|
|
Der Islam
|
|
Fachbereich: |
Religion
|
|
Woerter |
1400
|
|
Kurzbeschreibung |
Der ISLAM I) Allgemeines: Der Islam ist eine der fünf großen Weltreligionen. Derzeit bekennen sich ca. 600 Millionen Menschen zum Islam. Er ist heute die einzige der großen Weltreligionen, deren Anhänger sich stä...
|
|
|
|
|
|
Der Islam
r>1 Beg riffsklä rung«Angst» so heißt es im DeutschenWö rte rbuch von J. und W. G rimm « ist nicht blosz mutlosigkeit, sonde rnquälende so rge, zweifelnde r, beengende r zustand übe rhaupt» r>Mit diese r Beg riffsbestimmung sind be reits d reiwesentliche Sachve rhalte angesp rochen: r>Die subjektive Gefühlsqualität ( quälendeSo rge )De r objektive Sachve rhalt ( beengende r Zustand)Die da raus resultie rende Folge ( meh r als Mutlosigkeit) r>Def.: Be rtelsmann Lexikon r>1.1 Angst:Unbestimmtes, oft g rundloses Gefühl desBed rohtseins. In de r Psychoanalyse wi rd Angst als T rennungsangst (desSäuglings von de r Mutte r) bestimmt. Angst kann – wie ande re Affekte– ins Gegenteil umschlagen, z. B. in Agg ression. Angst wi rd auch als ein»Gefah renschutzinstinkt« e rklä rt. Bei de r Mannigfaltigkeit de rAngstzustände, von de r schleichenden bis zur panischen Angst ist eineeindeutige E rklä rung alle r Phänomene de r Angst nichtmöglich. r>Angst: (Päd. Lexikon Bd. 1 )r>Lat. Angustiae ENGE ; ahd. angust r>Vitales, ve rschieden g raduie rtes G rundgefühl,be ruhend auf Instinktabschwächung, aus unbewußte r Tiefe aufsteigend.Angst befällt den Menschen. r>Kö rpe rliche Begleite rscheinungen : Atemnot,He rzklopfen, Pulsbeschleunigung, Zitte rn, E r röten, Schwitzen, Ha rnd rang,Du rchfälle etc. Positive Angst ( K retschme r) im Sinne de r Abweh r sowie beimGegenang riff. ( A. beflügelt ) r>1.2 Fu rcht: Im Unte rschied zu r Angst ist die Fu rcht objektbezogen ,die sich auf eine bestimmte Bed rohung bezieht, de r du rch Flucht ode r Agg ressionbzw. du rch Gegenweh r begegnet we rden kann. Die Gefah r wi rd als Bed rohungaufgefaßt. r>1.3 Ängstlichkeit:Übe rdaue rnde Be reitschaft, Situationen alsangstauslösend zu e rleben und entsp rechend zu reagie ren. Ängstliche rMensch hat eine sta rke Ve ranlagung ode r Neigung Angst zuempfinden. r>1.4 Phobie, zwanghaft auft retende, unbeg ründete Fu rcht vo rSituationen und Objekten; z. B. r>Platzangst : r>Ago raphobie, k rankhafte r Angstzustand beimÜbe rsch reiten f reie rPlätze. r>Claust rophobie : die k rankhafte Angst, sich ingeschlossenen Räumen aufzuhalten. r>Phobophobie: Angst vo r Eint ritt derAngst; r>Aviaphobie: Flugangst r>Schulphobie; r>Tie rphobie; r>2 Entwicklungspsychologische SichtLaut B ridges (NOVAK/FINSTER) t ritt Angst schon nach dem6.Monat auf. Im e rsten Lebensjah r scheinen plötzliche laute Ge räusche,Schme rz, das Gefühl zu fallen Blitze und Schatten angebo rene Reize fü rAngst zu sein. Als “lebense rhaltende” Reaktion sch reit das Kind,wendet sein Gesicht ab und klamme rt sich an die Mutte r. r>Mit de r Ve rg röße rung desWah rnehmungsbe reiches e rgeben sich auch zusätzliche Angst reize.Im zweitenLebensjah r kommen die Angst vo r de r Dunkelheit und dem Alleinsein, die Angst vo rAlpt räumen, Räube rn und Tod, die Angst vo r Tie ren und die Angst vo runbekannten Objekten, Situationen und Pe rsonen hinzu. .Die Reaktionen sind auchhie r Sch reien, Anklamme rn an Bezugs-pe rsonen, Abwenden, Weglaufen, Suchen nachSiche rheit und sp rachliche Mitteilung. r>Im zweiten bis d ritten Jah r nimmt die Angst vo rDunkelheit, dem Alleinsein, den Alpt räumen, den Räube rn, dem Tod, denTie ren, dem Blitz und den Schatten zu, wäh rend die Angst vo r Fallen ausg roße r Höhe, vo r Schme rz, unbekannten Objekten, lautenGe räuschen und Lä rm steigt. Das Kind zeigt nun ein gezieltes Ve rmeidende r Angst reize und Unte rd rücken de r Angst reaktion; es gibt vo r, keine Angstzu haben, - obwohl sein mimische r Ausd ruck seine Gefühle ve r rät.Imvie rten bis fünften Lebensjah r zeigen Kinde r Angst bei Anzeichen de r Fu rchtbei ande ren, bei Bed rohung, Ve rletzung, Unfall und Feue r. Die Angst beiDunkelheit, bei Alleinsein, vo r Alpträumen, Tod und Schme rz nimmt weite rzu. Die Angst vo r Blitz, Schatten, unbekannten Objekten, Situationen undPe rsonen, vo r lauten Ge räuschen und Lä rm dagegen nimmt ab.ImVo rschulalte r kommt es manchmal zu einem plötzlichen Auft reten vonGefühlen, die jedoch nu r eine ku rze Daue r haben. Dafü räuße rn sie sich mit volle r Intensität. Die Gefühle wechselnaufg rund de r e rst folgenden Entwicklung eine r zent ralen Steue rungsinstanz(=Integ ration) inne rhalb von Minuten. r>Die Entwicklung de r .Ängste findethauptsächlich in den e rsten Lebensjah ren statt, doch jede Entwicklungsphasehat ih re eigenen Ängste, ganz besonde rs Jugendliche leiden da runte r.Hie rsollen einige jugendspezifische Ängste genannt we rden(van de r VEER/de VIT,1982): r>Angst vo rZu rückweisung du rch Gleichalt rige.Angst vo r dem Altwe rden,denn alt wi rd mit unp roduktiv und unb rauchba r gleichgesetzt.Angst vo r de r völligenSelbständigkeit, was hieße, Ve rantwo rtung zu t ragen, alles selbst zutun.Angst davo r, ebensoste reotyp wie manche E rwachsene zu we rden.Angst nicht meh r so sein zudü rfen, wie man will, weil ein bestimmtes Ve rhalten ve rlangtwi rd.Angst vo r Anfo rde rungen;vo r allem ihnen nicht zu genügen. r>3 Psychoanalytische Theo rie von F reud ( Instanzenleh re )Eine besonde re Konzeption des Ich ( Ve rstand )istin de r Psychoanalyse gegeben. Das Ich ist hie r ein Funktionssystem, in dembewußte und unbewußte Regungenzusammenlaufen. Es steht zwischen demEs und dem Übe r - Ich. r>Es, ( Kö rpe rlichkeit ) in de r Psychoanalysede r unbewußte, t riebhafte Teil de r Pe rsönlichkeit. r>Übe r - Ich, ( Gewissen, mo ralischeInstanz )nach S. F reud eine psychische Kont rollinstanz des Ich, die sich ausde r Ve rinne rlichung zunächst de r elte rlichen, dann de r gesellschaftlichenFo rde rungen, Ve rbote und No rmen bildet. r>FREUD : Zu e rsten Angste rfah rungen kommt es bei de rGebu rt. Das Neugebo rene kommt aus de r geschützten Lage im Ute rus mitautomatische r Bedü rfnisbef riedigung in eine Situation de r Spannung, weil esglauben muß, seine ES - Bedü rfnisse könnten ungestillt bleiben.Die Wah rnehmung de r Abwesenheit de r Mutte r füh rt zu r r>3.1 P rämä rangst :(Hilflosigkeit und ausgeliefe rt sein an die Umwelt wi rdspü rba r). r>3.2 Realangst: da rauf reagie rt das ICH mit deutlich identifizie rba ren,bestimmten U rsachen in de r Außenwelt - es gilt als ve rnünftig,wi rklichkeitsangepaßte Realangst zu empfinden. r>3.3 Neu rotische Angst: in späte ren Leben steht das ES unte r de r Kont rolledes ICH und das ÜBER-ICH wi rd nu r selten eine Bed rohung. Gibt es jedoch nu rES -Impulse - agg ressive und sexuelle Handlungen - d roht das ES, das ICH du rchdas ständige Ausbleiben sozial unannehmba re r Impulse zuübe rwältigen. r>3.4 Mo ralische Angst: b ringt Schuld- und Schamgefühle mit sich > dasUBER-ICH kann zum Wide rsache r des ICHs we rden. Bei And rohung schwe re r St rafekommt es nicht nu r zu ES - Gedanken, sonde rn auch zu ES -Äuße rungen. r>Abweh rmechanismen sind unbewußteMaßstäbe, die de r Mensch zu r Abweh r unangenehme r Situationenentwickelt bzw. Steue rungsmechanismenzu r He rstellung und Beibehaltung desseelischen Gleichgewichts in de r menschlichen Psyche, die dieselben Funktionenhaben wie die Abweh rmechanismen des Kö rpe rs gegenK rankheiten. r>3.5 F reud nennt neun Abweh rmechanismen de r Angst:1. Ve rd rängung :Unte rbewußtsein - istbei jede r Gelegenheit da ( P roblem übe r lange Zeit bis es übe rschwappt) seelische Vo rgänge nicht bewußt,abe r sie sind da we rdenve rd rängt psychopathische Anfälle. r>2. Ve rleugnung: Ableugnung eines unangenehmen,angstbesetzten Be reiches de r Wi rklichkeit. Sich eine r wunsche rfüllendenPhantasie bedienen (mich t rifft es nicht ) – ist auch beikö rpe rlichen Schme rzen möglich r>3. Ve rmeidung: bewußt Situationen ve rmeiden( z.B.: Flugangst ) r>4. P rojektion: Übe rt ragung vonCha rakte rzügen auf ande re – Gedanken, Meinungen r>5. Reg ression: Rückfall in Ve rhaltensweiseneine r f rühe ren Entwicklungsstufe Kind – Stufe eines Babys –macht wiede r in Windeln. E rwachsene – stellen sich hilflos, um Zuwendungzu bekommen. r>6. Fixie rung: ein bestimmte r Aspekt de rPe rsönlichkeit ve rkümme rt – Unzulänglichkeit wi rd in denVo rde rg rund gestellt – (Du rchkommen ohne Best rafung) r>7. Somatisie rung: ( soma = Kö rpe r ) Fluchtin K rankheit bei seelische r Belastung – Angst füh rt zu Bauchweh (Kind vo r Schula rbeit ) r>8. Reaktionsbildung: Angstbesetzte Impulseumgehen und so genau das Gegenteil bewi rken. r>9. Sublimie rung: Bestimmte T riebe we rden insoziales Ve rhalten umgewandelt. z.B.: Man ißt fü r sein Leben ge rn undve ranstaltet ein Buffet dessen Reine rlös fü r a rme Kinde r in Af rikagespendet wi rd. r>z.B.: Angst allein zu sein, gehe dahe r mit Kinde rg ruppespazie ren r>Diese Abweh rmechanismen ve rhinde rn, daß Menschpsychischen Ängsten ausgeliefe rt ist. r>4 Angsttheo rien4.1 LAZARUS: Kognitive Theo rie - beschäftigt sich mit de rBewältigung (coping) von St reßsituationen. D reiEinschätzungsp rozesse: r>Die subjektive Wah rnehmungeine r Bed rohung, die sogenannte Antizipation, hängt vom Reiz und vomAusp rägungsg rad de r Ängstlichkeit ab. Schüle r mit g roße rLeistungsängstlichkeit schätzen Schulsituationen ehe r als belastendein als Schüle r, die sich be reits Angstbewältigungsst rategienzu rechtgelegt haben. r>DieBewältigungsst rategien dienen de r Gefah renbeseitigung. Dazu zählenKampf, Flucht, in de r schulischen Situation etwa Selbstbe ruhigung, Negation de rBed rohung, Umdeutung von Reizen, gezielte - Auswahl soziale r Ve rgleiche,etc. r>Dies alles füh rtletztlich zu eine r Neueinschätzung de r Situation und damit zum Ende de rAngst ode r zu noch g röße re r Angst. Es findet zue rst ein gedanklichesHin- und He rübe rlegen statt, ehe sich eine Emotionhe rausk ristallisie rt. r>4.2 SCHACHTER:Kognitive physiologischeEmotionstheo rie: r>Geht davon aus, daß Emotionen von Kognitionen undkö rpe rlichen E r regungen abhängig sind und beides zusammen einenGefühlszustand e rgibt. Nach de r Wah rnehmung eine r E r regung begibt sich de rBet roffene auf die Suche nach Hinweisen fü r eine E rklä rung diese rSituation. Findet e r keine, wi rd Info rmation aus de r jeweiligen Situation zu rU rsachene rklä rung he rangezogen: Wah rgenommenes wi rd also sofo rtinte rp retie rt. Ist eine E rklä rung fü r die E r regung vo rhanden, istkeine Suche meh r nötig. So nimmt de r Mensch laut SCHACHTER zue rst eineangstmachende Situation wah r und reagie rt dann e rst mit Angst. Somit gehenkognitive P rozesse de r E r regung vo raus und bestimmen die A rt und Weise de rE rlebnisqualität. r>4.3 LIEBHARTAtt ributionstheo rie: Sie besagt, daß eine realitätsunabhängige Wah rnehmung von E r regungen eine E r regung bewi rkt.Nun sucht de r Bet roffene nach eine r E rklä rung, entscheidet sich fü reinen Kausalfakto r (Att ribution) und wendet sich diese r ve rmeintlichen U rsachede r Er regung zu. Bedingungen sind u.a. Kontextinfo rmationen, um de r U rsachefü r die E r regung nachgehen zu können, ein plausible rKausalzusammenhang (etwa kausale Schemata) und die Motivation, eineE rklä rung zu suchen. r>4.4 Le rntheo retische r Ansatz:John B. Watson - Ve rsuch mit "LittleAlbe rt" r>Angst wa rnt vo r schädlichen E reignissen (z.B. Kindg reift auf den Ofen), abe r gegen konditionie rte Reaktionen sind wi r oftmachtlos, denn konditionie rte E rwa rtungsangst bleibt auch wenn de rVe rstandweiß, daß keine Angst d roht. r>AllgemeineÄngste r> r>I. r>Angst vo r Pe rsonen: Ä rzte, Ve rb reche r, Polizisten u.a.;Angst vo r Tie ren: Hunde, Katzen, Spinnen u.a.;Angst in/vo r de r Schule: Zensu ren, Leh re r u.a.;Angst in/vo r de r Dunkelheit und beim Alleinsein: dunkleO rte und Situationen des Alleinseins u. a.;Angstvo r O rten und Situationen, in denen schon einmal real Angst e rfah ren wu rde: Kelle r, K rankenhaus, Wald, Ve rkeh r, St reite reien u.a.;II. r>Angst vo r Natu rgewalten und Katast rophen: Gewitte r,Feue r, Übe rschwemmung, Stü rme u. a.;Angst vo r K rankheiten: Schme rzen, Ve rletzungen,Unfällen, Ope rationen u.a.Angst vo r St rafen: Liebesentzug, Tadel, Ve rbote,D rohungen, P rügelu.a.Ill. r>Angst vo r K rieg und Tod: Ve rlust des eigenen Ich sowieVe rlust von Pa rtne rAngst vo r Phantasiegestalten: fiktive Dinge und Wesen(Hexen, Zaube re r King Kong u. a.);Angst vo r, in und nach bestimmten T räumen:Ve rfolgungst räume, Todest räume u. a.;Angst vo r de r Zukunft: be rufliche Existenz, Pa rtne rwahl,dem Leben übe rhaupt u. a.;Angst um etwas Bestimmtes: geliebte Pe rsonen, Tie re,Objekte u. a.;Religiöse Angst: vo r Gott, de r Hölle, de rSünde u. a. r>4.5 SCHÜLERÄNGSTEDie Schullaufbahnangst: Angst vo r schlechten Zensu ren,dem Sitzenbleiben, dem d ropping out und dem Schulve rsagen;die Le rn- und Leistungsangst: Angst, etwas nicht le rnenode r leisten zu können, nicht zu beg reifen, übe rfo rde rt zu sein, inP rüfungen zu ve rsagen;die Stigmatisie rungsangst: Angst, vo r dem Leh re r und denMitschüle rn bloßgestellt zu we rden, sich läche rlich zu machen,P restige zu ve rlie ren, als »dumm<<, »faul« ode r»schlecht« zu gelten;die T rennungsangst: Angst allein zu sein, sich (z. B. vonzu Hause) t rennen zu müssen, auf sonstige Hilfen, Pe rsonen undZusprüche ve rzichten zu müssen bzw. einen bed rohlichen Ve rlust zue rleiden;die St rafangst: Angst vo r Liebesentzug, Tadel, Strafen,Unge rechtigkeiten, Rep ressalien;die Pe rsonenangst: Angst vo r bestimmten Pe rsonen, z. B.vo r dem Rekto r, einem Leh re r, einem Mitschüle r ode r eine r ganzenClique;die Konfliktangst: Angst vo r bestimmten Konflikten, etwasich auflehnen zu wollen, abe r nicht mucken zu dü rfen, ode r imGest rüpp de r d rei Leh rplanst rategien (offizielle r, ideale r und geheime rLeh rplan) hin- und he rge rissen zu sein;die Institutionsangst: Angst vo r de r Schule alsInstitution, in de r hie ra rchische He r rschaftsst ruktu ren walten, de renG röße und Unübe rschauba rkeit den einzelnen anonymisie ren bzw wiein einem übe rfüllten Rattenkäfig agg ressiv aufladen;die neu rotische Angst: Angst vo r de r Angst die auf einenzukommt und phobische Zustände he rvo r ruft, sowie Ängste, die sichpsychosomatisch, dep ressiv ode r zwanghaftäuße rn. r>4.6 LEHRERÄNGSTEDie Ve rsagungsangst: Angst, den Stoff nicht genügendzu behe r rschen, Fehle r zu machen, mit E rziehungsschwie rigkeiten übe rfo rde rtzu sein usw.;die Konfliktangst: Angst, sich weh ren zu wollen, abe rsich ducken zu müsse ode r die »F ragwü rdigkeit de rZensu rengebung« (Ingenkamp 31972) fü r e rwiesezu halten, jedochgezwungen zusein, wide r besse ren Wissens Noten e rteile zumüssen;die He r rschaftsangst: Angst vo r Vo rgesetzten,einfluß reichen Elte rn, de r Schul (aufsichts)hie ra rchie mit all ih ren oftve rbo rgenen Unte rd rückungsmechanisme r vo r "ty rannischen« Schüle rnusw.;die unbewußte Angst: Angst vo r de r eigenenEmotionalitätund T riebhaftigkeit also z. B. vo r ve rd rängtenagg ressiven ode r sexuellen Impulsen, vo r zä rtliche r Sympathiengegenübe r bestimmten Schüle rn und den sie umgebenden Tabusdie Existenzangst: Angst, keine Anstellung ode rWeite rbeschäftigung zu finden ode r auch wegen bestimmte r politisch -pädagogische r Übe rzeugungen als »Radikale r« diffamie rt zuwe rden;die T rennungsangst: Angst, von Kollegen,Ve rbündeten, de r Wissenschaft usw. übe r ku rz ode r lang im Stichgelassen zu we rden, allein und von sonstigen Hilfen (auch emotional –familiä re r A rt) abgeschnitten zu sein;die Pe rsonenangst: Angst vo r ganz bestimmten Pe rsonen, z.B. vo r einem Schüle r, einem Kollegen, dem Rekto r ode r Schul rat, wobei realeBed rohungen e rfah ren we rden, abe r auch übe rt ragene bzw. p rojizie rte inne reÄngste, die lediglich an bestimmten » reizvollen« Pe rsonenfestgemacht we rden;die St rafangst: Angst vo r Sympathieve rlust, Sticheleien,Unge rechtigkeiten, Schikanen,Rep ressalien, schlechte r Beu rteilung usw., gegendie sich zu weh ren selbstschädigend ist;die neu rotische Angst: Angst vo r de rAngst, die auf einenzukommt und oft phobische Zustände bzw. zwanghafte, dep ressive ode r auchkonve rsionsspezifische (psychosomatische) Symptomehe rvo r ruft. r>4.7 SOZIALE ÄNGSTEPa rtne rschaftliche Ängste: Angst vo r de r Nähe,Fe rne, Ve rände rungenfamiliä re Ängste: z. B. in neu rotischenFamilien vom Typ des angstneu rotischen, pa ranoiden ode r hyste rischen Setting,abe r auch “no rmale” Ängste in mode rnen Kleinfamilien, denenimme r meh r Handlungsspiel räume genommen we rden bzw.die in wachsendemMaße ih re Dysfunktionalität gegenübe r de r Gesamtgesellschaftdu rch die Delegie rung wichtige r Funktionen an ande re Subsysteme zu behebent rachten;be rufliche Ängste: in Gestalt von He r rschaftsangst,Isolationsangst, Ve rlustangst und O rientie rungsangst. r>4. medial ve rmittelte Ängste: sie be rüh ren unsund vo r allem unse re Kinde r in eine r viel zu g roßen Dosis unddehumanisie ren unse re Beziehungen; r>existentielle Ängste: Angst vo r neuen Bed rohungen(geschaffene ode r zumindest zugelassene) wie z. B. die Angst vo r de r Atomk raft,Rezession, ökonomischen Umve rteilung, K riegen, Ve rnichtung des Lebens, demökologischen Kollaps, de r Sinnlosigkeit, vo r Alte r undTod. r>5 Möglichkeiten des Angstabbaus in de r Schule5.1 Schulangst SCHRÖDER (1980) definie rt Schulangst als “dasE rleben des Bed rohtseins du rch Fakto ren, welche di rekt ode r indi rekt imZusammenhang mit Schule stehen. Hie rzu zählen übe rhöhteLeh re rfo rde rungen, allgemeine r Leistungsd ruck, Ve rachtung ode r Bed rohung du rchMitschüle r und Rep ressalien de rElte rn bei Schulve rsagen. Schulangst istdahe r eine passive Reaktion auf allgemeine Übe rfo rde rung in de r Schule. Siebewi rkt eine Hemmung in de r Leistungs-, Fähigkeits- undPe rsönlichkeitsentwicklung und manifestie rt sich im kö rpe rlichenBe reich" (SCHRÖDER 1980, 2001). Auch ande re Auto ren machen vo r allem einleistungso rientie rtes Schulsystem mit einem einseitigen Stoffpensum, hohemLe rntempo und einem f rühen Wettbewe rb und Konku r renzkampf fü rSchüle rängste ve rantwortlich. Hinzu kommt noch, daß die Schuleein imme r gewichtige re r Fakto r im Leben eines jungen Menschen wi rd. Abgesehenvon eine r hohen zeitlichen Inansp ruchnahme, nimmt de r Schulbesuch einen hohenStellenwe rt bezüglich des künftigen We rdegangs de r Schüle r ein.Hinzu kommen Fakto ren wie die Anonymität von seh r g roßen Schulen unddie da raus resultie renden Aggressionen de r Schüle r unte reinande r und gegendie Schule, übe rt rieben auto ritä res und wenig ve rständnisvollesLeh re rve rhalten. r>Die Auswi rkungen de r Schulangst auf Kinde r undJugendliche sind beme rkenswe rt. Sie reichen von Unlust und Konzent rationsmangelübe r moto rische Un ruhe und Ve rhaltensstö rungen bis hin zupsychosomatischen Beschwe rden wie Kopfweh, Schlafstö rungen, mo rgendlichesE rb rechen, K reislaufbeschwe rden und Fiebe r. r>5.2 EntspannungPsychologisch wi rd die Entspannung häufig als Ruheund Gelassenheit e rlebt. Sie füh rt zu eine r E rhöhung de rWah rnehmungsschwellen, so daß im entspannten Zustand von außenkommende Reize imme r meh r die Fähigkeitve rlie ren, Reaktionenauszulösen. Entspannung e rzeugt ein Gefühl des Ausge ruhtseins, de rkö rpe rlichen und mentalenF rische. r>5.3 Entspannung und Angst reduktionAndaue rnde st ressende Belastungen wie zum BeispielÄngste können den natü rlichen Rhythmus von Spannung undEntspannung e rheblich stö ren. Entspannungsübungen können hie rhelfen, den biologisch sinnvollen natü rlichen Wechsel von Spannung undEntspannung wiede r he rzustellen. r>Eine Vielzahl von Auto ren be richten übe r dene rfolg reichen Einsatz des autogenen T rainings bei de r Reduzie rung und Behandlungvon kindlichen Ängsten ode r speziell von Schulängsten (BIERMANN 1978,FUHRMANN 1994, KEMMLER 1975, KRUSE 1980, MÜLLER 1984). r>5.4 Entspannung in de r Schule BALSTER und KÜHLER (1990) sch reibenEntspannungsübungen im schulischen Be reich g roßeBedeutung zu. Nachih ren Aussagen gehö ren sie zu den wichtigsten Methodene rfah rungso rientie rten Le rnens. Sie ve rbesse rn die emotionale Befindlichkeit de rSchüle r, ve rstä rken die Konzent rationsfähigkeit und schaffen einpositives entspanntesLe rnklima. Auße rdem sind die Übungen seh r gutgeeignet, Flucht- und Ve rmeidungtendenzen zu ve rminde rn und den Umgang mitSchulängsten zu ve rbesse rn. r>De r Einsatz von Entspannungsübungen im Unte r richtist nach TEML (1993) vielfältig und jede rzeit denkba r. Sie könneneingesetzt we rden als Sammlungsphase zu Unte r richtsbeginn, nach den Pausen ode rzum Unte r richtsende, als k reative Vo rstellungs- ode r Assoziationsübungensowie als Be ruhigungs- und Konzent rationsphasen. r>5.5 Vo raussetzungen Entspannungsübungen sollten auf die Schüle rniemals aufgesetzt ode r gekünstelt wi rken. Deshalb empfiehlt K ruse (1990),daß de r Leh re r selbst aus reichend E rfah rungen mit Entspannungsmethoden hatund mit ihnen ve rt raut ist. Unsiche rheiten bei de r Anleitungen füh renleicht zu Stö rungen ode r ga r Ve rweige rung auf Seiten de r Schüle r. De rPädagoge sollte ebenfalls in de r Lage sein, Stö rungen und Spannungenbei sich selbst wah rzunehmen, um nicht unecht zu wi rken. Inne re Befindlichkeitund äuße re r Eind ruck sollten bzw. müssen übe reinstimmen.Inne re Anspannung und nach außen gegebene Entspannungsinst ruktion sindunve reinba r und füh ren zu eine r entspannungshemmenden Atmosphä re. Eininne rlich angespannte r ode r gest resste r Leh re r sollte sich zunächst selbstin einen entspannten Zustand ve rsetzen, bevo r e r mit seinen Schüle rnEntspannungsübungen du rchfüh rt. r>Entspannung kann nicht e rzwungen we rden, sonde rn b rauchteine inne re Be reitschaft. Die Teilnahme an Entspannungsübung sollte deshalbimme r f reiwillig sein. De r Leh re r muß Stö rungen und Abneigungen beiseinen Schüle rn e rkennen, e rnst nehmen und da rauf entsp rechend eingehen.Die Be reitschaft zum Ruhigwe rden und zu r Teilnahme an Entspannungsübungenkann bei Kinde rn und Jugendlichen nicht g rundsätzlich vo rausgesetzt we rden.Besonde rs Kinde r e rkennen nicht sofo rt und ohne weite res den Sinn und Nutzeneine r solchen Übung. Sie müssen deshalb in de r Regel da raufeingestimmt und vo rbe reitet we rden. r>5.6 Vo rbe reitende Übungen Man sollte zunächst mit Übungen beginnen, dievo rwiegend de r kö rpe rlichen Entspannung dienen und nu r eine ge ringe mentaleKonzent ration e rfo rde rn. Die Aufme rksamkeit, die bei Kinde rn in de r Regel nachaußen ge richtet ist, wi rd üb e r den eigenen Kö rpe r langsam nachinnen gelenkt. r>5.6.1 Bewegungsspiele Es ist da rauf zu achten, daß die Bewegungsspielenicht zu wild sind, um ein “aufd rehen" de r Kinde r zu ve rhinde rn. Geeignetsind alle Spiele, die be reits ein gewisses Maß an Aufme rksamkeit undKonzent ration e rfo rde rn. r>Alles, was Flügelhat, fliegt Die Kinde r legen alleih re Hände auf den Tisch und de r Leh re r zählt Dinge auf, die fliegenund solche, die nicht fliegen können. Beim Aufzählen de r einzelnenDinge hebt e r jedesmal die A rme in die Höhe. Die Kinde rsollen jedoch n u rdann ebenfalls ih re A rme in die Luft heben, wenn vom Leh re r ein Ding genanntwi rd, das auch wi rklich fliegen kann. Bei Dingen, die nicht fliegen können,sollen die Kinde r ih re Hände auf dem Tisch liegen lassen. r>SpinnennetzDie Kinde r sitzen im K reis. De r Leh re rhat ein Wollknäuel in de r Hand, das einen langen Spinnfaden da rstellensoll. Zu dem Text r>“Wi r spinnen feine Fäden von einem zumande ren. r>Wi r spinnen feine Fäden von ....... zu ........" r>wi rd das Wollknäuel k reuz und que rvon einem zumande ren du rch den K reis ge reicht ode r gewo rfen. Auf diese Weise entsteht das“Spinnennetz", das anschließend wieder aufgelöst wi rd. r>De r g roßeRegen Die Kinde r stellen mitBewegungen das zu- und Abnehmen des Regens da r. Sie reiben zunächst dieFinge r, dann die Handflächen. Anschließend schnalzen sie mit denFinge rn, klatschen sich dann auf die Schenkel und t rampeln zum Schluß mitden Füßen. Alles e rfolgt wiede r rückwä rts. Danach ist esganz still. r>5.6.2 . Kö rpe rübungen Die Kinde r richten mit solchen Übungen ih reWah rnehmung auf den eigenen Kö rpe r und le rnen, diesen bewußt zuspü ren. Die Kö rpe rübungen we rden meist als Pa rtne rübungen imLiegen du rchgefüh rt. r>Ein Kindlegt sich auf eineTapete. Das ande re Kind umfäh rt mit einem Stift die Kö rpe rum risse dese rsten.Ein Kind liegt mitgeschlossenen Augen auf dem Rücken. Das zweite Kind legt Sandsäckchenauf einzelne Kö rpe rteile. Das liegende Kind benennt die Kö rpe rteile,auf denen es ein Sandsäckchen spürt. r>5.6.3 Stille-Übungen Unte r Stille wi rd hie r nicht die äuße rlicheRuhe als Unte rd rückung vonGe räuschen und Lä rm ve rstanden,sonde rn sie kennzeichnet eine inne re Haltung, in de r das Kind sich in sichselbst zu rückziehen und sammeln kan n. In entsp rechenden Übungenfüh ren Kinde r Tätigkeiten still du rch, nehmen die Stille wah r,konzent rie ren sich auf akustische ode r visuelle Objekte ode r den eignenKö rpe r und we rden auf diese Weise ruhig und still. r>De r König hat Kopfweh.Deshalb müssen alle seine Diene r ganz leise umhe rlaufen. We r zu laut istund vom König gehö rt wi rd, wi rd als nächste r König.De r Ton eine r T riangel,eines Beckens ve rklingt. We r ihn nicht meh r hö rt, legt seinen Kopf auf dieA rme und schließt die Augen. r>Wi r gehen ins Haus de rStille Die Leh rk raft t rägtfolgenden Text vo r und die Schüle r ve rsuchen inne rlich mitzugehen: r>“Ich schließe die Augen. Mein Weg beginnt.Ich gehe zum Haus de r Stille. Ich ve rlasse die laute St raße und geheübe r eine blühende Wiese zum Wald. De r Lä rm bleibt zu rück.Meine Sch ritte we rden ruhige r. Mein Atem geht gleichmäßige r. Ichlasse mich füh ren. Vo r mi r ist eine Tü r, die Tü r zum Haus de rStille. Ich öffne sie und t rete ein. Hinte r mi r schließe ich siewiede r. So, nun sind Lä rm und Un ruhe d raußen. Ganz still ist esjetzt. Hie r bin ich gebo rgen und geschützt. Hie r will ich mich ein wenigaus ruhen. ... Allmählich muß ich wiede r zu rückgehen. Ichve rlasse das Haus und gehe den Weg zu rück du rch den Wald und übe r dieWiese. Um mich ist n un wiede r de r helle Tag, die Schule, die ande renSchüle r. In mi r ist noch die Stille, die mich begleitet und mir Ruheschenkt". r>5.7 Entspannungsübungen Bei den vo rbe reitenden Übungen handelt es sich imG runde be reits um Entspannungsübungen im weite ren Sinne. Im folgendenwe rden Entspannungsübungen im enge ren Sinne vo rgestellt, die sich alsbesonde rs geeignet fü r den Einsatz imUnte r richt e rwiesenhaben. r>5.7.1 Atemübungen Mit Hilfe diese r Übungen sollen Kinde r ih ren Atembewußt wah rnehmen. So spü rt man zum Beispiel den Weg de rlebenspendenden Luft du rch den Kö rpe r (Nase, Mund, B rust, Bauch) nach ode ratmet in bestimmte Kö rpe rteile hinein. Die Kö rpe rteile dehnen sichbeim Einatmen etwas aus und ziehen sich beim Ausatmen wiede r zusammen. Dabeiistimme r da rauf zu achten, daß die Kinde r du rch die Nase einatmen undBauchatmung einsetzen. r>Solche Übungen können im Sitzen zum Beispielvo r eine r Klassena rbeit ode r vo r unangenehmen Schulstunden p roblemlosdu rchgefüh rt we rden. r>5.7.2 Visualisie rungen Visualisie ren heißt, sich Dinge im Geistemöglichst anschaulich vo rzustellen ode r Vo rgänge mit allen Sinnendu rchzuspielen. Dazu füh rt man zunächst zum Beispiel du rch eine Stille- Übung einen entspannten Zustand he rbei. Dann wi rd ein Bild vo rgegeben,das sich die Kinde r vo rstellen und nach eigenen Wünschen im Detail f reiausgestalten können. Gefühle, die mit dem Bild ve rbunden sind, sollenbewußt wah rgenommen we rden. r>Visualisie rungen weisen sta rke Ähnlichkeiten mitmeditativen Übungen (Bildmeditation) auf und stehen deshalb auch in enge rBeziehung zu diesem Entspannungsve rfah ren. r>5.7.3 Geschichten mit integ rie rten Entspannungsfo rmeln In eine Geschichte ode r Phantasie reise sind zum Beispieldie Fo rmeln des autogenen T rainings integ rie rt. De r Held eine r Geschichte, mitdem sich die Kinde r identifizie ren, wi rd nach einem bestandenen Abenteue rmüde, seine Beine und A rme we rden schwe r, e r legt sich ins Bett ode r ansLage rfeue r und ihm wi rd ganz wa rm (Ritte r keh ren nach einem Tu rnie r in die Bu rgzu rück. Indiane r legen sich nach auf regende r Büffeljagd am Abend ansFeue r.). r>Teml u.a. (1993) halten diese Entspannungsübungenbesonde rs fü r jünge re Kinde r gut geeignet, da de ren Konzent ration nochnicht fü r die länge ren Übungen des autogenen T rainingsaus reicht. r>5.7.4 Phantasie reisen Phantasie reisen lassen sich ve rgleichen mitEinschlafgeschichten, die Kinde rn vo rgelesen we rden. Du rch solche Geschichtenwe rden Kinde r ange regt, inne re Vo rstellungsbilde r zu e rzeugen. r>Die Phantasie reisen we rden unte r ve rbale r Anleitungdu rchgefüh rt. Diese Anleitung kann nach TEML (1993) einen meh r offenen ode rgeschlossenen Cha rakte r haben. Geschlossene Phantasie reisen beinhalteneinfachgehaltene Geschichten mit positi ve r G rundstimmung. Die Kinde r sollen dieGeschichte mitve rfolgen und in ih re r Phantasie möglichst deutlichausgestalten. Komplizie rte, konflikt reiche ode r ga r ängstigende Themen sindbei de r Auswahl de r Geschichten zu ve rmeiden,da diese ehe r zu St ressfüh ren, denn zu Entspannung. Geschlossene Phantasie reisen regen diePhantasie und K reativität an, sensibilisie ren die emotionale und sozialeWah rnehmung und e rmöglichen ein intensives positives Selbste rleben. OffenePhantasie reisen regen die Kinde r dazu an, sich selbst auf eine inne re Reise zubegeben. Sie e röffnen ehe r die Möglichkeit, die eigene inne reBilde rwelt zu entwickeln und Zugang zu unve ra rbeiteten unbewußtenE rlebnisinhalten zu finden. Sie haben eine ehe r the rapeutische Zielsetzung undsollten auch nu r im the rapeutischen Zusammenhang von entsp rechend kompetentenPe rsonen du rchgefüh rt we rden. r>Die Du rchfüh rung e rfolgt meist in d rei Sch ritten: r>1. Entspannungsanleitung r>Du rch eine Stille - Übung, eine Atementspannungode reine Kö rpe rübung we rden die Kinde r zunächst in einenmöglichst entspannten Zustand ve rsetzt. Hie rmit wi rd dasEinlassen auf eineGeschichte und das P roduzie ren f reie r Phantasien e rleichte rt. DieseAnfangsentspannung soll du rch die anschließende Phantasie reiseve rlänge rt ode r ga r intensivie rt we rden. r>2. An regung von Vo rstellungsbilde rn r>In diese r Phase e rfolgt die eigentlicheDu rchfüh rung de r Phantasie reise. Es wi rd eine Szene vo rgegeben, dieVo rstellungen in den ve rschiedenen Sinnesbe reichen an regt und Raum gleichzeitigRaum läßt fü r die eigenen E rlebnisse de r Kind e r. Du rch einenfilma rtigen Ablauf von Bilde rn entsteht eine Ruhe- und E rholungszustand. r>3. Zu rückholen r>Da sich die Kinde r du rch die Phantasie reise in einemve rände rten Bewußtseinszustand befinden und mögliche rweise auchwichtige Kö rpe rfunktion ged rosselt ablaufen, ist es unbedingt notwendig dieKinde r psychisch und physisch in die Rea lität zu rückzuholen. Indemdie Reise zu rückfüh rt zum Ausgangspunkt, de r momentanen Situation de rKinde r und indem sie aufgefo rde rt we rden sich zu recken und zu st recken wi rd de rK reislauf ange regt, die Entspannung aufgelöst und die Kinde r t reten langsamwiede r ins Alltagsbewußtsein ein. r>6 Entspannungst raining Bei den Entspannungsübungen in diesemT raininghandelt es sich um Geschichten und Phantasie reisen mit integ rie rten Fo rmeln ausdem autogenen T raining. Das autogene T raining wi rd dabei reduzie rt auf dieFo rmeln de r Ruhe, Schwe re und Wä rme und des ruhigen Atmens. In denÜbungen zum Thema “Angst" wi rd auch mit fo rmelhaften Vo rsätzenode r Me rksp rüchen gea rbeitet. r>6.1 Ablauf Die einzelnen Übungsstunden sind jeweils in d reiPhasen aufgeteilt. Besonde re Bedeutung kommt dabei de r e rsten, de rVo rbe reitungsphase zu. r>1. Vo rbe reitungsphase r>Du rch die vo rbe reitenden Spiele und Übungen sollde r Übe rgang von Hektik auf Entspannung e rleichte rt we rden. DieAufme rksamkeit de r Kinde r wi rd langsamnach innen gelenkt und sie we rden auf dieeigentliche Entspannung eingestimmt. r>Den Kinde rn wi rd an diese r Stelle auch e rklä rt, umwelche E rfah rungen es in de r nachfolgenden Entspannungsübung gehen soll.Die Beg riffe Schwe re und Wä rme we rdenzu r Ve rdeutlichung in de rVo rbe reitung konk ret e rfah rba r gemacht. Die Kinde re rinne rn sich an Situationen,in denen sie schon einmal Schwe re und Wä rme empfunden haben ode r du rchku rze Übungen (Hände reiben, Last aufheben und t ragen) wi rd Schwe reund Wä rme am eigenen Kö rpe r spü rbar. r>De r Abschluß de r Vo rbe reitungsphase ist ritualisie rt, das heißt e r läuft imme r auf die gleiche A rt und Weiseab: r>Jede r holt sich eine Matte.Jede r legt sich ruhig mitdem Rücken auf die Matte. Das Licht geht aus.Jede r schließt dieAugen, legt die Hände auf den Bauch und atmet ruhig.Du rch diesen gleichfö rmigen Ablaufwi rd de r Kö rpe r im Sinne des klassischen Konditionie rens auf Entspannungeingestellt. r>2. Entspannungsphase r>Wäh rend die Kinde r auf de r Matte liegen wi rd dieentsp rechende Geschichte vo rgelesen. Leise Hinte rg rundmusik ist möglich. r>3. Zu rücknahme r>De r Abschluß de r Entspannungsübung istebenfalls ritualisie rt um das Umschalten auf die reale Lebenssituation zue rleichte rn. Die Kinde r kommen am Ende de r Reise in ih rem realen Raum an, reckenund st recken sich nach He rzenslust,gähnen und atmen tief ein und aus. Diewo rtwö rtlich imme r gleiche Rücknahmeinst ruktion kann zum Beispielfolgende rmaßen lauten: r>“Ganz allmählich keh rst du in diesen Raum (inunse r Klassenzimme r) zu rück. Du atmest ein paa rmal tief ein und aus und reckst undst reckst dich nach He rzenslust. Öffne nun langsam die Augen.Bleibe noch ein bißchen liegen und setze Dich dann langsam auf". r>Zum Abschluß besteht imme r die Möglichkeit,übe r die E rfah rungen und E rlebnisse wäh rend de r Übung zue rzählen. F reiwilligkeitist hie r wiede r obe rstes Gebot. r>6.2 Einzelne Entspannungsgeschichten Die Entspannungsgeschic
r>1 Beg riffsklä rung«Angst» so heißt es im DeutschenWö rte rbuch von J. und W. G rimm « ist nicht blosz mutlosigkeit, sonde rnquälende so rge, zweifelnde r, beengende r zustand übe rhaupt» r>Mit diese r Beg riffsbestimmung sind be reits d reiwesentliche Sachve rhalte angesp rochen: r>Die subjektive Gefühlsqualität ( quälendeSo rge )De r objektive Sachve rhalt ( beengende r Zustand)Die da raus resultie rende Folge ( meh r als Mutlosigkeit) r>Def.: Be rtelsmann Lexikon r>1.1 Angst:Unbestimmtes, oft g rundloses Gefühl desBed rohtseins. In de r Psychoanalyse wi rd Angst als T rennungsangst (desSäuglings von de r Mutte r) bestimmt. Angst kann – wie ande re Affekte– ins Gegenteil umschlagen, z. B. in Agg ression. Angst wi rd auch als ein»Gefah renschutzinstinkt« e rklä rt. Bei de r Mannigfaltigkeit de rAngstzustände, von de r schleichenden bis zur panischen Angst ist eineeindeutige E rklä rung alle r Phänomene de r Angst nichtmöglich. r>Angst: (Päd. Lexikon Bd. 1 )r>Lat. Angustiae ENGE ; ahd. angust r>Vitales, ve rschieden g raduie rtes G rundgefühl,be ruhend auf Instinktabschwächung, aus unbewußte r Tiefe aufsteigend.Angst befällt den Menschen. r>Kö rpe rliche Begleite rscheinungen : Atemnot,He rzklopfen, Pulsbeschleunigung, Zitte rn, E r röten, Schwitzen, Ha rnd rang,Du rchfälle etc. Positive Angst ( K retschme r) im Sinne de r Abweh r sowie beimGegenang riff. ( A. beflügelt ) r>1.2 Fu rcht: Im Unte rschied zu r Angst ist die Fu rcht objektbezogen ,die sich auf eine bestimmte Bed rohung bezieht, de r du rch Flucht ode r Agg ressionbzw. du rch Gegenweh r begegnet we rden kann. Die Gefah r wi rd als Bed rohungaufgefaßt. r>1.3 Ängstlichkeit:Übe rdaue rnde Be reitschaft, Situationen alsangstauslösend zu e rleben und entsp rechend zu reagie ren. Ängstliche rMensch hat eine sta rke Ve ranlagung ode r Neigung Angst zuempfinden. r>1.4 Phobie, zwanghaft auft retende, unbeg ründete Fu rcht vo rSituationen und Objekten; z. B. r>Platzangst : r>Ago raphobie, k rankhafte r Angstzustand beimÜbe rsch reiten f reie rPlätze. r>Claust rophobie : die k rankhafte Angst, sich ingeschlossenen Räumen aufzuhalten. r>Phobophobie: Angst vo r Eint ritt derAngst; r>Aviaphobie: Flugangst r>Schulphobie; r>Tie rphobie; r>2 Entwicklungspsychologische SichtLaut B ridges (NOVAK/FINSTER) t ritt Angst schon nach dem6.Monat auf. Im e rsten Lebensjah r scheinen plötzliche laute Ge räusche,Schme rz, das Gefühl zu fallen Blitze und Schatten angebo rene Reize fü rAngst zu sein. Als “lebense rhaltende” Reaktion sch reit das Kind,wendet sein Gesicht ab und klamme rt sich an die Mutte r. r>Mit de r Ve rg röße rung desWah rnehmungsbe reiches e rgeben sich auch zusätzliche Angst reize.Im zweitenLebensjah r kommen die Angst vo r de r Dunkelheit und dem Alleinsein, die Angst vo rAlpt räumen, Räube rn und Tod, die Angst vo r Tie ren und die Angst vo runbekannten Objekten, Situationen und Pe rsonen hinzu. .Die Reaktionen sind auchhie r Sch reien, Anklamme rn an Bezugs-pe rsonen, Abwenden, Weglaufen, Suchen nachSiche rheit und sp rachliche Mitteilung. r>Im zweiten bis d ritten Jah r nimmt die Angst vo rDunkelheit, dem Alleinsein, den Alpt räumen, den Räube rn, dem Tod, denTie ren, dem Blitz und den Schatten zu, wäh rend die Angst vo r Fallen ausg roße r Höhe, vo r Schme rz, unbekannten Objekten, lautenGe räuschen und Lä rm steigt. Das Kind zeigt nun ein gezieltes Ve rmeidende r Angst reize und Unte rd rücken de r Angst reaktion; es gibt vo r, keine Angstzu haben, - obwohl sein mimische r Ausd ruck seine Gefühle ve r rät.Imvie rten bis fünften Lebensjah r zeigen Kinde r Angst bei Anzeichen de r Fu rchtbei ande ren, bei Bed rohung, Ve rletzung, Unfall und Feue r. Die Angst beiDunkelheit, bei Alleinsein, vo r Alpträumen, Tod und Schme rz nimmt weite rzu. Die Angst vo r Blitz, Schatten, unbekannten Objekten, Situationen undPe rsonen, vo r lauten Ge räuschen und Lä rm dagegen nimmt ab.ImVo rschulalte r kommt es manchmal zu einem plötzlichen Auft reten vonGefühlen, die jedoch nu r eine ku rze Daue r haben. Dafü räuße rn sie sich mit volle r Intensität. Die Gefühle wechselnaufg rund de r e rst folgenden Entwicklung eine r zent ralen Steue rungsinstanz(=Integ ration) inne rhalb von Minuten. r>Die Entwicklung de r .Ängste findethauptsächlich in den e rsten Lebensjah ren statt, doch jede Entwicklungsphasehat ih re eigenen Ängste, ganz besonde rs Jugendliche leiden da runte r.Hie rsollen einige jugendspezifische Ängste genannt we rden(van de r VEER/de VIT,1982): r>Angst vo rZu rückweisung du rch Gleichalt rige.Angst vo r dem Altwe rden,denn alt wi rd mit unp roduktiv und unb rauchba r gleichgesetzt.Angst vo r de r völligenSelbständigkeit, was hieße, Ve rantwo rtung zu t ragen, alles selbst zutun.Angst davo r, ebensoste reotyp wie manche E rwachsene zu we rden.Angst nicht meh r so sein zudü rfen, wie man will, weil ein bestimmtes Ve rhalten ve rlangtwi rd.Angst vo r Anfo rde rungen;vo r allem ihnen nicht zu genügen. r>3 Psychoanalytische Theo rie von F reud ( Instanzenleh re )Eine besonde re Konzeption des Ich ( Ve rstand )istin de r Psychoanalyse gegeben. Das Ich ist hie r ein Funktionssystem, in dembewußte und unbewußte Regungenzusammenlaufen. Es steht zwischen demEs und dem Übe r - Ich. r>Es, ( Kö rpe rlichkeit ) in de r Psychoanalysede r unbewußte, t riebhafte Teil de r Pe rsönlichkeit. r>Übe r - Ich, ( Gewissen, mo ralischeInstanz )nach S. F reud eine psychische Kont rollinstanz des Ich, die sich ausde r Ve rinne rlichung zunächst de r elte rlichen, dann de r gesellschaftlichenFo rde rungen, Ve rbote und No rmen bildet. r>FREUD : Zu e rsten Angste rfah rungen kommt es bei de rGebu rt. Das Neugebo rene kommt aus de r geschützten Lage im Ute rus mitautomatische r Bedü rfnisbef riedigung in eine Situation de r Spannung, weil esglauben muß, seine ES - Bedü rfnisse könnten ungestillt bleiben.Die Wah rnehmung de r Abwesenheit de r Mutte r füh rt zu r r>3.1 P rämä rangst :(Hilflosigkeit und ausgeliefe rt sein an die Umwelt wi rdspü rba r). r>3.2 Realangst: da rauf reagie rt das ICH mit deutlich identifizie rba ren,bestimmten U rsachen in de r Außenwelt - es gilt als ve rnünftig,wi rklichkeitsangepaßte Realangst zu empfinden. r>3.3 Neu rotische Angst: in späte ren Leben steht das ES unte r de r Kont rolledes ICH und das ÜBER-ICH wi rd nu r selten eine Bed rohung. Gibt es jedoch nu rES -Impulse - agg ressive und sexuelle Handlungen - d roht das ES, das ICH du rchdas ständige Ausbleiben sozial unannehmba re r Impulse zuübe rwältigen. r>3.4 Mo ralische Angst: b ringt Schuld- und Schamgefühle mit sich > dasUBER-ICH kann zum Wide rsache r des ICHs we rden. Bei And rohung schwe re r St rafekommt es nicht nu r zu ES - Gedanken, sonde rn auch zu ES -Äuße rungen. r>Abweh rmechanismen sind unbewußteMaßstäbe, die de r Mensch zu r Abweh r unangenehme r Situationenentwickelt bzw. Steue rungsmechanismenzu r He rstellung und Beibehaltung desseelischen Gleichgewichts in de r menschlichen Psyche, die dieselben Funktionenhaben wie die Abweh rmechanismen des Kö rpe rs gegenK rankheiten. r>3.5 F reud nennt neun Abweh rmechanismen de r Angst:1. Ve rd rängung :Unte rbewußtsein - istbei jede r Gelegenheit da ( P roblem übe r lange Zeit bis es übe rschwappt) seelische Vo rgänge nicht bewußt,abe r sie sind da we rdenve rd rängt psychopathische Anfälle. r>2. Ve rleugnung: Ableugnung eines unangenehmen,angstbesetzten Be reiches de r Wi rklichkeit. Sich eine r wunsche rfüllendenPhantasie bedienen (mich t rifft es nicht ) – ist auch beikö rpe rlichen Schme rzen möglich r>3. Ve rmeidung: bewußt Situationen ve rmeiden( z.B.: Flugangst ) r>4. P rojektion: Übe rt ragung vonCha rakte rzügen auf ande re – Gedanken, Meinungen r>5. Reg ression: Rückfall in Ve rhaltensweiseneine r f rühe ren Entwicklungsstufe Kind – Stufe eines Babys –macht wiede r in Windeln. E rwachsene – stellen sich hilflos, um Zuwendungzu bekommen. r>6. Fixie rung: ein bestimmte r Aspekt de rPe rsönlichkeit ve rkümme rt – Unzulänglichkeit wi rd in denVo rde rg rund gestellt – (Du rchkommen ohne Best rafung) r>7. Somatisie rung: ( soma = Kö rpe r ) Fluchtin K rankheit bei seelische r Belastung – Angst füh rt zu Bauchweh (Kind vo r Schula rbeit ) r>8. Reaktionsbildung: Angstbesetzte Impulseumgehen und so genau das Gegenteil bewi rken. r>9. Sublimie rung: Bestimmte T riebe we rden insoziales Ve rhalten umgewandelt. z.B.: Man ißt fü r sein Leben ge rn undve ranstaltet ein Buffet dessen Reine rlös fü r a rme Kinde r in Af rikagespendet wi rd. r>z.B.: Angst allein zu sein, gehe dahe r mit Kinde rg ruppespazie ren r>Diese Abweh rmechanismen ve rhinde rn, daß Menschpsychischen Ängsten ausgeliefe rt ist. r>4 Angsttheo rien4.1 LAZARUS: Kognitive Theo rie - beschäftigt sich mit de rBewältigung (coping) von St reßsituationen. D reiEinschätzungsp rozesse: r>Die subjektive Wah rnehmungeine r Bed rohung, die sogenannte Antizipation, hängt vom Reiz und vomAusp rägungsg rad de r Ängstlichkeit ab. Schüle r mit g roße rLeistungsängstlichkeit schätzen Schulsituationen ehe r als belastendein als Schüle r, die sich be reits Angstbewältigungsst rategienzu rechtgelegt haben. r>DieBewältigungsst rategien dienen de r Gefah renbeseitigung. Dazu zählenKampf, Flucht, in de r schulischen Situation etwa Selbstbe ruhigung, Negation de rBed rohung, Umdeutung von Reizen, gezielte - Auswahl soziale r Ve rgleiche,etc. r>Dies alles füh rtletztlich zu eine r Neueinschätzung de r Situation und damit zum Ende de rAngst ode r zu noch g röße re r Angst. Es findet zue rst ein gedanklichesHin- und He rübe rlegen statt, ehe sich eine Emotionhe rausk ristallisie rt. r>4.2 SCHACHTER:Kognitive physiologischeEmotionstheo rie: r>Geht davon aus, daß Emotionen von Kognitionen undkö rpe rlichen E r regungen abhängig sind und beides zusammen einenGefühlszustand e rgibt. Nach de r Wah rnehmung eine r E r regung begibt sich de rBet roffene auf die Suche nach Hinweisen fü r eine E rklä rung diese rSituation. Findet e r keine, wi rd Info rmation aus de r jeweiligen Situation zu rU rsachene rklä rung he rangezogen: Wah rgenommenes wi rd also sofo rtinte rp retie rt. Ist eine E rklä rung fü r die E r regung vo rhanden, istkeine Suche meh r nötig. So nimmt de r Mensch laut SCHACHTER zue rst eineangstmachende Situation wah r und reagie rt dann e rst mit Angst. Somit gehenkognitive P rozesse de r E r regung vo raus und bestimmen die A rt und Weise de rE rlebnisqualität. r>4.3 LIEBHARTAtt ributionstheo rie: Sie besagt, daß eine realitätsunabhängige Wah rnehmung von E r regungen eine E r regung bewi rkt.Nun sucht de r Bet roffene nach eine r E rklä rung, entscheidet sich fü reinen Kausalfakto r (Att ribution) und wendet sich diese r ve rmeintlichen U rsachede r Er regung zu. Bedingungen sind u.a. Kontextinfo rmationen, um de r U rsachefü r die E r regung nachgehen zu können, ein plausible rKausalzusammenhang (etwa kausale Schemata) und die Motivation, eineE rklä rung zu suchen. r>4.4 Le rntheo retische r Ansatz:John B. Watson - Ve rsuch mit "LittleAlbe rt" r>Angst wa rnt vo r schädlichen E reignissen (z.B. Kindg reift auf den Ofen), abe r gegen konditionie rte Reaktionen sind wi r oftmachtlos, denn konditionie rte E rwa rtungsangst bleibt auch wenn de rVe rstandweiß, daß keine Angst d roht. r>AllgemeineÄngste r> r>I. r>Angst vo r Pe rsonen: Ä rzte, Ve rb reche r, Polizisten u.a.;Angst vo r Tie ren: Hunde, Katzen, Spinnen u.a.;Angst in/vo r de r Schule: Zensu ren, Leh re r u.a.;Angst in/vo r de r Dunkelheit und beim Alleinsein: dunkleO rte und Situationen des Alleinseins u. a.;Angstvo r O rten und Situationen, in denen schon einmal real Angst e rfah ren wu rde: Kelle r, K rankenhaus, Wald, Ve rkeh r, St reite reien u.a.;II. r>Angst vo r Natu rgewalten und Katast rophen: Gewitte r,Feue r, Übe rschwemmung, Stü rme u. a.;Angst vo r K rankheiten: Schme rzen, Ve rletzungen,Unfällen, Ope rationen u.a.Angst vo r St rafen: Liebesentzug, Tadel, Ve rbote,D rohungen, P rügelu.a.Ill. r>Angst vo r K rieg und Tod: Ve rlust des eigenen Ich sowieVe rlust von Pa rtne rAngst vo r Phantasiegestalten: fiktive Dinge und Wesen(Hexen, Zaube re r King Kong u. a.);Angst vo r, in und nach bestimmten T räumen:Ve rfolgungst räume, Todest räume u. a.;Angst vo r de r Zukunft: be rufliche Existenz, Pa rtne rwahl,dem Leben übe rhaupt u. a.;Angst um etwas Bestimmtes: geliebte Pe rsonen, Tie re,Objekte u. a.;Religiöse Angst: vo r Gott, de r Hölle, de rSünde u. a. r>4.5 SCHÜLERÄNGSTEDie Schullaufbahnangst: Angst vo r schlechten Zensu ren,dem Sitzenbleiben, dem d ropping out und dem Schulve rsagen;die Le rn- und Leistungsangst: Angst, etwas nicht le rnenode r leisten zu können, nicht zu beg reifen, übe rfo rde rt zu sein, inP rüfungen zu ve rsagen;die Stigmatisie rungsangst: Angst, vo r dem Leh re r und denMitschüle rn bloßgestellt zu we rden, sich läche rlich zu machen,P restige zu ve rlie ren, als »dumm<<, »faul« ode r»schlecht« zu gelten;die T rennungsangst: Angst allein zu sein, sich (z. B. vonzu Hause) t rennen zu müssen, auf sonstige Hilfen, Pe rsonen undZusprüche ve rzichten zu müssen bzw. einen bed rohlichen Ve rlust zue rleiden;die St rafangst: Angst vo r Liebesentzug, Tadel, Strafen,Unge rechtigkeiten, Rep ressalien;die Pe rsonenangst: Angst vo r bestimmten Pe rsonen, z. B.vo r dem Rekto r, einem Leh re r, einem Mitschüle r ode r eine r ganzenClique;die Konfliktangst: Angst vo r bestimmten Konflikten, etwasich auflehnen zu wollen, abe r nicht mucken zu dü rfen, ode r imGest rüpp de r d rei Leh rplanst rategien (offizielle r, ideale r und geheime rLeh rplan) hin- und he rge rissen zu sein;die Institutionsangst: Angst vo r de r Schule alsInstitution, in de r hie ra rchische He r rschaftsst ruktu ren walten, de renG röße und Unübe rschauba rkeit den einzelnen anonymisie ren bzw wiein einem übe rfüllten Rattenkäfig agg ressiv aufladen;die neu rotische Angst: Angst vo r de r Angst die auf einenzukommt und phobische Zustände he rvo r ruft, sowie Ängste, die sichpsychosomatisch, dep ressiv ode r zwanghaftäuße rn. r>4.6 LEHRERÄNGSTEDie Ve rsagungsangst: Angst, den Stoff nicht genügendzu behe r rschen, Fehle r zu machen, mit E rziehungsschwie rigkeiten übe rfo rde rtzu sein usw.;die Konfliktangst: Angst, sich weh ren zu wollen, abe rsich ducken zu müsse ode r die »F ragwü rdigkeit de rZensu rengebung« (Ingenkamp 31972) fü r e rwiesezu halten, jedochgezwungen zusein, wide r besse ren Wissens Noten e rteile zumüssen;die He r rschaftsangst: Angst vo r Vo rgesetzten,einfluß reichen Elte rn, de r Schul (aufsichts)hie ra rchie mit all ih ren oftve rbo rgenen Unte rd rückungsmechanisme r vo r "ty rannischen« Schüle rnusw.;die unbewußte Angst: Angst vo r de r eigenenEmotionalitätund T riebhaftigkeit also z. B. vo r ve rd rängtenagg ressiven ode r sexuellen Impulsen, vo r zä rtliche r Sympathiengegenübe r bestimmten Schüle rn und den sie umgebenden Tabusdie Existenzangst: Angst, keine Anstellung ode rWeite rbeschäftigung zu finden ode r auch wegen bestimmte r politisch -pädagogische r Übe rzeugungen als »Radikale r« diffamie rt zuwe rden;die T rennungsangst: Angst, von Kollegen,Ve rbündeten, de r Wissenschaft usw. übe r ku rz ode r lang im Stichgelassen zu we rden, allein und von sonstigen Hilfen (auch emotional –familiä re r A rt) abgeschnitten zu sein;die Pe rsonenangst: Angst vo r ganz bestimmten Pe rsonen, z.B. vo r einem Schüle r, einem Kollegen, dem Rekto r ode r Schul rat, wobei realeBed rohungen e rfah ren we rden, abe r auch übe rt ragene bzw. p rojizie rte inne reÄngste, die lediglich an bestimmten » reizvollen« Pe rsonenfestgemacht we rden;die St rafangst: Angst vo r Sympathieve rlust, Sticheleien,Unge rechtigkeiten, Schikanen,Rep ressalien, schlechte r Beu rteilung usw., gegendie sich zu weh ren selbstschädigend ist;die neu rotische Angst: Angst vo r de rAngst, die auf einenzukommt und oft phobische Zustände bzw. zwanghafte, dep ressive ode r auchkonve rsionsspezifische (psychosomatische) Symptomehe rvo r ruft. r>4.7 SOZIALE ÄNGSTEPa rtne rschaftliche Ängste: Angst vo r de r Nähe,Fe rne, Ve rände rungenfamiliä re Ängste: z. B. in neu rotischenFamilien vom Typ des angstneu rotischen, pa ranoiden ode r hyste rischen Setting,abe r auch “no rmale” Ängste in mode rnen Kleinfamilien, denenimme r meh r Handlungsspiel räume genommen we rden bzw.die in wachsendemMaße ih re Dysfunktionalität gegenübe r de r Gesamtgesellschaftdu rch die Delegie rung wichtige r Funktionen an ande re Subsysteme zu behebent rachten;be rufliche Ängste: in Gestalt von He r rschaftsangst,Isolationsangst, Ve rlustangst und O rientie rungsangst. r>4. medial ve rmittelte Ängste: sie be rüh ren unsund vo r allem unse re Kinde r in eine r viel zu g roßen Dosis unddehumanisie ren unse re Beziehungen; r>existentielle Ängste: Angst vo r neuen Bed rohungen(geschaffene ode r zumindest zugelassene) wie z. B. die Angst vo r de r Atomk raft,Rezession, ökonomischen Umve rteilung, K riegen, Ve rnichtung des Lebens, demökologischen Kollaps, de r Sinnlosigkeit, vo r Alte r undTod. r>5 Möglichkeiten des Angstabbaus in de r Schule5.1 Schulangst SCHRÖDER (1980) definie rt Schulangst als “dasE rleben des Bed rohtseins du rch Fakto ren, welche di rekt ode r indi rekt imZusammenhang mit Schule stehen. Hie rzu zählen übe rhöhteLeh re rfo rde rungen, allgemeine r Leistungsd ruck, Ve rachtung ode r Bed rohung du rchMitschüle r und Rep ressalien de rElte rn bei Schulve rsagen. Schulangst istdahe r eine passive Reaktion auf allgemeine Übe rfo rde rung in de r Schule. Siebewi rkt eine Hemmung in de r Leistungs-, Fähigkeits- undPe rsönlichkeitsentwicklung und manifestie rt sich im kö rpe rlichenBe reich" (SCHRÖDER 1980, 2001). Auch ande re Auto ren machen vo r allem einleistungso rientie rtes Schulsystem mit einem einseitigen Stoffpensum, hohemLe rntempo und einem f rühen Wettbewe rb und Konku r renzkampf fü rSchüle rängste ve rantwortlich. Hinzu kommt noch, daß die Schuleein imme r gewichtige re r Fakto r im Leben eines jungen Menschen wi rd. Abgesehenvon eine r hohen zeitlichen Inansp ruchnahme, nimmt de r Schulbesuch einen hohenStellenwe rt bezüglich des künftigen We rdegangs de r Schüle r ein.Hinzu kommen Fakto ren wie die Anonymität von seh r g roßen Schulen unddie da raus resultie renden Aggressionen de r Schüle r unte reinande r und gegendie Schule, übe rt rieben auto ritä res und wenig ve rständnisvollesLeh re rve rhalten. r>Die Auswi rkungen de r Schulangst auf Kinde r undJugendliche sind beme rkenswe rt. Sie reichen von Unlust und Konzent rationsmangelübe r moto rische Un ruhe und Ve rhaltensstö rungen bis hin zupsychosomatischen Beschwe rden wie Kopfweh, Schlafstö rungen, mo rgendlichesE rb rechen, K reislaufbeschwe rden und Fiebe r. r>5.2 EntspannungPsychologisch wi rd die Entspannung häufig als Ruheund Gelassenheit e rlebt. Sie füh rt zu eine r E rhöhung de rWah rnehmungsschwellen, so daß im entspannten Zustand von außenkommende Reize imme r meh r die Fähigkeitve rlie ren, Reaktionenauszulösen. Entspannung e rzeugt ein Gefühl des Ausge ruhtseins, de rkö rpe rlichen und mentalenF rische. r>5.3 Entspannung und Angst reduktionAndaue rnde st ressende Belastungen wie zum BeispielÄngste können den natü rlichen Rhythmus von Spannung undEntspannung e rheblich stö ren. Entspannungsübungen können hie rhelfen, den biologisch sinnvollen natü rlichen Wechsel von Spannung undEntspannung wiede r he rzustellen. r>Eine Vielzahl von Auto ren be richten übe r dene rfolg reichen Einsatz des autogenen T rainings bei de r Reduzie rung und Behandlungvon kindlichen Ängsten ode r speziell von Schulängsten (BIERMANN 1978,FUHRMANN 1994, KEMMLER 1975, KRUSE 1980, MÜLLER 1984). r>5.4 Entspannung in de r Schule BALSTER und KÜHLER (1990) sch reibenEntspannungsübungen im schulischen Be reich g roßeBedeutung zu. Nachih ren Aussagen gehö ren sie zu den wichtigsten Methodene rfah rungso rientie rten Le rnens. Sie ve rbesse rn die emotionale Befindlichkeit de rSchüle r, ve rstä rken die Konzent rationsfähigkeit und schaffen einpositives entspanntesLe rnklima. Auße rdem sind die Übungen seh r gutgeeignet, Flucht- und Ve rmeidungtendenzen zu ve rminde rn und den Umgang mitSchulängsten zu ve rbesse rn. r>De r Einsatz von Entspannungsübungen im Unte r richtist nach TEML (1993) vielfältig und jede rzeit denkba r. Sie könneneingesetzt we rden als Sammlungsphase zu Unte r richtsbeginn, nach den Pausen ode rzum Unte r richtsende, als k reative Vo rstellungs- ode r Assoziationsübungensowie als Be ruhigungs- und Konzent rationsphasen. r>5.5 Vo raussetzungen Entspannungsübungen sollten auf die Schüle rniemals aufgesetzt ode r gekünstelt wi rken. Deshalb empfiehlt K ruse (1990),daß de r Leh re r selbst aus reichend E rfah rungen mit Entspannungsmethoden hatund mit ihnen ve rt raut ist. Unsiche rheiten bei de r Anleitungen füh renleicht zu Stö rungen ode r ga r Ve rweige rung auf Seiten de r Schüle r. De rPädagoge sollte ebenfalls in de r Lage sein, Stö rungen und Spannungenbei sich selbst wah rzunehmen, um nicht unecht zu wi rken. Inne re Befindlichkeitund äuße re r Eind ruck sollten bzw. müssen übe reinstimmen.Inne re Anspannung und nach außen gegebene Entspannungsinst ruktion sindunve reinba r und füh ren zu eine r entspannungshemmenden Atmosphä re. Eininne rlich angespannte r ode r gest resste r Leh re r sollte sich zunächst selbstin einen entspannten Zustand ve rsetzen, bevo r e r mit seinen Schüle rnEntspannungsübungen du rchfüh rt. r>Entspannung kann nicht e rzwungen we rden, sonde rn b rauchteine inne re Be reitschaft. Die Teilnahme an Entspannungsübung sollte deshalbimme r f reiwillig sein. De r Leh re r muß Stö rungen und Abneigungen beiseinen Schüle rn e rkennen, e rnst nehmen und da rauf entsp rechend eingehen.Die Be reitschaft zum Ruhigwe rden und zu r Teilnahme an Entspannungsübungenkann bei Kinde rn und Jugendlichen nicht g rundsätzlich vo rausgesetzt we rden.Besonde rs Kinde r e rkennen nicht sofo rt und ohne weite res den Sinn und Nutzeneine r solchen Übung. Sie müssen deshalb in de r Regel da raufeingestimmt und vo rbe reitet we rden. r>5.6 Vo rbe reitende Übungen Man sollte zunächst mit Übungen beginnen, dievo rwiegend de r kö rpe rlichen Entspannung dienen und nu r eine ge ringe mentaleKonzent ration e rfo rde rn. Die Aufme rksamkeit, die bei Kinde rn in de r Regel nachaußen ge richtet ist, wi rd üb e r den eigenen Kö rpe r langsam nachinnen gelenkt. r>5.6.1 Bewegungsspiele Es ist da rauf zu achten, daß die Bewegungsspielenicht zu wild sind, um ein “aufd rehen" de r Kinde r zu ve rhinde rn. Geeignetsind alle Spiele, die be reits ein gewisses Maß an Aufme rksamkeit undKonzent ration e rfo rde rn. r>Alles, was Flügelhat, fliegt Die Kinde r legen alleih re Hände auf den Tisch und de r Leh re r zählt Dinge auf, die fliegenund solche, die nicht fliegen können. Beim Aufzählen de r einzelnenDinge hebt e r jedesmal die A rme in die Höhe. Die Kinde rsollen jedoch n u rdann ebenfalls ih re A rme in die Luft heben, wenn vom Leh re r ein Ding genanntwi rd, das auch wi rklich fliegen kann. Bei Dingen, die nicht fliegen können,sollen die Kinde r ih re Hände auf dem Tisch liegen lassen. r>SpinnennetzDie Kinde r sitzen im K reis. De r Leh re rhat ein Wollknäuel in de r Hand, das einen langen Spinnfaden da rstellensoll. Zu dem Text r>“Wi r spinnen feine Fäden von einem zumande ren. r>Wi r spinnen feine Fäden von ....... zu ........" r>wi rd das Wollknäuel k reuz und que rvon einem zumande ren du rch den K reis ge reicht ode r gewo rfen. Auf diese Weise entsteht das“Spinnennetz", das anschließend wieder aufgelöst wi rd. r>De r g roßeRegen Die Kinde r stellen mitBewegungen das zu- und Abnehmen des Regens da r. Sie reiben zunächst dieFinge r, dann die Handflächen. Anschließend schnalzen sie mit denFinge rn, klatschen sich dann auf die Schenkel und t rampeln zum Schluß mitden Füßen. Alles e rfolgt wiede r rückwä rts. Danach ist esganz still. r>5.6.2 . Kö rpe rübungen Die Kinde r richten mit solchen Übungen ih reWah rnehmung auf den eigenen Kö rpe r und le rnen, diesen bewußt zuspü ren. Die Kö rpe rübungen we rden meist als Pa rtne rübungen imLiegen du rchgefüh rt. r>Ein Kindlegt sich auf eineTapete. Das ande re Kind umfäh rt mit einem Stift die Kö rpe rum risse dese rsten.Ein Kind liegt mitgeschlossenen Augen auf dem Rücken. Das zweite Kind legt Sandsäckchenauf einzelne Kö rpe rteile. Das liegende Kind benennt die Kö rpe rteile,auf denen es ein Sandsäckchen spürt. r>5.6.3 Stille-Übungen Unte r Stille wi rd hie r nicht die äuße rlicheRuhe als Unte rd rückung vonGe räuschen und Lä rm ve rstanden,sonde rn sie kennzeichnet eine inne re Haltung, in de r das Kind sich in sichselbst zu rückziehen und sammeln kan n. In entsp rechenden Übungenfüh ren Kinde r Tätigkeiten still du rch, nehmen die Stille wah r,konzent rie ren sich auf akustische ode r visuelle Objekte ode r den eignenKö rpe r und we rden auf diese Weise ruhig und still. r>De r König hat Kopfweh.Deshalb müssen alle seine Diene r ganz leise umhe rlaufen. We r zu laut istund vom König gehö rt wi rd, wi rd als nächste r König.De r Ton eine r T riangel,eines Beckens ve rklingt. We r ihn nicht meh r hö rt, legt seinen Kopf auf dieA rme und schließt die Augen. r>Wi r gehen ins Haus de rStille Die Leh rk raft t rägtfolgenden Text vo r und die Schüle r ve rsuchen inne rlich mitzugehen: r>“Ich schließe die Augen. Mein Weg beginnt.Ich gehe zum Haus de r Stille. Ich ve rlasse die laute St raße und geheübe r eine blühende Wiese zum Wald. De r Lä rm bleibt zu rück.Meine Sch ritte we rden ruhige r. Mein Atem geht gleichmäßige r. Ichlasse mich füh ren. Vo r mi r ist eine Tü r, die Tü r zum Haus de rStille. Ich öffne sie und t rete ein. Hinte r mi r schließe ich siewiede r. So, nun sind Lä rm und Un ruhe d raußen. Ganz still ist esjetzt. Hie r bin ich gebo rgen und geschützt. Hie r will ich mich ein wenigaus ruhen. ... Allmählich muß ich wiede r zu rückgehen. Ichve rlasse das Haus und gehe den Weg zu rück du rch den Wald und übe r dieWiese. Um mich ist n un wiede r de r helle Tag, die Schule, die ande renSchüle r. In mi r ist noch die Stille, die mich begleitet und mir Ruheschenkt". r>5.7 Entspannungsübungen Bei den vo rbe reitenden Übungen handelt es sich imG runde be reits um Entspannungsübungen im weite ren Sinne. Im folgendenwe rden Entspannungsübungen im enge ren Sinne vo rgestellt, die sich alsbesonde rs geeignet fü r den Einsatz imUnte r richt e rwiesenhaben. r>5.7.1 Atemübungen Mit Hilfe diese r Übungen sollen Kinde r ih ren Atembewußt wah rnehmen. So spü rt man zum Beispiel den Weg de rlebenspendenden Luft du rch den Kö rpe r (Nase, Mund, B rust, Bauch) nach ode ratmet in bestimmte Kö rpe rteile hinein. Die Kö rpe rteile dehnen sichbeim Einatmen etwas aus und ziehen sich beim Ausatmen wiede r zusammen. Dabeiistimme r da rauf zu achten, daß die Kinde r du rch die Nase einatmen undBauchatmung einsetzen. r>Solche Übungen können im Sitzen zum Beispielvo r eine r Klassena rbeit ode r vo r unangenehmen Schulstunden p roblemlosdu rchgefüh rt we rden. r>5.7.2 Visualisie rungen Visualisie ren heißt, sich Dinge im Geistemöglichst anschaulich vo rzustellen ode r Vo rgänge mit allen Sinnendu rchzuspielen. Dazu füh rt man zunächst zum Beispiel du rch eine Stille- Übung einen entspannten Zustand he rbei. Dann wi rd ein Bild vo rgegeben,das sich die Kinde r vo rstellen und nach eigenen Wünschen im Detail f reiausgestalten können. Gefühle, die mit dem Bild ve rbunden sind, sollenbewußt wah rgenommen we rden. r>Visualisie rungen weisen sta rke Ähnlichkeiten mitmeditativen Übungen (Bildmeditation) auf und stehen deshalb auch in enge rBeziehung zu diesem Entspannungsve rfah ren. r>5.7.3 Geschichten mit integ rie rten Entspannungsfo rmeln In eine Geschichte ode r Phantasie reise sind zum Beispieldie Fo rmeln des autogenen T rainings integ rie rt. De r Held eine r Geschichte, mitdem sich die Kinde r identifizie ren, wi rd nach einem bestandenen Abenteue rmüde, seine Beine und A rme we rden schwe r, e r legt sich ins Bett ode r ansLage rfeue r und ihm wi rd ganz wa rm (Ritte r keh ren nach einem Tu rnie r in die Bu rgzu rück. Indiane r legen sich nach auf regende r Büffeljagd am Abend ansFeue r.). r>Teml u.a. (1993) halten diese Entspannungsübungenbesonde rs fü r jünge re Kinde r gut geeignet, da de ren Konzent ration nochnicht fü r die länge ren Übungen des autogenen T rainingsaus reicht. r>5.7.4 Phantasie reisen Phantasie reisen lassen sich ve rgleichen mitEinschlafgeschichten, die Kinde rn vo rgelesen we rden. Du rch solche Geschichtenwe rden Kinde r ange regt, inne re Vo rstellungsbilde r zu e rzeugen. r>Die Phantasie reisen we rden unte r ve rbale r Anleitungdu rchgefüh rt. Diese Anleitung kann nach TEML (1993) einen meh r offenen ode rgeschlossenen Cha rakte r haben. Geschlossene Phantasie reisen beinhalteneinfachgehaltene Geschichten mit positi ve r G rundstimmung. Die Kinde r sollen dieGeschichte mitve rfolgen und in ih re r Phantasie möglichst deutlichausgestalten. Komplizie rte, konflikt reiche ode r ga r ängstigende Themen sindbei de r Auswahl de r Geschichten zu ve rmeiden,da diese ehe r zu St ressfüh ren, denn zu Entspannung. Geschlossene Phantasie reisen regen diePhantasie und K reativität an, sensibilisie ren die emotionale und sozialeWah rnehmung und e rmöglichen ein intensives positives Selbste rleben. OffenePhantasie reisen regen die Kinde r dazu an, sich selbst auf eine inne re Reise zubegeben. Sie e röffnen ehe r die Möglichkeit, die eigene inne reBilde rwelt zu entwickeln und Zugang zu unve ra rbeiteten unbewußtenE rlebnisinhalten zu finden. Sie haben eine ehe r the rapeutische Zielsetzung undsollten auch nu r im the rapeutischen Zusammenhang von entsp rechend kompetentenPe rsonen du rchgefüh rt we rden. r>Die Du rchfüh rung e rfolgt meist in d rei Sch ritten: r>1. Entspannungsanleitung r>Du rch eine Stille - Übung, eine Atementspannungode reine Kö rpe rübung we rden die Kinde r zunächst in einenmöglichst entspannten Zustand ve rsetzt. Hie rmit wi rd dasEinlassen auf eineGeschichte und das P roduzie ren f reie r Phantasien e rleichte rt. DieseAnfangsentspannung soll du rch die anschließende Phantasie reiseve rlänge rt ode r ga r intensivie rt we rden. r>2. An regung von Vo rstellungsbilde rn r>In diese r Phase e rfolgt die eigentlicheDu rchfüh rung de r Phantasie reise. Es wi rd eine Szene vo rgegeben, dieVo rstellungen in den ve rschiedenen Sinnesbe reichen an regt und Raum gleichzeitigRaum läßt fü r die eigenen E rlebnisse de r Kind e r. Du rch einenfilma rtigen Ablauf von Bilde rn entsteht eine Ruhe- und E rholungszustand. r>3. Zu rückholen r>Da sich die Kinde r du rch die Phantasie reise in einemve rände rten Bewußtseinszustand befinden und mögliche rweise auchwichtige Kö rpe rfunktion ged rosselt ablaufen, ist es unbedingt notwendig dieKinde r psychisch und physisch in die Rea lität zu rückzuholen. Indemdie Reise zu rückfüh rt zum Ausgangspunkt, de r momentanen Situation de rKinde r und indem sie aufgefo rde rt we rden sich zu recken und zu st recken wi rd de rK reislauf ange regt, die Entspannung aufgelöst und die Kinde r t reten langsamwiede r ins Alltagsbewußtsein ein. r>6 Entspannungst raining Bei den Entspannungsübungen in diesemT raininghandelt es sich um Geschichten und Phantasie reisen mit integ rie rten Fo rmeln ausdem autogenen T raining. Das autogene T raining wi rd dabei reduzie rt auf dieFo rmeln de r Ruhe, Schwe re und Wä rme und des ruhigen Atmens. In denÜbungen zum Thema “Angst" wi rd auch mit fo rmelhaften Vo rsätzenode r Me rksp rüchen gea rbeitet. r>6.1 Ablauf Die einzelnen Übungsstunden sind jeweils in d reiPhasen aufgeteilt. Besonde re Bedeutung kommt dabei de r e rsten, de rVo rbe reitungsphase zu. r>1. Vo rbe reitungsphase r>Du rch die vo rbe reitenden Spiele und Übungen sollde r Übe rgang von Hektik auf Entspannung e rleichte rt we rden. DieAufme rksamkeit de r Kinde r wi rd langsamnach innen gelenkt und sie we rden auf dieeigentliche Entspannung eingestimmt. r>Den Kinde rn wi rd an diese r Stelle auch e rklä rt, umwelche E rfah rungen es in de r nachfolgenden Entspannungsübung gehen soll.Die Beg riffe Schwe re und Wä rme we rdenzu r Ve rdeutlichung in de rVo rbe reitung konk ret e rfah rba r gemacht. Die Kinde re rinne rn sich an Situationen,in denen sie schon einmal Schwe re und Wä rme empfunden haben ode r du rchku rze Übungen (Hände reiben, Last aufheben und t ragen) wi rd Schwe reund Wä rme am eigenen Kö rpe r spü rbar. r>De r Abschluß de r Vo rbe reitungsphase ist ritualisie rt, das heißt e r läuft imme r auf die gleiche A rt und Weiseab: r>Jede r holt sich eine Matte.Jede r legt sich ruhig mitdem Rücken auf die Matte. Das Licht geht aus.Jede r schließt dieAugen, legt die Hände auf den Bauch und atmet ruhig.Du rch diesen gleichfö rmigen Ablaufwi rd de r Kö rpe r im Sinne des klassischen Konditionie rens auf Entspannungeingestellt. r>2. Entspannungsphase r>Wäh rend die Kinde r auf de r Matte liegen wi rd dieentsp rechende Geschichte vo rgelesen. Leise Hinte rg rundmusik ist möglich. r>3. Zu rücknahme r>De r Abschluß de r Entspannungsübung istebenfalls ritualisie rt um das Umschalten auf die reale Lebenssituation zue rleichte rn. Die Kinde r kommen am Ende de r Reise in ih rem realen Raum an, reckenund st recken sich nach He rzenslust,gähnen und atmen tief ein und aus. Diewo rtwö rtlich imme r gleiche Rücknahmeinst ruktion kann zum Beispielfolgende rmaßen lauten: r>“Ganz allmählich keh rst du in diesen Raum (inunse r Klassenzimme r) zu rück. Du atmest ein paa rmal tief ein und aus und reckst undst reckst dich nach He rzenslust. Öffne nun langsam die Augen.Bleibe noch ein bißchen liegen und setze Dich dann langsam auf". r>Zum Abschluß besteht imme r die Möglichkeit,übe r die E rfah rungen und E rlebnisse wäh rend de r Übung zue rzählen. F reiwilligkeitist hie r wiede r obe rstes Gebot. r>6.2 Einzelne Entspannungsgeschichten Die Entspannungsgeschichten sind de r entsp rechendenLite ratu r entnommen und we rden teilweise in modifizie rte r ode r gekü rzte rFo rm ve rwendet. Die meisten Geschichten müssen e rst demE rfah rungshinte rg rund, dem sp rachlichen Niveau und de rKonzent rationsfähigkeit de r Kinde r angepaßt we rden (FRIEDRICH/FRIEBEL1989, FRIEBEL et al. 1993, FUHRMANN 1994, MÜLLER 1983 und 1995,PETERMANN/PETERMANN 1993, TEML 1993). r>ImGa rten r>Du bist in einem schönen Ga rten. Du siehst alle rleiBäume, Büsche, Blumen und Pflanzen. Die Blumen auf dem Rasen bildenschöne Muste r. Auf einem kleinen Teich schaukeln die See rosen.Schmette rlinge und Bienen sonnen sich auf den Bl üten. Das Wasse r ist kla r.Man kann bis auf den G rund schauen. Steine in vielen Fa rben und Fo rmen liegendo rt. Am Rand des Teichs wiegen sich Schilfhalme sanft hin und he r. r>Dein Atem geht genauso sanft und gleichmäßig, r>wie Schilfhalme wiegt e r hin und he r. r>Dein Atem geschieht ganz ruhig undgleichmäßig. r>Du hö rst Vogelgesang und Bienengesumm. Eine Libelleschwi r rt mit ih ren Flügeln im Sonnenlicht. Schau di r alles in Ruhe an.Ve rweile mit deinen Augen. r>Du fühlst eine tiefe Ruhe in di r. r>Du bist ruhig und entspannt. r>In de r Ga rtenhütte stehen Gießkannen. Dunimmst zwei de r Kannen und füllst sie am B runnen. Die Somme rblumenve rlangen nach Wasse r. Die vollen Kannen sind seh r schwe r. r>Dufühlst, wie schwe r sie sind. r>Deine A rme sind ganz schwe r. r>Die A rme sind schwe r, ganz schwe r. r>Nachdem du die Blumen gegossen hast, stellst du dielee ren Kannen wiede r ab. Du fühlst dich e rleichte rt. r>Die A rme sind gelöst und entspannt. r>In de r Hütte findest du A rbeitsstiefel.Du ziehstsie fü r die Ga rtena rbeit an. Die Stiefel sind seh r schwe r. Du fühlstwie schwe r sie sind. r>Die Füße und Beine sind ganz schwe r. r>Nach getane | |