über die Pflichten bis zuFriedrich
Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen zueinem
Bildungsbegriff, der mit Humanismus gleichgesetzt wurde. Diese
Begrifflichkeit war mit der Pädagogik seit Ende des 18. Jahrhundertseng
verbunden. Die moderne Pädagogik versteht heute unter Bildung u. a.“die
Belehrung und authentische Erfahrungen ermöglichendeSelbstfindung
und -bestimmung gegenüber dem Systemcharakter derGesellschaft”.
Humanismus
Humanismus (von lateinisch humanitas: Menschlichkeit), eine Haltung inder
Philo-sophie, die die Würde und den Wert des Individuums betont. DerBegriff
Humanismus wird meist als Bezeichnung für eine literarische undkulturelle
Strömung verwendet, die im 14. und 15. Jahrhundert in ganzWesteuropa
verbreitet war.
Arten von Ausbildungen
Die AHS hat hauptsächlich die Aufgabe, das Allgemeinwissen desSchülers zu
fördern. Natürlich soll auch mit der Matura das Reifezeugnisabgelegt
werden, das einen berechtigt, an einer Universitätzu studieren.Früher war
das Gymnasium eine Männerdomäne. Allgemein-bildung ist dieBezeichnung für
die grundlegenden Bildungsinhalte, die ein allgemeinbilden-desSchulsystem
in möglichst großen Bevölkerungskreisen verbreiten undverankern soll. Dazu
gehören Naturwissenschaften, Sprachen (genaue intensiveSprachausbildung in
zwei lebenden Fremdsprachen und in Latein), Humanismus (Deutsch,Geschichte,
Philosophie, Psychology), Musik und Bildnerische Erziehung. Diesefundierte
Ausbildung ist zwar ausge-zeichnet, jedoch besitzen die Absolventendieser
Schule zuwenig praxisorientiertes Wissen. Aus diesem Grund wurdendie
Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) geschaffen.
Die BHS gliedern sich in HAK, HTBL, HBLA und PAKI. DieseSchultypen
verbinden Allgemeinbildung und Berufsausbildung. Man erwirbt die
Berufsberechtigung und kann nach der Schule entweder einen Berufausüben
oder an die Universität gehen und studieren. Jedoch muss einBasiswissen
vorhanden sein, um ein Studium ablegen zu können.
Universität ist die Bezeichnung für wissenschaftlicheHochschulen, an denen
akade-mische Abschlüsse erworben werden können.Universitäten im heutigen
Sinn entwickelten sich im Europa des Mittelalters. Jedoch gab es schonim
Altertum im Nahen und Fernen Osten sowie in Europabedeutende
Bildungsstätten, von denen einige noch heute existieren. In densiebziger
Jahren etablierte sich die sogenannte Fernuniversität. IhrStudienmaterial
wird im Fernsehen und Radio gesendet bzw. als Studienbriefe verschickt.Die
erste Fer-nuniversität (Open University) wurde 1971 inGroßbritannien
gegründet. Seitdem gibt es Fernuniversitäten in vielenLändern,
einschließlich Indien und Südafrika. Die sechziger Jah-re des20.
Jahrhunderts waren auch eine Zeit der Studentenunruhen. In den USAetwa
wur-de gegen den Vietnamkrieg protestiert.
Allgemeinbildung wird heute hauptsächlich in den Gymnasien gelehrt.Die
heutige Diskussion beschäftigt sich vor allem mit der Frage, obangesichts
der ständig wachsenden Flut technisch-wissenschaftlicher Erkenntnisseund
des gesellschaftlichen Pluralismus noch allgemeingültige unddauerhafte
Inhalte festgelegt werden können oder ob allgemeinbilden-de Schulen,wie
Haupt-, Realschulen und Gymnasien, sich stärker auf die Vermittlungvon
Grundfertigkeiten und allgemeiner Lernfähigkeit konzentrierensollten.
Berufsfortbildung ist einSammelbegriff für alleBildungsmaßnahmen, die der
be-rufsbezogenen Weiterbildung von Berufstätigen dienen. Die
Berufsfortbildung gliedert sich in zwei wichtige Bereiche: DieErweiterung
der Kenntnisse im ursprünglich erlerntenBeruf und der Erwerbvon
Zusatzkenntnissen zur Eröffnung neuerBeschäftigungsmöglichkeiten. Eine
Berufsfortbildung, die dazu dient, einen neuen Beruf zu erlernen, wirdals
berufliche Umschulung bezeichnet. Durch die immer schnellere
technisch-wissenschaftliche Ent-wicklung und die fortschreitende
Rationalisierung der Arbeitsabläufe in den traditionellen
Industriebereichen, wie Bergbau, Stahlerzeugung undTextilherstellung,
kommen immer weniger Erwerbstätige ein ganzes Berufsleben lang mitden
Fertigkeiten aus, die sie in der Berufsausbildung erworben haben.Zudem
entstehen ständig neue Tätigkeitsfelder, während alteBerufsbereiche
entfallen. Derzeit erneuert sich das technische Wissen einesArbeitsge-biets
etwa alle fünf bis sieben Jahre. Während eines Berufslebens kommtes daher
immer öfter zu Stellen- und Berufswechseln. Dies erfordert vomArbeitnehmer
eine ständige Wei-terqualifizierung und ein Lernen auch nach derSchul- und
Ausbildungszeit, ein “lebenslan-ges Lernen”.Berufsfortbildungen werden
zumeist von den Firmen selbst angeboten: In Kursen, Seminarenoder
berufsbegleitenden Trainingsprogrammen können berufsbezogeneKenntnisse und
Fertigkeiten vertieft und erweitert werden. Ein Großteil der Kostenfür
be-rufliche Fortbildung bringen daher die Wirtschaftsunternehmen selbstauf.
Typische be-triebliche Weiterbildungen sind die sogenannten
Stufenausbildungen, in denen nach dem er-sten – meist zwei-oder
zweieinhalbjährigen – Ausbildungsabschnitt in ein oder zweiweite-ren
Ausbildungsjahren eine bessere Position erreicht werden kann; einBeispiel
ist die Fort-bildung vom Speditionskaufmann zum Verkehrswirt. In denletzten
Jahren steigt der Anteil der privaten Ausgaben für Berufsfortbildung,vor
allem zur Sicherung des eigenen Arbeits-platzes und um diepersönlichen
Berufsaussichten zu verbessern. Privat angestrebteBerufs-fortbildungen
umfassen eine Vielzahl von Kursen, Lehrgängen undberufsbegleitenden
Ausbildungen. Kurzlehrgänge befassen sich mit berufsbezogenenEinzelthemen
wie Ver-kaufstraining, Präsentationstechniken oder Sprachkursen.Umfassende
Weiterbildungen können bis zu vier Jahren dauern, etwa dieWeiterbildung zum
Handwerksmeister, zum Techniker oder Fachwirt. Berufsfortbildungenwerden
angeboten von privaten Bildungsein-richtungen wie Sprachschulen,
Kaufmännischen oder Handelsschulen, privaten Berufsaka-demien,öffentlichen
Einrichtungen – z. B. Volkshochschulen, Akademien von Verbänden,etwa der
Industrie- und Handelskammer oder Bankakademien sowie vonwissenschaftlichen
Hochschulen und Fachhochschulen.
Erziehung ist die soziale Interaktion zwischen Menschen mit dem Ziel,zu
Erziehende (zumeist Kinder und Jugendliche) an gültigegesellschaftliche
Normen und Wertvorstellungen heranzuführensowie eine freie undunabhängige
Persönlichkeit herauszubilden. Planvolles und zielgerichtetes Erzieheneines
jungen Menschen berücksichtigt vor allem persönliche Eigenartendes zu
Erziehenden und fördert die Entfaltung seiner Fähigkeiten.Dieser
Soziali-sationsprozeß findet in der Familie und innerhalb desstaatlichen
Bildungswesens statt und wird von vielen Umweltfaktorenbeeinflußt.
Erziehungsziel ist neben der sozialen Eingliede-rung auch dieEntwicklung
von Kritik- und Konfliktfähigkeit sowie die Fähigkeit, kreativan
gesellschaftlichem Handeln teilzunehmen. Alle Erziehungsmodelle sindeiner
ständigen Überprüfung durch prozessuale Veränderungengesellschaftlicher
Konventionen unterworfen. Erziehung im engeren Sinne umfaßt dreiAufgaben:
1. Festlegung der Erziehungsziele, 2. Bereitstellen vonLernmöglichkeiten
und 3. Bewertung und Kontrolle des Lernfortschritts.
Erziehung als Heranführender Kinder an die Werte und die Kulturder
Erwachsenen-welt gibt es sicher schon seit der Frühgeschichteder
Menschheit, etwa durch religiöse Initia-tionsriten. Erziehungals
organisierte Vermittlung von Bildungsinhalten gibt es seit derAnti-ke,in
der durch mündliche Überlieferung und Privatunterricht Kindermeist reicher
Familien u. a. in Philosophie, Wissenschaft und Staatslehreunterrichtet
wurden.
Im Mittelalter spielte in Europa die Kindererziehung keineeigenständige
Rolle. Erst während der Renaissance und der Aufklärung,verstärkt auch im
Biedermeier des 19. Jahrhunderts, erlangten Kindheit und Erziehungwieder
einen neuen Stellenwert, der schließlich in der Formulierung vonAnsprüchen
wie der “Allgemeinbildung” mündete. Diese Ansätze desfrühen 19.
Jahrhunderts stellen die Grundlagen zur Formulierung vongesell-schaftlich
bedeutsamen Erziehungszielen dar. Seit dieser Zeit spielen auch Schulenals
weit-hin verfügbare und unter staatlicher Aufsicht stehende
Bildungsinstitutionen die wichtigste Rolle.
Die Theorie, die über die Darbietung von Lerninhalten Aussagen macht,ist
die Di-daktik. Inhalte und Darstellung von Lerninhalten sindwesentliche
Forschungsgebiete der Erziehungswissenschaften. Die Bewertung undKontrolle
von Lernergebnissen ist zu einem Hauptinhalt derErziehungspsychologie
geworden. Um gesellschaftliche und historische Formen der Erziehungbemühen
sich verschiedene Teilgebiete der Soziologie. Spezielle Formender
Erziehung, etwa bei körperlichen Behinderungen oderVerhaltensstörungen,
sind Aufgaben der Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik.
Eher pragmatische Ansätze im Sinne des amerikanischen Philosophenund
Psycholo-gen William James versuchten durch die Identifikationelementarer
Lernprozesse unmittel-bar meßbare Lernerfolge zu erreichen. Durcheine
erweiterte Sicht in der modernen pädago-gischen Psychologierückten
Erziehungsstile, soziale Bedingungen sowie die emotionalen undgeistigen
Fähigkeiten des einzelnen wieder mehr in den Mittelpunkt, wenn es umdie
Formulierung von Erziehungszielen, die Ermittlung optimaler Lernmethodenund
geeignete Arten der Lernkontrolle ging. Verreter radikaler Ansätze,die
zumeist tiefenpsychologisch motiviert sind, diskutieren heute, obErziehung
nicht generell schädlich sei und knüpfen so wieder an Ideenvon
Jean-Jacques Rousseau an.
Sokrates ist ein griechischer Philosoph, der die AbendländischePhilosophie
stark prägte, besonders in seiner Eigenschaft als Lehrer Platons.Sokrates
wurde in Athen als Sohn desBildhauers Sophroniskos und derHebamme
Phainarete geboren und erhielt eine klassische Ausbildung inLiteratur,
Musik sowie Gymnastik, eignete sich Kenntnisse über Rhetorik undDialektik
der Sophisten an und beschäftigte sich mit den Schriften dergriechi-schen
Philosophen. Sokrates lehrte auf den öffentlichen Plätzen Athens,indem er
Lehrdia-loge führte und durch seine Methode der Mäeutik(griechisch:
Hebammenkunst), die Men-schen zur Wahrheit führte. Dahinter standdie
Auffassung, daß jeder Mensch aufgrund sei-ner Vernunft dieWahrheit
verborgen in sich trage, diese jedoch erst durch gezieltes Fragengeboren
werden müsse. Sein Schüler Platon schilderte Sokrates als einenMenschen,
der sein wahres Gesicht hinter dem Bekenntnis zur eigenenUnwissenheit
verbarg; dessen Scharfsinn und Einfallsreichtum ihn jedoch befähigten,die
Argumentation seines Gegen-übers mit Leichtigkeit zu durchschauen.Sokrates
wird allgemein alsein Mann von kleiner Statur und unattraktivemAussehen
beschrieben. Neben einem großen Maß an Selbstbeherr-schung soller eine
große Schlagfertigkeit sowie einen ausgeprägten Sinn fürHumor beses-sen
haben. Da Sokrates selbst seine Lehren nicht niederschrieb, geben
ausschließlich die Schriften seiner Schüler Platon, Antisthenesund Xenophon
Auskunft über seine Persön-lichkeit und Denkweise.
Sokrates‘ Beitrag zur Philosophie liegt im wesentlichen im Bereichder
Ethik. Seine Lehre basierte auf einem rein rationalen Verständnisvon
Gerechtigkeit, Liebe, Tugend und der immer wieder beharrlich vonihm
eingeforderten Selbsterkenntnis. Sokrates ging davon aus, daß alleLaster
auf Unkenntnis, nicht aber auf absichtlicher Bösartigkeit beruhten.Tu-gend
setzte er mit Erkenntnis gleich und vertrat die Auffassung, daßdiejenigen,
die wissen, was recht ist, auch richtig (d. h. tugendhaft) handeln.Seine
Logik legte großen Wert auf die rationale Auseinandersetzung undallgemeinen
Definitionen, was insbesondere in den Schriften des Aristoteles zumAusdruck
kommt, der ein Schüler Platons war.
Der Schlüssel zum Werk Immanuel Kants, das das gesamte Spektrumder
Philoso-phie erfaßt, ist in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft(1781)
enthalten, in dem er die Grundlagen der menschlichen Erkenntnisuntersucht.
In seiner Erkenntnistheorie unter-scheidet er zwischen analytischenund
synthetischen Urteilen. Bei Aussagen wie “Die Ku-gel ist rund”ist das
Prädikat bereits im Subjektbegriff enthalten. Es handelt sich daherum
analytische Urteile, da die Wahrheit aus der Analyse des Begriffsselbst
abgeleitet wird, oh-ne daß weitere Erfahrungen hinzutretenmüssen. Anders
verhält es sich mit den syntheti-schen Urteilen, die nicht durchreine
Analyse abgeleitet werden können. Ein Beispiel hierfür ist dieAussage “Die
Kugel ist rot”. Das Prädikat ist nicht im Subjektbegriffenthalten, son-dern
muß erst hinzugefügt werden, was eine besondere Erfahrungvoraussetzt. Alle
allge-meingültigen Sätze, die aus der Erfahrung gewonnen werden,sind danach
synthetisch.
Ausgehend von der Auffassung, daß Wahrheit und Moral imwesentlichen
relative Begriffe seien, die jeweils im Dienst persönlicherInteressen
stünden, betrieben die Sophi-sten die Kunst der eristischen Dialektik,deren
Ziel in der Überredung von Dialogpartnern zugunsten des Rednersbestand.
Daher legten sie Wert auf Rhetorik und vermittelten ihren Schülernnützliche
Kenntnisse für ein erfolgreiches Leben, insbesondere fürden
öffentlich-politischen Erfolg. Mit dieser Position wurde das
Werteverständnis der griechischen Gesell-schaft, das auf demPrinzip
überindividueller Tugenden basierte, nachhaltig erschüttert. DieSophisten
fanden zeitweilig Anerkennung unter ihren Zeitgenossen, besonders inAthen.
Je-doch brachte ihnen ihre Einstellung zu Wahrheit und Moral heftigeKritik
ein. Sokrates, Platon und Aristoteles stellten die philosophischeGrundlage
der sophistischen Lehren in Frage. Vor allem Platon verurteiltedie
Tatsache, daß die Sophisten für ihren Unterricht Geldverlangten. In seinen
sokratischen Dialogen werden immer wieder damals namhafte Sophistenvon
Sokrates im Rededuell deklassiert. Sokrates, der der eristischen
(überreden-den) Dialektik der Sophisten seine dialogische(überzeugende)
Dialektik entgegenstellte, wurde später von dem griechischenDramatiker
Aristophanes selbst als Sophist dargestellt. Als solcher wurde derauch
wegen Jugendverführung voneinem Gericht in Athen zum Tode verurteilt.Als
Folge dieser Kritik hat der Begriff Sophist eine negativeBedeutung
ange-nommen, die noch heute etwa im Begriff Sophisterei zu spüren ist,mit
dem man seinem Gegner Scheinwissen attestiert. Zu den führendenVertretern
der griechischen Sophistik zählten Protagoras und Gorgias, denenPlaton
jeweils einen sokratischen Dialog widmete.
Welche geistigen Qualitäten soll die Schule vermitteln?
In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist das Erfassen von Problemensehr
wichtig, denn ohne das Verstehen eines Problems ist es nichtmöglich
Problemlösungsstrategien zu ent-wickeln. Beispielsweise wirdbei
Einstellungsgesprächen verlangt, logisches Denken zu zei-gen. ImBerufsleben
muss man Probleme erkennen und analysieren können, um sie zulösen. Ein
wichtiger Punkt, der oft völlig vernachlässigt wird, istEigenverantwortung
übernehmen zu können.Man muss bei selbstgemachte Fehlern dasnötige
Selbstbewußtsein haben, die Fehler einzugestehen. Die Schule hat vonAnfang
an die Aufgabe diese Qualitäten zu entwik-keln und zufördern.
Welche menschlichen Qualitäten soll die Schule vermitteln?
Toleranz kommt von lateinisch tolerare: ertragen, aushalten und toles:die
Last und bedeutet das Geltenlassen anderer Weltanschauungen,Religionen,
Lebensentwürfe und Überzeugungen. In den Grund- undMenschenrechten ist das
Toleranzgebot in der Form von Gedanken-, Glaubens- undGewissensfreiheit
normiert. Diese Grundfreiheiten sind die unbedingte Voraussetzung füreine
demokratische und humane Gesellschaft. Angesichts desbeunruhigenden
Anstiegs von Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeiterklärte die
UNESCO das Jahr 1995 zum “Jahr der Toleranz”. Mit der Erziehungzur Toleranz
sollte bereits im Volksschulalter begonnen werden.
Solidarität bedeutet, dass man zusammenhält, füreinandereinsteht und für
die Mitmen-schen da ist wenn man gebraucht wird. Doch nicht nurfür
gemeinsame Interessen sollte man sich einsetzen, man sollte auchEngagement
zeigen, wenn es andere Menschen schlecht geht und wir ihnen helfenkönnten.
Solidarität kann man im Umgang mit den Mitmenschen oder beider
Spendenbereitschaft zeigen. Ebenso wie mit der Erziehung zu Toleranzsollte
mit der Erziehung zu Solidarität so früh wie möglichbegonnen werden.
Das Aufheben von Vorurteilen sollte ebenfalls eines der Hauptanliegender
Schule und damit ihrer Lehrer sein. Jeder von uns hat Vorurteile. Ichdenke
nicht, dass es einen Men-schen gibt, der völlig unbelastet ist. Dochunser
Ziel muss sein, diese Schranken so weit wie möglich zu überwindenum ein
friedliches Miteinander zu garantieren. Vorurteile hat man gegenMenschen,
die sich anders kleiden, die anders aussehen, die andere religiöseAnsichten
haben, die andere sexuelle Neigungen haben oder überhaupt Menschen,die man
noch nicht kennt und die anders sind als man selbst.

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