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Schule
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Fachbereich: |
GMK
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Woerter |
2500
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Kurzbeschreibung |
Die höhere Schule hat die Aufgabe, die geistigen und menschli-chen Qualitäten zu entwickeln ohne unmittelbare Brauchbarkeit des Vermittelten. (Albert Einstein) 1. Wer ist Albert Einstein? 1.2 Biographie 2. Was ist Bildung? 2.2 Art...
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Schule
Die höhere Schule hat die Aufgabe, die geistigen undmenschli-chen Qualitäten zu entwickeln ohne unmittelbare Brauchbarkeit desVermittelten. (Albert Einstein) 1. Wer ist Albert Einstein? 1.2 Biographie 2. Was ist Bildung? 2.2 Arten von Ausbildungen 2.3 Erklärung AHS und BHS 2.4 Universitätsreife 2.5 Allgemeinbildung 3. Berufsfortbildung 4. Erziehung 4.2 Begriffsabklärung 4.3 geschichtlich 4.4 Theorien zur Erziehung 5. Sokrates 6. Immanuel Kant 7. Sophisten 8. Welche geistigen Qualitäten soll die Schule vermitteln? 8.2 Probleme erfassen können 8.3 logisches Denken 8.4 Problemlösungsstrategien entwickeln 8.5 analytisches Denken 9. Welche menschlichen Qualitäten soll die Schulevermitteln? 9.2 Toleranz 9.3 Solidarität 9.4 staatsbürgerliche Erziehung 9.4.1. Republik 9.4.2. Demokratie 9.5 Aufhebung von Vorurteilen Albert Einstein (1879-1955) ist wohl der berühmteste Wissenschaftlerdes 20. Jahrhunderts. Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geborenund verbrachte seine Ju-gend in München. Er lernte erst mit dreiJahren sprechen, glänzte aber als Jugendlicher mit seinem Wissen überdie Natur sowie mit seiner Fähigkeit, schwierige mathematische Auffas-sungenzu verstehen. Einsteinhaßte die dumpfe Reglementierung und denphantasielosen Geist der Münchner Schule. Zwei gesellschaftlichen Bewegungen galtseine ganze Unterstüt-zung – dem Pazifismus und dem Zionismus. Im 1.Weltkrieg gehörte er zu den wenigen deut-schen Akademikern, die öffentlichgegen Deutschlands Verwicklung in den Krieg auftraten. Nach dem Kriegwar Einstein – durch seine öffentliche Befürwortung derpazifistischen und zionistischen Ziele – Angriffen antisemitischer undrechtsgerichteter Gruppen in Deutschland ausgesetzt. Auch seine wissenschaftlichenTheorien, besonders die Relativitätstheorie, wur-den öffentlichverspottet. Bildung, ein Prozeß, in dem sich das Individuum geistig undseelisch ausbildet bzw. seine Werte und Anlagen vervollkommnet (innere Bildung).Mit Bildung ist aber auch das Wissen gemeint, das sich ein Menschaneignet (Allgemeinbildung oder auch berufliche Bil-dung). Der BegriffBildung veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte von der “Lehre vomwahren Wesen des Menschen” (Humanitas) in Ciceros Über die Pflichten bis zuFriedrich Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen zueinem Bildungsbegriff, der mit Humanismus gleichgesetzt wurde. Diese Begrifflichkeit war mit der Pädagogik seit Ende des 18. Jahrhundertseng verbunden. Die moderne Pädagogik versteht heute unter Bildung u. a.“die Belehrung und authentische Erfahrungen ermöglichendeSelbstfindung und -bestimmung gegenüber dem Systemcharakter derGesellschaft”. Humanismus Humanismus (von lateinisch humanitas: Menschlichkeit), eine Haltung inder Philo-sophie, die die Würde und den Wert des Individuums betont. DerBegriff Humanismus wird meist als Bezeichnung für eine literarische undkulturelle Strömung verwendet, die im 14. und 15. Jahrhundert in ganzWesteuropa verbreitet war. Arten von Ausbildungen Die AHS hat hauptsächlich die Aufgabe, das Allgemeinwissen desSchülers zu fördern. Natürlich soll auch mit der Matura das Reifezeugnisabgelegt werden, das einen berechtigt, an einer Universitätzu studieren.Früher war das Gymnasium eine Männerdomäne. Allgemein-bildung ist dieBezeichnung für die grundlegenden Bildungsinhalte, die ein allgemeinbilden-desSchulsystem in möglichst großen Bevölkerungskreisen verbreiten undverankern soll. Dazu gehören Naturwissenschaften, Sprachen (genaue intensiveSprachausbildung in zwei lebenden Fremdsprachen und in Latein), Humanismus (Deutsch,Geschichte, Philosophie, Psychology), Musik und Bildnerische Erziehung. Diesefundierte Ausbildung ist zwar ausge-zeichnet, jedoch besitzen die Absolventendieser Schule zuwenig praxisorientiertes Wissen. Aus diesem Grund wurdendie Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) geschaffen. Die BHS gliedern sich in HAK, HTBL, HBLA und PAKI. DieseSchultypen verbinden Allgemeinbildung und Berufsausbildung. Man erwirbt die Berufsberechtigung und kann nach der Schule entweder einen Berufausüben oder an die Universität gehen und studieren. Jedoch muss einBasiswissen vorhanden sein, um ein Studium ablegen zu können. Universität ist die Bezeichnung für wissenschaftlicheHochschulen, an denen akade-mische Abschlüsse erworben werden können.Universitäten im heutigen Sinn entwickelten sich im Europa des Mittelalters. Jedoch gab es schonim Altertum im Nahen und Fernen Osten sowie in Europabedeutende Bildungsstätten, von denen einige noch heute existieren. In densiebziger Jahren etablierte sich die sogenannte Fernuniversität. IhrStudienmaterial wird im Fernsehen und Radio gesendet bzw. als Studienbriefe verschickt.Die erste Fer-nuniversität (Open University) wurde 1971 inGroßbritannien gegründet. Seitdem gibt es Fernuniversitäten in vielenLändern, einschließlich Indien und Südafrika. Die sechziger Jah-re des20. Jahrhunderts waren auch eine Zeit der Studentenunruhen. In den USAetwa wur-de gegen den Vietnamkrieg protestiert. Allgemeinbildung wird heute hauptsächlich in den Gymnasien gelehrt.Die heutige Diskussion beschäftigt sich vor allem mit der Frage, obangesichts der ständig wachsenden Flut technisch-wissenschaftlicher Erkenntnisseund des gesellschaftlichen Pluralismus noch allgemeingültige unddauerhafte Inhalte festgelegt werden können oder ob allgemeinbilden-de Schulen,wie Haupt-, Realschulen und Gymnasien, sich stärker auf die Vermittlungvon Grundfertigkeiten und allgemeiner Lernfähigkeit konzentrierensollten. Berufsfortbildung ist einSammelbegriff für alleBildungsmaßnahmen, die der be-rufsbezogenen Weiterbildung von Berufstätigen dienen. Die Berufsfortbildung gliedert sich in zwei wichtige Bereiche: DieErweiterung der Kenntnisse im ursprünglich erlerntenBeruf und der Erwerbvon Zusatzkenntnissen zur Eröffnung neuerBeschäftigungsmöglichkeiten. Eine Berufsfortbildung, die dazu dient, einen neuen Beruf zu erlernen, wirdals berufliche Umschulung bezeichnet. Durch die immer schnellere technisch-wissenschaftliche Ent-wicklung und die fortschreitende Rationalisierung der Arbeitsabläufe in den traditionellen Industriebereichen, wie Bergbau, Stahlerzeugung undTextilherstellung, kommen immer weniger Erwerbstätige ein ganzes Berufsleben lang mitden Fertigkeiten aus, die sie in der Berufsausbildung erworben haben.Zudem entstehen ständig neue Tätigkeitsfelder, während alteBerufsbereiche entfallen. Derzeit erneuert sich das technische Wissen einesArbeitsge-biets etwa alle fünf bis sieben Jahre. Während eines Berufslebens kommtes daher immer öfter zu Stellen- und Berufswechseln. Dies erfordert vomArbeitnehmer eine ständige Wei-terqualifizierung und ein Lernen auch nach derSchul- und Ausbildungszeit, ein “lebenslan-ges Lernen”.Berufsfortbildungen werden zumeist von den Firmen selbst angeboten: In Kursen, Seminarenoder berufsbegleitenden Trainingsprogrammen können berufsbezogeneKenntnisse und Fertigkeiten vertieft und erweitert werden. Ein Großteil der Kostenfür be-rufliche Fortbildung bringen daher die Wirtschaftsunternehmen selbstauf. Typische be-triebliche Weiterbildungen sind die sogenannten Stufenausbildungen, in denen nach dem er-sten – meist zwei-oder zweieinhalbjährigen – Ausbildungsabschnitt in ein oder zweiweite-ren Ausbildungsjahren eine bessere Position erreicht werden kann; einBeispiel ist die Fort-bildung vom Speditionskaufmann zum Verkehrswirt. In denletzten Jahren steigt der Anteil der privaten Ausgaben für Berufsfortbildung,vor allem zur Sicherung des eigenen Arbeits-platzes und um diepersönlichen Berufsaussichten zu verbessern. Privat angestrebteBerufs-fortbildungen umfassen eine Vielzahl von Kursen, Lehrgängen undberufsbegleitenden Ausbildungen. Kurzlehrgänge befassen sich mit berufsbezogenenEinzelthemen wie Ver-kaufstraining, Präsentationstechniken oder Sprachkursen.Umfassende Weiterbildungen können bis zu vier Jahren dauern, etwa dieWeiterbildung zum Handwerksmeister, zum Techniker oder Fachwirt. Berufsfortbildungenwerden angeboten von privaten Bildungsein-richtungen wie Sprachschulen, Kaufmännischen oder Handelsschulen, privaten Berufsaka-demien,öffentlichen Einrichtungen – z. B. Volkshochschulen, Akademien von Verbänden,etwa der Industrie- und Handelskammer oder Bankakademien sowie vonwissenschaftlichen Hochschulen und Fachhochschulen. Erziehung ist die soziale Interaktion zwischen Menschen mit dem Ziel,zu Erziehende (zumeist Kinder und Jugendliche) an gültigegesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen heranzuführensowie eine freie undunabhängige Persönlichkeit herauszubilden. Planvolles und zielgerichtetes Erzieheneines jungen Menschen berücksichtigt vor allem persönliche Eigenartendes zu Erziehenden und fördert die Entfaltung seiner Fähigkeiten.Dieser Soziali-sationsprozeß findet in der Familie und innerhalb desstaatlichen Bildungswesens statt und wird von vielen Umweltfaktorenbeeinflußt. Erziehungsziel ist neben der sozialen Eingliede-rung auch dieEntwicklung von Kritik- und Konfliktfähigkeit sowie die Fähigkeit, kreativan gesellschaftlichem Handeln teilzunehmen. Alle Erziehungsmodelle sindeiner ständigen Überprüfung durch prozessuale Veränderungengesellschaftlicher Konventionen unterworfen. Erziehung im engeren Sinne umfaßt dreiAufgaben: 1. Festlegung der Erziehungsziele, 2. Bereitstellen vonLernmöglichkeiten und 3. Bewertung und Kontrolle des Lernfortschritts. Erziehung als Heranführender Kinder an die Werte und die Kulturder Erwachsenen-welt gibt es sicher schon seit der Frühgeschichteder Menschheit, etwa durch religiöse Initia-tionsriten. Erziehungals organisierte Vermittlung von Bildungsinhalten gibt es seit derAnti-ke,in der durch mündliche Überlieferung und Privatunterricht Kindermeist reicher Familien u. a. in Philosophie, Wissenschaft und Staatslehreunterrichtet wurden. Im Mittelalter spielte in Europa die Kindererziehung keineeigenständige Rolle. Erst während der Renaissance und der Aufklärung,verstärkt auch im Biedermeier des 19. Jahrhunderts, erlangten Kindheit und Erziehungwieder einen neuen Stellenwert, der schließlich in der Formulierung vonAnsprüchen wie der “Allgemeinbildung” mündete. Diese Ansätze desfrühen 19. Jahrhunderts stellen die Grundlagen zur Formulierung vongesell-schaftlich bedeutsamen Erziehungszielen dar. Seit dieser Zeit spielen auch Schulenals weit-hin verfügbare und unter staatlicher Aufsicht stehende Bildungsinstitutionen die wichtigste Rolle. Die Theorie, die über die Darbietung von Lerninhalten Aussagen macht,ist die Di-daktik. Inhalte und Darstellung von Lerninhalten sindwesentliche Forschungsgebiete der Erziehungswissenschaften. Die Bewertung undKontrolle von Lernergebnissen ist zu einem Hauptinhalt derErziehungspsychologie geworden. Um gesellschaftliche und historische Formen der Erziehungbemühen sich verschiedene Teilgebiete der Soziologie. Spezielle Formender Erziehung, etwa bei körperlichen Behinderungen oderVerhaltensstörungen, sind Aufgaben der Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik. Eher pragmatische Ansätze im Sinne des amerikanischen Philosophenund Psycholo-gen William James versuchten durch die Identifikationelementarer Lernprozesse unmittel-bar meßbare Lernerfolge zu erreichen. Durcheine erweiterte Sicht in der modernen pädago-gischen Psychologierückten Erziehungsstile, soziale Bedingungen sowie die emotionalen undgeistigen Fähigkeiten des einzelnen wieder mehr in den Mittelpunkt, wenn es umdie Formulierung von Erziehungszielen, die Ermittlung optimaler Lernmethodenund geeignete Arten der Lernkontrolle ging. Verreter radikaler Ansätze,die zumeist tiefenpsychologisch motiviert sind, diskutieren heute, obErziehung nicht generell schädlich sei und knüpfen so wieder an Ideenvon Jean-Jacques Rousseau an. Sokrates ist ein griechischer Philosoph, der die AbendländischePhilosophie stark prägte, besonders in seiner Eigenschaft als Lehrer Platons.Sokrates wurde in Athen als Sohn desBildhauers Sophroniskos und derHebamme Phainarete geboren und erhielt eine klassische Ausbildung inLiteratur, Musik sowie Gymnastik, eignete sich Kenntnisse über Rhetorik undDialektik der Sophisten an und beschäftigte sich mit den Schriften dergriechi-schen Philosophen. Sokrates lehrte auf den öffentlichen Plätzen Athens,indem er Lehrdia-loge führte und durch seine Methode der Mäeutik(griechisch: Hebammenkunst), die Men-schen zur Wahrheit führte. Dahinter standdie Auffassung, daß jeder Mensch aufgrund sei-ner Vernunft dieWahrheit verborgen in sich trage, diese jedoch erst durch gezieltes Fragengeboren werden müsse. Sein Schüler Platon schilderte Sokrates als einenMenschen, der sein wahres Gesicht hinter dem Bekenntnis zur eigenenUnwissenheit verbarg; dessen Scharfsinn und Einfallsreichtum ihn jedoch befähigten,die Argumentation seines Gegen-übers mit Leichtigkeit zu durchschauen.Sokrates wird allgemein alsein Mann von kleiner Statur und unattraktivemAussehen beschrieben. Neben einem großen Maß an Selbstbeherr-schung soller eine große Schlagfertigkeit sowie einen ausgeprägten Sinn fürHumor beses-sen haben. Da Sokrates selbst seine Lehren nicht niederschrieb, geben ausschließlich die Schriften seiner Schüler Platon, Antisthenesund Xenophon Auskunft über seine Persön-lichkeit und Denkweise. Sokrates‘ Beitrag zur Philosophie liegt im wesentlichen im Bereichder Ethik. Seine Lehre basierte auf einem rein rationalen Verständnisvon Gerechtigkeit, Liebe, Tugend und der immer wieder beharrlich vonihm eingeforderten Selbsterkenntnis. Sokrates ging davon aus, daß alleLaster auf Unkenntnis, nicht aber auf absichtlicher Bösartigkeit beruhten.Tu-gend setzte er mit Erkenntnis gleich und vertrat die Auffassung, daßdiejenigen, die wissen, was recht ist, auch richtig (d. h. tugendhaft) handeln.Seine Logik legte großen Wert auf die rationale Auseinandersetzung undallgemeinen Definitionen, was insbesondere in den Schriften des Aristoteles zumAusdruck kommt, der ein Schüler Platons war. Der Schlüssel zum Werk Immanuel Kants, das das gesamte Spektrumder Philoso-phie erfaßt, ist in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft(1781) enthalten, in dem er die Grundlagen der menschlichen Erkenntnisuntersucht. In seiner Erkenntnistheorie unter-scheidet er zwischen analytischenund synthetischen Urteilen. Bei Aussagen wie “Die Ku-gel ist rund”ist das Prädikat bereits im Subje
Die höhere Schule hat die Aufgabe, die geistigen undmenschli-chen Qualitäten zu entwickeln ohne unmittelbare Brauchbarkeit desVermittelten. (Albert Einstein) 1. Wer ist Albert Einstein? 1.2 Biographie 2. Was ist Bildung? 2.2 Arten von Ausbildungen 2.3 Erklärung AHS und BHS 2.4 Universitätsreife 2.5 Allgemeinbildung 3. Berufsfortbildung 4. Erziehung 4.2 Begriffsabklärung 4.3 geschichtlich 4.4 Theorien zur Erziehung 5. Sokrates 6. Immanuel Kant 7. Sophisten 8. Welche geistigen Qualitäten soll die Schule vermitteln? 8.2 Probleme erfassen können 8.3 logisches Denken 8.4 Problemlösungsstrategien entwickeln 8.5 analytisches Denken 9. Welche menschlichen Qualitäten soll die Schulevermitteln? 9.2 Toleranz 9.3 Solidarität 9.4 staatsbürgerliche Erziehung 9.4.1. Republik 9.4.2. Demokratie 9.5 Aufhebung von Vorurteilen Albert Einstein (1879-1955) ist wohl der berühmteste Wissenschaftlerdes 20. Jahrhunderts. Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geborenund verbrachte seine Ju-gend in München. Er lernte erst mit dreiJahren sprechen, glänzte aber als Jugendlicher mit seinem Wissen überdie Natur sowie mit seiner Fähigkeit, schwierige mathematische Auffas-sungenzu verstehen. Einsteinhaßte die dumpfe Reglementierung und denphantasielosen Geist der Münchner Schule. Zwei gesellschaftlichen Bewegungen galtseine ganze Unterstüt-zung – dem Pazifismus und dem Zionismus. Im 1.Weltkrieg gehörte er zu den wenigen deut-schen Akademikern, die öffentlichgegen Deutschlands Verwicklung in den Krieg auftraten. Nach dem Kriegwar Einstein – durch seine öffentliche Befürwortung derpazifistischen und zionistischen Ziele – Angriffen antisemitischer undrechtsgerichteter Gruppen in Deutschland ausgesetzt. Auch seine wissenschaftlichenTheorien, besonders die Relativitätstheorie, wur-den öffentlichverspottet. Bildung, ein Prozeß, in dem sich das Individuum geistig undseelisch ausbildet bzw. seine Werte und Anlagen vervollkommnet (innere Bildung).Mit Bildung ist aber auch das Wissen gemeint, das sich ein Menschaneignet (Allgemeinbildung oder auch berufliche Bil-dung). Der BegriffBildung veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte von der “Lehre vomwahren Wesen des Menschen” (Humanitas) in Ciceros Über die Pflichten bis zuFriedrich Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen zueinem Bildungsbegriff, der mit Humanismus gleichgesetzt wurde. Diese Begrifflichkeit war mit der Pädagogik seit Ende des 18. Jahrhundertseng verbunden. Die moderne Pädagogik versteht heute unter Bildung u. a.“die Belehrung und authentische Erfahrungen ermöglichendeSelbstfindung und -bestimmung gegenüber dem Systemcharakter derGesellschaft”. Humanismus Humanismus (von lateinisch humanitas: Menschlichkeit), eine Haltung inder Philo-sophie, die die Würde und den Wert des Individuums betont. DerBegriff Humanismus wird meist als Bezeichnung für eine literarische undkulturelle Strömung verwendet, die im 14. und 15. Jahrhundert in ganzWesteuropa verbreitet war. Arten von Ausbildungen Die AHS hat hauptsächlich die Aufgabe, das Allgemeinwissen desSchülers zu fördern. Natürlich soll auch mit der Matura das Reifezeugnisabgelegt werden, das einen berechtigt, an einer Universitätzu studieren.Früher war das Gymnasium eine Männerdomäne. Allgemein-bildung ist dieBezeichnung für die grundlegenden Bildungsinhalte, die ein allgemeinbilden-desSchulsystem in möglichst großen Bevölkerungskreisen verbreiten undverankern soll. Dazu gehören Naturwissenschaften, Sprachen (genaue intensiveSprachausbildung in zwei lebenden Fremdsprachen und in Latein), Humanismus (Deutsch,Geschichte, Philosophie, Psychology), Musik und Bildnerische Erziehung. Diesefundierte Ausbildung ist zwar ausge-zeichnet, jedoch besitzen die Absolventendieser Schule zuwenig praxisorientiertes Wissen. Aus diesem Grund wurdendie Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) geschaffen. Die BHS gliedern sich in HAK, HTBL, HBLA und PAKI. DieseSchultypen verbinden Allgemeinbildung und Berufsausbildung. Man erwirbt die Berufsberechtigung und kann nach der Schule entweder einen Berufausüben oder an die Universität gehen und studieren. Jedoch muss einBasiswissen vorhanden sein, um ein Studium ablegen zu können. Universität ist die Bezeichnung für wissenschaftlicheHochschulen, an denen akade-mische Abschlüsse erworben werden können.Universitäten im heutigen Sinn entwickelten sich im Europa des Mittelalters. Jedoch gab es schonim Altertum im Nahen und Fernen Osten sowie in Europabedeutende Bildungsstätten, von denen einige noch heute existieren. In densiebziger Jahren etablierte sich die sogenannte Fernuniversität. IhrStudienmaterial wird im Fernsehen und Radio gesendet bzw. als Studienbriefe verschickt.Die erste Fer-nuniversität (Open University) wurde 1971 inGroßbritannien gegründet. Seitdem gibt es Fernuniversitäten in vielenLändern, einschließlich Indien und Südafrika. Die sechziger Jah-re des20. Jahrhunderts waren auch eine Zeit der Studentenunruhen. In den USAetwa wur-de gegen den Vietnamkrieg protestiert. Allgemeinbildung wird heute hauptsächlich in den Gymnasien gelehrt.Die heutige Diskussion beschäftigt sich vor allem mit der Frage, obangesichts der ständig wachsenden Flut technisch-wissenschaftlicher Erkenntnisseund des gesellschaftlichen Pluralismus noch allgemeingültige unddauerhafte Inhalte festgelegt werden können oder ob allgemeinbilden-de Schulen,wie Haupt-, Realschulen und Gymnasien, sich stärker auf die Vermittlungvon Grundfertigkeiten und allgemeiner Lernfähigkeit konzentrierensollten. Berufsfortbildung ist einSammelbegriff für alleBildungsmaßnahmen, die der be-rufsbezogenen Weiterbildung von Berufstätigen dienen. Die Berufsfortbildung gliedert sich in zwei wichtige Bereiche: DieErweiterung der Kenntnisse im ursprünglich erlerntenBeruf und der Erwerbvon Zusatzkenntnissen zur Eröffnung neuerBeschäftigungsmöglichkeiten. Eine Berufsfortbildung, die dazu dient, einen neuen Beruf zu erlernen, wirdals berufliche Umschulung bezeichnet. Durch die immer schnellere technisch-wissenschaftliche Ent-wicklung und die fortschreitende Rationalisierung der Arbeitsabläufe in den traditionellen Industriebereichen, wie Bergbau, Stahlerzeugung undTextilherstellung, kommen immer weniger Erwerbstätige ein ganzes Berufsleben lang mitden Fertigkeiten aus, die sie in der Berufsausbildung erworben haben.Zudem entstehen ständig neue Tätigkeitsfelder, während alteBerufsbereiche entfallen. Derzeit erneuert sich das technische Wissen einesArbeitsge-biets etwa alle fünf bis sieben Jahre. Während eines Berufslebens kommtes daher immer öfter zu Stellen- und Berufswechseln. Dies erfordert vomArbeitnehmer eine ständige Wei-terqualifizierung und ein Lernen auch nach derSchul- und Ausbildungszeit, ein “lebenslan-ges Lernen”.Berufsfortbildungen werden zumeist von den Firmen selbst angeboten: In Kursen, Seminarenoder berufsbegleitenden Trainingsprogrammen können berufsbezogeneKenntnisse und Fertigkeiten vertieft und erweitert werden. Ein Großteil der Kostenfür be-rufliche Fortbildung bringen daher die Wirtschaftsunternehmen selbstauf. Typische be-triebliche Weiterbildungen sind die sogenannten Stufenausbildungen, in denen nach dem er-sten – meist zwei-oder zweieinhalbjährigen – Ausbildungsabschnitt in ein oder zweiweite-ren Ausbildungsjahren eine bessere Position erreicht werden kann; einBeispiel ist die Fort-bildung vom Speditionskaufmann zum Verkehrswirt. In denletzten Jahren steigt der Anteil der privaten Ausgaben für Berufsfortbildung,vor allem zur Sicherung des eigenen Arbeits-platzes und um diepersönlichen Berufsaussichten zu verbessern. Privat angestrebteBerufs-fortbildungen umfassen eine Vielzahl von Kursen, Lehrgängen undberufsbegleitenden Ausbildungen. Kurzlehrgänge befassen sich mit berufsbezogenenEinzelthemen wie Ver-kaufstraining, Präsentationstechniken oder Sprachkursen.Umfassende Weiterbildungen können bis zu vier Jahren dauern, etwa dieWeiterbildung zum Handwerksmeister, zum Techniker oder Fachwirt. Berufsfortbildungenwerden angeboten von privaten Bildungsein-richtungen wie Sprachschulen, Kaufmännischen oder Handelsschulen, privaten Berufsaka-demien,öffentlichen Einrichtungen – z. B. Volkshochschulen, Akademien von Verbänden,etwa der Industrie- und Handelskammer oder Bankakademien sowie vonwissenschaftlichen Hochschulen und Fachhochschulen. Erziehung ist die soziale Interaktion zwischen Menschen mit dem Ziel,zu Erziehende (zumeist Kinder und Jugendliche) an gültigegesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen heranzuführensowie eine freie undunabhängige Persönlichkeit herauszubilden. Planvolles und zielgerichtetes Erzieheneines jungen Menschen berücksichtigt vor allem persönliche Eigenartendes zu Erziehenden und fördert die Entfaltung seiner Fähigkeiten.Dieser Soziali-sationsprozeß findet in der Familie und innerhalb desstaatlichen Bildungswesens statt und wird von vielen Umweltfaktorenbeeinflußt. Erziehungsziel ist neben der sozialen Eingliede-rung auch dieEntwicklung von Kritik- und Konfliktfähigkeit sowie die Fähigkeit, kreativan gesellschaftlichem Handeln teilzunehmen. Alle Erziehungsmodelle sindeiner ständigen Überprüfung durch prozessuale Veränderungengesellschaftlicher Konventionen unterworfen. Erziehung im engeren Sinne umfaßt dreiAufgaben: 1. Festlegung der Erziehungsziele, 2. Bereitstellen vonLernmöglichkeiten und 3. Bewertung und Kontrolle des Lernfortschritts. Erziehung als Heranführender Kinder an die Werte und die Kulturder Erwachsenen-welt gibt es sicher schon seit der Frühgeschichteder Menschheit, etwa durch religiöse Initia-tionsriten. Erziehungals organisierte Vermittlung von Bildungsinhalten gibt es seit derAnti-ke,in der durch mündliche Überlieferung und Privatunterricht Kindermeist reicher Familien u. a. in Philosophie, Wissenschaft und Staatslehreunterrichtet wurden. Im Mittelalter spielte in Europa die Kindererziehung keineeigenständige Rolle. Erst während der Renaissance und der Aufklärung,verstärkt auch im Biedermeier des 19. Jahrhunderts, erlangten Kindheit und Erziehungwieder einen neuen Stellenwert, der schließlich in der Formulierung vonAnsprüchen wie der “Allgemeinbildung” mündete. Diese Ansätze desfrühen 19. Jahrhunderts stellen die Grundlagen zur Formulierung vongesell-schaftlich bedeutsamen Erziehungszielen dar. Seit dieser Zeit spielen auch Schulenals weit-hin verfügbare und unter staatlicher Aufsicht stehende Bildungsinstitutionen die wichtigste Rolle. Die Theorie, die über die Darbietung von Lerninhalten Aussagen macht,ist die Di-daktik. Inhalte und Darstellung von Lerninhalten sindwesentliche Forschungsgebiete der Erziehungswissenschaften. Die Bewertung undKontrolle von Lernergebnissen ist zu einem Hauptinhalt derErziehungspsychologie geworden. Um gesellschaftliche und historische Formen der Erziehungbemühen sich verschiedene Teilgebiete der Soziologie. Spezielle Formender Erziehung, etwa bei körperlichen Behinderungen oderVerhaltensstörungen, sind Aufgaben der Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik. Eher pragmatische Ansätze im Sinne des amerikanischen Philosophenund Psycholo-gen William James versuchten durch die Identifikationelementarer Lernprozesse unmittel-bar meßbare Lernerfolge zu erreichen. Durcheine erweiterte Sicht in der modernen pädago-gischen Psychologierückten Erziehungsstile, soziale Bedingungen sowie die emotionalen undgeistigen Fähigkeiten des einzelnen wieder mehr in den Mittelpunkt, wenn es umdie Formulierung von Erziehungszielen, die Ermittlung optimaler Lernmethodenund geeignete Arten der Lernkontrolle ging. Verreter radikaler Ansätze,die zumeist tiefenpsychologisch motiviert sind, diskutieren heute, obErziehung nicht generell schädlich sei und knüpfen so wieder an Ideenvon Jean-Jacques Rousseau an. Sokrates ist ein griechischer Philosoph, der die AbendländischePhilosophie stark prägte, besonders in seiner Eigenschaft als Lehrer Platons.Sokrates wurde in Athen als Sohn desBildhauers Sophroniskos und derHebamme Phainarete geboren und erhielt eine klassische Ausbildung inLiteratur, Musik sowie Gymnastik, eignete sich Kenntnisse über Rhetorik undDialektik der Sophisten an und beschäftigte sich mit den Schriften dergriechi-schen Philosophen. Sokrates lehrte auf den öffentlichen Plätzen Athens,indem er Lehrdia-loge führte und durch seine Methode der Mäeutik(griechisch: Hebammenkunst), die Men-schen zur Wahrheit führte. Dahinter standdie Auffassung, daß jeder Mensch aufgrund sei-ner Vernunft dieWahrheit verborgen in sich trage, diese jedoch erst durch gezieltes Fragengeboren werden müsse. Sein Schüler Platon schilderte Sokrates als einenMenschen, der sein wahres Gesicht hinter dem Bekenntnis zur eigenenUnwissenheit verbarg; dessen Scharfsinn und Einfallsreichtum ihn jedoch befähigten,die Argumentation seines Gegen-übers mit Leichtigkeit zu durchschauen.Sokrates wird allgemein alsein Mann von kleiner Statur und unattraktivemAussehen beschrieben. Neben einem großen Maß an Selbstbeherr-schung soller eine große Schlagfertigkeit sowie einen ausgeprägten Sinn fürHumor beses-sen haben. Da Sokrates selbst seine Lehren nicht niederschrieb, geben ausschließlich die Schriften seiner Schüler Platon, Antisthenesund Xenophon Auskunft über seine Persön-lichkeit und Denkweise. Sokrates‘ Beitrag zur Philosophie liegt im wesentlichen im Bereichder Ethik. Seine Lehre basierte auf einem rein rationalen Verständnisvon Gerechtigkeit, Liebe, Tugend und der immer wieder beharrlich vonihm eingeforderten Selbsterkenntnis. Sokrates ging davon aus, daß alleLaster auf Unkenntnis, nicht aber auf absichtlicher Bösartigkeit beruhten.Tu-gend setzte er mit Erkenntnis gleich und vertrat die Auffassung, daßdiejenigen, die wissen, was recht ist, auch richtig (d. h. tugendhaft) handeln.Seine Logik legte großen Wert auf die rationale Auseinandersetzung undallgemeinen Definitionen, was insbesondere in den Schriften des Aristoteles zumAusdruck kommt, der ein Schüler Platons war. Der Schlüssel zum Werk Immanuel Kants, das das gesamte Spektrumder Philoso-phie erfaßt, ist in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft(1781) enthalten, in dem er die Grundlagen der menschlichen Erkenntnisuntersucht. In seiner Erkenntnistheorie unter-scheidet er zwischen analytischenund synthetischen Urteilen. Bei Aussagen wie “Die Ku-gel ist rund”ist das Prädikat bereits im Subjektbegriff enthalten. Es handelt sich daherum analytische Urteile, da die Wahrheit aus der Analyse des Begriffsselbst abgeleitet wird, oh-ne daß weitere Erfahrungen hinzutretenmüssen. Anders verhält es sich mit den syntheti-schen Urteilen, die nicht durchreine Analyse abgeleitet werden können. Ein Beispiel hierfür ist dieAussage “Die Kugel ist rot”. Das Prädikat ist nicht im Subjektbegriffenthalten, son-dern muß erst hinzugefügt werden, was eine besondere Erfahrungvoraussetzt. Alle allge-meingültigen Sätze, die aus der Erfahrung gewonnen werden,sind danach synthetisch. Ausgehend von der Auffassung, daß Wahrheit und Moral imwesentlichen relative Begriffe seien, die jeweils im Dienst persönlicherInteressen stünden, betrieben die Sophi-sten die Kunst der eristischen Dialektik,deren Ziel in der Überredung von Dialogpartnern zugunsten des Rednersbestand. Daher legten sie Wert auf Rhetorik und vermittelten ihren Schülernnützliche Kenntnisse für ein erfolgreiches Leben, insbesondere fürden öffentlich-politischen Erfolg. Mit dieser Position wurde das Werteverständnis der griechischen Gesell-schaft, das auf demPrinzip überindividueller Tugenden basierte, nachhaltig erschüttert. DieSophisten fanden zeitweilig Anerkennung unter ihren Zeitgenossen, besonders inAthen. Je-doch brachte ihnen ihre Einstellung zu Wahrheit und Moral heftigeKritik ein. Sokrates, Platon und Aristoteles stellten die philosophischeGrundlage der sophistischen Lehren in Frage. Vor allem Platon verurteiltedie Tatsache, daß die Sophisten für ihren Unterricht Geldverlangten. In seinen sokratischen Dialogen werden immer wieder damals namhafte Sophistenvon Sokrates im Rededuell deklassiert. Sokrates, der der eristischen (überreden-den) Dialektik der Sophisten seine dialogische(überzeugende) Dialektik entgegenstellte, wurde später von dem griechischenDramatiker Aristophanes selbst als Sophist dargestellt. Als solcher wurde derauch wegen Jugendverführung voneinem Gericht in Athen zum Tode verurteilt.Als Folge dieser Kritik hat der Begriff Sophist eine negativeBedeutung ange-nommen, die noch heute etwa im Begriff Sophisterei zu spüren ist,mit dem man seinem Gegner Scheinwissen attestiert. Zu den führendenVertretern der griechischen Sophistik zählten Protagoras und Gorgias, denenPlaton jeweils einen sokratischen Dialog widmete. Welche geistigen Qualitäten soll die Schule vermitteln? In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist das Erfassen von Problemensehr wichtig, denn ohne das Verstehen eines Problems ist es nichtmöglich Problemlösungsstrategien zu ent-wickeln. Beispielsweise wirdbei Einstellungsgesprächen verlangt, logisches Denken zu zei-gen. ImBerufsleben muss man Probleme erkennen und analysieren können, um sie zulösen. Ein wichtiger Punkt, der oft völlig vernachlässigt wird, istEigenverantwortung übernehmen zu können.Man muss bei selbstgemachte Fehlern dasnötige Selbstbewußtsein haben, die Fehler einzugestehen. Die Schule hat vonAnfang an die Aufgabe diese Qualitäten zu entwik-keln und zufördern. Welche menschlichen Qualitäten soll die Schule vermitteln? Toleranz kommt von lateinisch tolerare: ertragen, aushalten und toles:die Last und bedeutet das Geltenlassen anderer Weltanschauungen,Religionen, Lebensentwürfe und Überzeugungen. In den Grund- undMenschenrechten ist das Toleranzgebot in der Form von Gedanken-, Glaubens- undGewissensfreiheit normiert. Diese Grundfreiheiten sind die unbedingte Voraussetzung füreine demokratische und humane Gesellschaft. Angesichts desbeunruhigenden Anstiegs von Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeiterklärte die UNESCO das Jahr 1995 zum “Jahr der Toleranz”. Mit der Erziehungzur Toleranz sollte bereits im Volksschulalter begonnen werden. Solidarität bedeutet, dass man zusammenhält, füreinandereinsteht und für die Mitmen-schen da ist wenn man gebraucht wird. Doch nicht nurfür gemeinsame Interessen sollte man sich einsetzen, man sollte auchEngagement zeigen, wenn es andere Menschen schlecht geht und wir ihnen helfenkönnten. Solidarität kann man im Umgang mit den Mitmenschen oder beider Spendenbereitschaft zeigen. Ebenso wie mit der Erziehung zu Toleranzsollte mit der Erziehung zu Solidarität so früh wie möglichbegonnen werden. Das Aufheben von Vorurteilen sollte ebenfalls eines der Hauptanliegender Schule und damit ihrer Lehrer sein. Jeder von uns hat Vorurteile. Ichdenke nicht, dass es einen Men-schen gibt, der völlig unbelastet ist. Dochunser Ziel muss sein, diese Schranken so weit wie möglich zu überwindenum ein friedliches Miteinander zu garantieren. Vorurteile hat man gegenMenschen, die sich anders kleiden, die anders aussehen, die andere religiöseAnsichten haben, die andere sexuelle Neigungen haben oder überhaupt Menschen,die man noch nicht kennt und die anders sind als man selbst.
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