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Buddhismus und Buddha


Zusammenfassung
Fachbereich: Philosophie  
Woerter 4000
Kurzbeschreibung Buddhismus und Buddha 1. Einleitung Buddhismus und Buddha, das ist unser Thema. Wir haben dieses Thema gewählt, weil uns der Buddhismus schon einige Zeit interessierte, wir aber nur oberflächliches Wissen darüber hatten. Von ...
 
 

Buddhismus und Buddha

Buddhismus und Buddha

1. Einleitung
Buddhismus und Buddha, das ist unser Thema. Wir haben dieses Themagewählt, weil uns der Buddhismus schon einige Zeit interessierte, wir abernur oberflächliches Wissen darüber hatten. Von den meisten anderenReligionen wird man durch die Medien, ganz automatisch informiert. Zum Beispielvom Islam oder von den Juden hört man viel, selten aber von den Buddhisten.Wahrscheinlich, weil es eine Religion ist, die die "anderen" in Ruhe lässt.Die auch nicht das Ziel hat, möglichst viele Anhänger zufinden.
In letzter Zeit wird der Buddhismus immer mehr zum Trend. Vieleberühmte Persönlichkeiten werden zu Anhängern des Buddhismus.Auch in den Kinos laufen Filme, die vom Buddhismus handeln, wie zum Beispiel"seven years in Tibet".
Diese Religionhat für uns etwas faszinierendes und wir wollen mehrdarüber erfahren.
2. Die verschiedenenGlaubensrichtungen
2.1 Südostasien
In Sri Lanka, Birma, Thailand, Laos und Kambodscha ist das Theravada dievorherrschende buddhistische Richtung. In diesen Ländern gibt es vieleKlöster, in denen sich Mönche dem Studium der Lehre und der Meditationwidmen. An Feiertagen kommen die Menschen in die Tempel, um den Buddha zuverehren und den Darlegungender Mönche zu lauschen. Viele Menschen gehenfür einige Monate in ein Kloster, um dort intensiv zu meditieren. Sienehmen dann grosse Mühen auf sich, denn es ist sehr schwierig, stundenlangim Lotossitz zu verharren und die Gedanken zum Schweigen zubringen.
Wie zu Zeiten des Buddha werden die Mönche von den Glaubenden mitNahrung versorgt. Heute erhalten sie auch Geldspenden. An besonderen Festtagenwerden in Prozessionen Reliquien des Buddha oder heilige Schriften durch dieStrassen getragen.
Die beliebteste Form der Meditation im Theravada- Buddhismus ist einaufmerksames Wahrnehmen des Ein- und Ausatmens, während man still sitzt.Dieses bewusste Atmen dient der Entwicklung innerer Sammlung und der Einsicht indie buddhistischen Grundwahrheiten (7.).
Obwohl diese Uebung ganz einfach zu sein scheint, ist sie dochäusserst schwierig. Nur auf den Atem zu achten und nicht dabei zu denken,ist am Anfang unmöglich. Es bedarf vieler Sitzungen.
2.2 Tibet
Die buddhistische Religion wurde im 7. Jahrhundert von Mönchen ausBengalen, Kaschmir und China in Gestalt des Mhayana (6.2) nach Tibet gebracht.Dort wurde sie von der ursprünglichen tibetischen Religionen - Böngenannt - beeinflusst.
Im tibetischen Buddhismus spielen Zermonien und Rituale eine besondereRolle. Den Buddhas und Bodhisattvas werden Opfer dargebracht. Sie werdenverehrt, indem man sich vor ihnen niederwirft und kultische Musik spielt. Imtibetischen Buddhismus gibt es drei grosse Richtungen. In der ältesten istder Buddhismus Verbindungen mit der Verehrung von Naturgeistern und magischenPraktiken des tibetischen Volkes eingegangen.
Die Kagyüpta-Richtung betont eine Meditationsform, bei der man dieGestalten der Buddhas und Bodhisattvas innerlich anschaut. Die dritte Richtung,deren bekanntester Vertreter der Dalai Lama ist, legt besondern Wert aufGelehrsamkeit und das Studium der philosophischen Lehren Buddhas. Diese Richtungwird auch Lamaismus genannt und besteht seit dem 15. Jahrhundert. DieMönche heissen Lamas. Der jeweilige Dalai Lama war dabei nicht nurreligiöser Führer, sondern leitete auch den Staat (Theokratie). Seitdem Aufstand gegen China 1959 lebt der Dalai Lama im Exil.
2.3 China und Korea
Der Buddhismus tauchte sehr früh, wahrscheinlich schon im 2.Jahrhundert, in China auf, nachdem er bereits tief nach Zentralasieneingedrungen war. Vom 4. Jahrhundert n. Chr. an verbreitete er sich mit Hilfeeiniger Herrscher in ganz China, wurde jedoch später vom Konfuzianismuszurückgedrängt.
Im Gegensatz zu den konfuzianischen Lehren, die dem Unterschied zwischenverschiedenen gesellschaftlichen Ständen und Rängen grosse Bedeutungbeimessem, betont der Buddhismus die grundlegende Gleichheit der Menschen. Diesführte immer wieder zu politischen Konflikten.
Schliesslich gewann der konfuzinische Einfluss in diesem Streit. Trotzdemgab es nach wie vor Buddhisten in China.
Von China wanderte der Buddhisnus weiter nach Korea und wurde dort sehrschnell vom Volk angenommen. Tempel und Klöster entstanden in grosser Zahl.Doch auch hier wurde er zurückgedrängt, als Anhänger desKonfuzianismus an die Macht kamen. Heute sind 35 Prozent der Bevölkerung inKorea Buddhisten.
2.4 Japan
Um 550 erreichteder Buddhismus, von Korea kommend, Japan und konnte sichtrotz des Widerstandes der Anhänger der uralten Shitô-Religionrecht schnell in den gebildeten Bevölkerungsschichten verankern. In Naragab es sechs Hauptschulen, deren Lehren ausschliesslich der Oberschicht desLandes vorbehalten waren. Da in deren Tempeln hauptsächlich Rituale zumWohl der Staates abgehalten wurden, begaben sich Anfang des 9. Jahrhunderts zweiPriester namens Saicho und Kukai nach China. Sie wollten die unverfälschtenLehren Buddhas zum Wohle aller nach Japan bringen. Trotzdem blieb der Buddhismusweiterhin fast ausschliesslich eine Sache des Adels. Erst im 12.und13.Jahrhundert verbreiteten ihn die Priester Honen, Shinran und Nichiren in allenSchichten des Volkes.
In Japan wird vor allem der Buddha Amida verehrt, von dem es in denheiligen Schriften heisst, dass er sich besonders denen zuwendet, die nicht inder Lage sind, komplizierte Rituale und Meditationsübungendurchzuführen.
Im 12. Jahrhundert brachten japanische Priester aus China die Lehren desch`an nach Japan, wo man es Zen nannte.Der volkstümliche Buddhismusblieb mit der alten Religion (Shintô) eng verbunden. Es zeigt sich daran,dass die Menschen überall auf der Welt immer wieder alte Traditionen inNeues hinüberführten. Der Buddhismus aber hat die japanische Kulturtief geprägt: Teezeremonie, Dichtung, Gartenbau und Malerei atmen den Geistbuddhistischer Meditation.
3. Der Weg zur Erleuchtung (SiddhartaGautama)
Wer war Siddharta Gautama? Was brachte ihn dazu, sich auf die Suche nacheinem Erlösungsweg für die Menschen zu begeben, undwie fand er diesenWeg? In einer der bekanntesten Legenden wird es folgendermassenerzählt:
Siddharta war der Erstgeborene von König Shudhodanna und KöniginMaya Devi, dem Monarchenpaar des kleinen Staates der Sakaya, das am Fuss desHimalaja im heutigen Nepal lag. Durch die Prophezeiung eines Brahmanenbeunruhigt, sein Sohn werde dereinst sein Königreich verleugnen, sorgteKönig Shudhodanna dafür, dass Siddharta behütet und von allemLeid unberührt aufwuchs. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt.Dennoch fehlte es Siddharta an nichts; keine Sorge drückte das junge Leben.Seine Welt, das war der Palast, der grosse Garten und das Spiel mit seinenGefährten. Lange Zeit bemerkte er gar nicht, dass er völligabgeschirmt war von der übrigen Welt.
Eines Tages wünschte Siddharta den Palast zu verlassen und einenEindruck von Land und Volk zu gewinnen, die er dereinst regieren würde.Daraufhin ordnete sein Vater erschrocken an, dass alle alten,armen und krankenMenschen die Stadt zu verlassen und sich in den Elendsvierteln zu verbergenhätten. Alles Abstossende und Hässliche, das dem Sohn seinschönes Trugbild hätte zerstören können, liess er aus derStadt entfernen.
Die Stadt wurde für den Ausflug des Kronprinzen reich geschmücktund er selbst vom Volk mit Freude und Ungeduld erwartet. Sowie er den Palastverliess, umwogte ihn ein Meer von gesunden und kräftigen Menschen, denenes an nichts zu fehlen schien.
Dann aber geschah etwas Unvorhergesehenes: Mitten in der begeistertenMenschenmenge erblickte Siddharta einen bettelnden Jungen, den seinabgehärmtes Aeusseres scharf von der jubelnden Masse abhob. Er rief denJungen zu sich, aber dieser flüchtete. Und als der Prinz ihm folgte,gelangte er unversehens in die Elendsviertel der Stadt und wurde zum ersten Malin seinem Leben mit Tod, Krankheit, Armut und Hoffnungslosigkeitkonfrontiert.
Tief betroffen kehrte er in den Palast zurück und stellte seinen Vaterzur Rede, um Erklärung und Trost für das Gesehene zu finden. DerKönig jedoch konnte ihn weder beruhigen, noch ihm Ursache oder gar Sinndieser Zustände aufschliessen.
Siddharta empfand, so erzählt die Legendeweiter, Abscheu vor seinemreichen Leben als Prinz und vor seinen prachtvollen Gewändern, die in sostarkem Gegensatz zu dem eben Erlebten standen. Die Vergänglichkeit derWelt überwältigte ihn und liess ihm sein ganzes bisheriges Lebensinnlos erscheinen. Was ihn zusätzlich nicht mehr losliess und immer tieferins Nachdenken stürzte, war die Begegnung mit einem Bettler in einem gelbenGewand, der sehr zufrieden und ruhig, ja sogar fröhlich erschien. Wiekonnte er so fröhlich aussehen? Siddharta wurde von einem Eifer gepackt,der alles Ueberlieferte in den Wind schlug. Er wollte plötzlich alles, wasihm bisher lieb und teuer gewesen war, aufgeben, um dem Geheimnis auf die Spurzu kommen.
Siddharta beschloss, dem Beispiel des Bettlers zu folgen. In der festenUeberzeugung, einen Ausweg aus diesem menschlichen Dilemma finden zukönnen, verliess er schon in der darauffolgenden Nacht den Palast, seinenVater, seine Frau und seinen eben erst geborenen Sohn. Für einekurze Zeitzumindest wollte er ergründen, warum der Bettler in seiner elendenBedürftigkeit so zufrieden schien.
Aus dem kurzen Ausflug wurde eine lebenslange Pilgerfahrt, in deren Verlaufer seelische Höhen und Tiefen, Glück und tiefes Leid durchlebte, aufder Suche nach Erkenntnis und Erlösung. Unterwegs schloss er sichverschiedenen Brahmanen an, die ihn Yoga, Meditation, Askese,Kasteiung und andere Methoden lehrten die tradierte Weise, um denunheilvollen Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen. Auf diese Weisegewann er das Wissen vom Wesen des Leidens und seiner “Vernichtung”.Aber erst nachdem er die Ursache allen Leidens erkannt hatte, erlangte erErlösung: ”Und indem ich dies alsoerschaute, wurde mein Geistbefreit vom Verderbnis der Sinneslust, wurde mein Geist befreit vom Verderbnisder Unwissenheit. Ich bin befreit, und ich erkannte: Vernichtet ist dieWiedergeburt, vollendet ist der heilige Wandel, erfüllt die Pflicht; keineRückkehr gibt es mehr zu dieser Welt: also erkannte ich.”(ebenda)
Buddha widerstand während neunundvierzig Tagen jeder Verlockung underkannte schliesslich die tiefe Wahrheit: Die Ursache des Leidens sind dasBegehren und das Nichtwissen.Ihm wurde bewusst, dass die Welt darum sounglücklich ist, und er erschaute, wie man dieses Unglück in seinerGänze überwindet: indem man aufhört zu begehren.
Die Nacht, in der Siddharta diese Erkenntnis am Fluss Neranja unter dem“Bodhi”-Baum, dem Feigenbaum, der später Baum der Erleuchtunggenannt wurde, gewann , wird noch heute von den Buddhisten als heilige Nachtgefeiert. In jener Nacht wurde der Königssohn Siddharta Gautama zu“Buddha”, dem Erleuchteten.
4. Buddhas Bedeutung
Buddha bedeutet für die Anhänger Schutz vor dem unfassbarenLeiden, das die Welt erfüllt. Die Aussicht, dass dieses Leben vielleichtdas Letzte ist, was noch durchlitten werden muss, gibt den Menschen Kraft unddie nötige Gelassenheit für die täglichen Herausforderungen.Buddhas Lehren bedeuten einen Lichtblick, eine Zuflucht in einer Welt, die durchdie Reinkarnation hoffnungs-, weil endlos ist. Buddha war es, der den Auswegerkannt hat. Mag dieser Weg noch so schwer zu begehen sein, er ist der einzige,der für diese Menschen eine echte Alternative zum hinduistischen Glaubenbietet. Die Welt ist voller Geister und Dämonen und anderer Beschwernisse.Buddha lehrte, diese als Illusion zu erkennen; damit nahm er ihnen die Macht,die sie über die Menschen besassen.
In den ersten rund 600 Jahren seit dem Wirken Buddhas war jeglichebildliche Darstellung des Heiligen verpönt. Auf dem mittleren Eingangstorzur Stupa sieht man den "Bodhi-Baum", unter dem Buddha seine Erleuchtungerlebte. Zu beiden Seiten des Baumes befinden sich Gestalten in anbetender oderverehrender Haltung. Am Fusse des Baumes steht einThron. Es ist offensichtlichder Thron Buddhas. Aber er ist leer. Der Heilige wurde ganz bewusst weggelassen- ein Ausdruck der Verehrung und eine Antwort auf sein Anliegen und seineBotschaft.
Erst später änderte sich diese Haltung. Buddha wurde zunehmendals Skulptur dargestellt, wodurch sich auch die theologische Sichtweiseveränderte: Die Statuen wurden Ziel der Verehrung. Man erwartete von ihnenwundertätige Kraft und Segen für ein Leben, das Buddha sebst alsIllusion verstanden hatte. Das Abbild Buddhas sollte helfen, dem Dasein Sinnabzuringen, den Durst nach Leben zu stillen und dem Leid zu entgehen. Aus seinerPhilosophie wurde die Religion des Buddhismus. Buddha selbst hätte diesenKult um seine Person nie geduldet, lehnt er doch alles ab, was nicht unmittelbarzur Lehre gehörte und damit vom Weg zum Nirwana ablenkte.
Der Buddhismus erlebteVerfall und Auszehrung einiger institutionellverkommener und verhärteter Formen. Es setzte sich aber immer wiederBuddhas Forderung nach praktischer Durchführbarkeit der Lehre durch. Soerlebt der Buddhismus eine lebendige Entwicklung bis zum heutigen Tag. DieVermischung mit anderen Kulten fand trotz allem nur an der Oberflächestatt, die Essenz der Lehre blieb unangetastet - wohl deshalb, weil Buddhagleich zu Beginn seiner Tätigkeit als Wanderprediger und spirituellerLehrer die Ueberlieferung seiner Vision und persönlichen Weltsicht mitwenigen, eingängigen Grundsätzen zementierte.
5. Buddhas Einsicht
Worin besteht nun die Sichtweise, die Buddha während seinerErleuchtung erlangte?
Seine Einsicht selbst wird "Dharma" genannt. Im Sanskrit bedeutet diesesWort in etwa "die Wahrheit, die Buddha zuteil wurde". Eigentlich ist das Wortjedoch unübersetzbar, denn Dharma ist nicht allein mit dem Verstand zuerfassen. "Dharma ist das `Weltgesetz` im umfassenden Sinn . . . Der Begriffbezeichnet also nicht nur die kosmische, sondern gleichermassen die moralischeOrdnung. Ausserdem werden die grundlegenden, unteilbaren Bestandteile, aus derengeordnetem Zusammenwirken sich die Gesamtheit des bewegten Universums ergibt,als Dharmas bezeichnet." Dharmas sind zum Beispiel die Bestandteile desUniversums, Farben, Töne, Willensregunen, Bewusstsein, Nichtwissen,Schönheit, Krankheit, Hunger, Werden, Altern, Sterben. Der ganze Mensch istdavon betroffen, und das heisst letztendlich, dass Dharma nur erlebt werdenkann.
Nach buddhistischer Auffassung ist die Wurzel des Leides die Unwissenheitund das daraus erwachsende Begehren. Unwissenheit aber muss, so Buddha, durchdie differenzierende Macht der Weisheit überwunden werden. Hören,Meditieren und Nachdenken sind es, die den buddhistischen Jünger Zeitseines Lebens beschäftigen, um zur "rechten Erkenntnis" zugelangen.
Nach Buddhas Ansicht ist das Leben ein unaufhörlicher Wirbel vonBewegungen, Kämpfen und ausufernden Prozessen. Nirgends ist Ruhe, nirgendwoherrscht Frieden - ein ständiges Werden und Vergehen. Auf nichts istwirklich Verlass, denn alles, was uns beständig erscheint, ist in Wahrheitvergänglich - ein furchterregender Zustand für uns Menschen.
In dieser rastlosen Unbeständigkeit erkannte Buddha den Grunddesleidvollen Kreislaufes allen Erdenlebens von Vergänglichkeit und Werden,den es zu durchbrechen galt. Wenn sich alles wandelt, dann kann es sich immerauch zum Besseren wenden, allerdings nie beständig. Der Mensch bewegt sichalso ähnlichder Strömung von Ebbe und Flut vom Schlechten zum Gutenhin und umgekehrt. Sein Leben gleicht einem Kreis, in dem sich dieGegensätze aufheben - ein unerbittlich gleichmässiger Zyklus von Lebenund Sterben, in dem Entwicklung im Grunde nicht möglich ist, ein perpetuummobile von mechanischer Präzision, das die Entwicklung des in seinermateriellen Hülle gefangenen menschlichen Geistes verhindert.
Vor diesem Hintergrund muss man auch die buddhistische Ueberzeugung sehen,dass derMensch auf seinen Wanderungen durch unendlich viele Wiedergeburten nieein echtes Selbst besitzt. Bei jedem neuen Erdenleben verbrennt das jeweilsangesammelte negative Karma (Schuld) aus dem vorangegangenen Dasein. Diemenschliche Existenz ist folglich - wie sehr wir uns subjektiv auch alsIndividuen erleben mögen - nur der auflodernde Verbrennungsprozess desKarmas, sozusagen das Abarbeiten einer in vorangegangenen Leben erworbenenSchuld. Das restlose Erlöschen dieser Flamme ist das Ziel des Buddhismusund wird Nirwana genannt.
6. Die vier Lehren
6.1 Die Hinayana-Lehre (das kleineFahrzeug)
Anhänger dieser Richtung des Buddhismus (auch Therawada- Buddhismusgenannt) finden sich zur Hauptsache in den Ländern Sri Lanka, Burma,Thailand, Kambodscha. (2.) (Therawada = Anhänger der Lehre derältesten Mönche).
Hauptgegenstand aller Verehrung ist Gautama-Buddha. Er gilt als Vorbild,nicht als Gnadenspenderoder Erlöser. Demnach erwirbt jeder MenschErleuchtung und Erlösung durch eigene Kraft, ohne Vermittlung einesErlösers, ohne von aussen kommende Gnade, ausschliesslich durch Befolgungseiner Lehre. Nur so wird der Gläubige das Heil erlangen. DieseGlaubensrichtung ist ein streng mönchischer Buddhismus. Das Nirvana isteigentlich nur den Mönchen und Nonnen vergönnt.
Der Ausdruck "kleines Fahrzeug" ist bezeichnend:Nur wenige Menschenerreichen dieBuddhaschaft, können doch nur Mönche und Nonnen sichernsthaft mit dieser Lehre befassen. Alle übrigen Menschen müssenvorerst durch weitere Leben gehen, bis sie "soweit sind".
6.2 Die Mahayana-Lehre (das grosseFahrzeug)
Dies ist heute die grösste buddhistische Schulrichtung. Wir finden siehauptsächlich in China, der Mongolei, Japan, Korea, Nepal, Nordindien undTibet. (2.)
Als Vermittler von Erlösung spielen Bodhisattvas dieHauptrolle. Diese sindmit den Heiligen und Engeln im Christentum vergleichbar.Ihr religiöses Ideal ist das Erbarmen. Bodhisattvas werden alsüberirdische Wesen verehrt. Diese begnaden den Gläubigen in ihrerhöheren Welten, stehen den Frommen als Nothelfer immerzu bei. EinBodhisattva ist ein "zur Erleuchtung Befähigter". Statt aber als Buddha insNirvana einzugehen, verzichtet er so lange ausdrücklich auf seineErlösung, bis dank ihm alle Wesen den Heilsweg "auf dem grossen Fahrzeug"gefunden haben.
Auch hier macht der Begriff "grosses Fahrzeug" durchaus Sinn: Das Paradiesist in dieser Lehre auch der "grossen Masse" zugänglich; es bleibt nichtnur der mönchischen Elite vorbehalten. Alle Gläubigen können ander Erlösung teilhaben.
6.3 Die Vajrayana-Lehre (das diamanteneFahrzeug)
Diese dritte grosse Schulrichtung des Buddhismus wird hauptsächlich inden Himalya-Staaten und zum Teil auch in Japan praktiziert.(2.) Vajara heisstDonnerkeil. Diamant, der Stein, der alle Verblendung und alles Böse mit derMacht absoluter Wahrheit vernichtet.
Im diamantenen Fahrzeug erlangten die Buddhas immer mehr gottähnlichenRang. Es wurden ihnen Frauen und Kinder beigesellt, Symbole, ein Leittier,Farben. Im Mittelpunkt stehen die fünf DHYANI-BUDDHAS. Die Zahl Fünfsteht für die fünf menschlichen Sinne, die fünf Farben sowieWeltgegenden, über die sie herrschen.
7. Die vier edlen Wahrheiten und der edle achtfachePfad
Buddha fasste seine Erkenntnis in der Nacht unter dem“Bodhi”-Baum in die Lehre von den “vier edlenWahrheiten”, die sich später zu einem eigentlichen Glaubensbekenntnisder Buddhisten entwickelte.
1. Die edle Wahrheit vom Leiden
→ Was ist dasLeiden?
Geburt ist leidvoll. Altern ist leidvoll. Krankheit ist leidvoll, Sterbenebenso. Trauer, Schmerz, Gram und Verzweiflung sind leidvoll. Mit Unliebemverbunden sein ist leidvoll. Vom Lieben getrennt sein ist leidvoll. DasNichterlangen von Begehrtem ist leidvoll. Summa: Jegliche Art des Begehrens istleidvoll.
2. Die edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens
→ Was ist die Ursache desLeidens?
Gier bewirkt Leid, jenen Durst, der von Wiedergeburt zu Wiedergeburtführt, der von Lust und Leidenschaft begleitet ist, der hier und dort seineFreude findet, der nach Sinnesgenuss, Werden, Dasein und Vergänglichkeitstrebt.
3. Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens
→ Wie kann das Leidenaufgehoben werden?
Nur wer sich von Begierde und Durst löst, wer sie vernichtet undaufgibt, kann sich des Leidens entledigen.
4. Die edle Wahrheit vom Pfad zur Aufhebung des Leidens “Deredle, achtgliedrige Pfad”. Das Rad der Lehre symbolisiert mit seinen achtSpeichen den “Edlen, achtgliedrigen Pfad”.
1. Rechte Anschauung: Das Wissen um das Leid, seine Entstehung,seine Aufhebung und den Weg zu seiner Aufhebung kennen.
2. Rechte Gesinnung: Frei sein von jeglicher Begierde,Gewalttätigkeit und Uebelwollen.
3. Rechtes Reden: Lügen und Verleumdung entsagen.
4. Rechtes Handeln: UnterlasseTöten, Stehlen, unerlaubtenGeschlechtsverkehr.
5. Rechter Lebensunterhalt: Aufgabe unrech

Buddhismus und Buddha

1. Einleitung
Buddhismus und Buddha, das ist unser Thema. Wir haben dieses Themagewählt, weil uns der Buddhismus schon einige Zeit interessierte, wir abernur oberflächliches Wissen darüber hatten. Von den meisten anderenReligionen wird man durch die Medien, ganz automatisch informiert. Zum Beispielvom Islam oder von den Juden hört man viel, selten aber von den Buddhisten.Wahrscheinlich, weil es eine Religion ist, die die "anderen" in Ruhe lässt.Die auch nicht das Ziel hat, möglichst viele Anhänger zufinden.
In letzter Zeit wird der Buddhismus immer mehr zum Trend. Vieleberühmte Persönlichkeiten werden zu Anhängern des Buddhismus.Auch in den Kinos laufen Filme, die vom Buddhismus handeln, wie zum Beispiel"seven years in Tibet".
Diese Religionhat für uns etwas faszinierendes und wir wollen mehrdarüber erfahren.
2. Die verschiedenenGlaubensrichtungen
2.1 Südostasien
In Sri Lanka, Birma, Thailand, Laos und Kambodscha ist das Theravada dievorherrschende buddhistische Richtung. In diesen Ländern gibt es vieleKlöster, in denen sich Mönche dem Studium der Lehre und der Meditationwidmen. An Feiertagen kommen die Menschen in die Tempel, um den Buddha zuverehren und den Darlegungender Mönche zu lauschen. Viele Menschen gehenfür einige Monate in ein Kloster, um dort intensiv zu meditieren. Sienehmen dann grosse Mühen auf sich, denn es ist sehr schwierig, stundenlangim Lotossitz zu verharren und die Gedanken zum Schweigen zubringen.
Wie zu Zeiten des Buddha werden die Mönche von den Glaubenden mitNahrung versorgt. Heute erhalten sie auch Geldspenden. An besonderen Festtagenwerden in Prozessionen Reliquien des Buddha oder heilige Schriften durch dieStrassen getragen.
Die beliebteste Form der Meditation im Theravada- Buddhismus ist einaufmerksames Wahrnehmen des Ein- und Ausatmens, während man still sitzt.Dieses bewusste Atmen dient der Entwicklung innerer Sammlung und der Einsicht indie buddhistischen Grundwahrheiten (7.).
Obwohl diese Uebung ganz einfach zu sein scheint, ist sie dochäusserst schwierig. Nur auf den Atem zu achten und nicht dabei zu denken,ist am Anfang unmöglich. Es bedarf vieler Sitzungen.
2.2 Tibet
Die buddhistische Religion wurde im 7. Jahrhundert von Mönchen ausBengalen, Kaschmir und China in Gestalt des Mhayana (6.2) nach Tibet gebracht.Dort wurde sie von der ursprünglichen tibetischen Religionen - Böngenannt - beeinflusst.
Im tibetischen Buddhismus spielen Zermonien und Rituale eine besondereRolle. Den Buddhas und Bodhisattvas werden Opfer dargebracht. Sie werdenverehrt, indem man sich vor ihnen niederwirft und kultische Musik spielt. Imtibetischen Buddhismus gibt es drei grosse Richtungen. In der ältesten istder Buddhismus Verbindungen mit der Verehrung von Naturgeistern und magischenPraktiken des tibetischen Volkes eingegangen.
Die Kagyüpta-Richtung betont eine Meditationsform, bei der man dieGestalten der Buddhas und Bodhisattvas innerlich anschaut. Die dritte Richtung,deren bekanntester Vertreter der Dalai Lama ist, legt besondern Wert aufGelehrsamkeit und das Studium der philosophischen Lehren Buddhas. Diese Richtungwird auch Lamaismus genannt und besteht seit dem 15. Jahrhundert. DieMönche heissen Lamas. Der jeweilige Dalai Lama war dabei nicht nurreligiöser Führer, sondern leitete auch den Staat (Theokratie). Seitdem Aufstand gegen China 1959 lebt der Dalai Lama im Exil.
2.3 China und Korea
Der Buddhismus tauchte sehr früh, wahrscheinlich schon im 2.Jahrhundert, in China auf, nachdem er bereits tief nach Zentralasieneingedrungen war. Vom 4. Jahrhundert n. Chr. an verbreitete er sich mit Hilfeeiniger Herrscher in ganz China, wurde jedoch später vom Konfuzianismuszurückgedrängt.
Im Gegensatz zu den konfuzianischen Lehren, die dem Unterschied zwischenverschiedenen gesellschaftlichen Ständen und Rängen grosse Bedeutungbeimessem, betont der Buddhismus die grundlegende Gleichheit der Menschen. Diesführte immer wieder zu politischen Konflikten.
Schliesslich gewann der konfuzinische Einfluss in diesem Streit. Trotzdemgab es nach wie vor Buddhisten in China.
Von China wanderte der Buddhisnus weiter nach Korea und wurde dort sehrschnell vom Volk angenommen. Tempel und Klöster entstanden in grosser Zahl.Doch auch hier wurde er zurückgedrängt, als Anhänger desKonfuzianismus an die Macht kamen. Heute sind 35 Prozent der Bevölkerung inKorea Buddhisten.
2.4 Japan
Um 550 erreichteder Buddhismus, von Korea kommend, Japan und konnte sichtrotz des Widerstandes der Anhänger der uralten Shitô-Religionrecht schnell in den gebildeten Bevölkerungsschichten verankern. In Naragab es sechs Hauptschulen, deren Lehren ausschliesslich der Oberschicht desLandes vorbehalten waren. Da in deren Tempeln hauptsächlich Rituale zumWohl der Staates abgehalten wurden, begaben sich Anfang des 9. Jahrhunderts zweiPriester namens Saicho und Kukai nach China. Sie wollten die unverfälschtenLehren Buddhas zum Wohle aller nach Japan bringen. Trotzdem blieb der Buddhismusweiterhin fast ausschliesslich eine Sache des Adels. Erst im 12.und13.Jahrhundert verbreiteten ihn die Priester Honen, Shinran und Nichiren in allenSchichten des Volkes.
In Japan wird vor allem der Buddha Amida verehrt, von dem es in denheiligen Schriften heisst, dass er sich besonders denen zuwendet, die nicht inder Lage sind, komplizierte Rituale und Meditationsübungendurchzuführen.
Im 12. Jahrhundert brachten japanische Priester aus China die Lehren desch`an nach Japan, wo man es Zen nannte.Der volkstümliche Buddhismusblieb mit der alten Religion (Shintô) eng verbunden. Es zeigt sich daran,dass die Menschen überall auf der Welt immer wieder alte Traditionen inNeues hinüberführten. Der Buddhismus aber hat die japanische Kulturtief geprägt: Teezeremonie, Dichtung, Gartenbau und Malerei atmen den Geistbuddhistischer Meditation.
3. Der Weg zur Erleuchtung (SiddhartaGautama)
Wer war Siddharta Gautama? Was brachte ihn dazu, sich auf die Suche nacheinem Erlösungsweg für die Menschen zu begeben, undwie fand er diesenWeg? In einer der bekanntesten Legenden wird es folgendermassenerzählt:
Siddharta war der Erstgeborene von König Shudhodanna und KöniginMaya Devi, dem Monarchenpaar des kleinen Staates der Sakaya, das am Fuss desHimalaja im heutigen Nepal lag. Durch die Prophezeiung eines Brahmanenbeunruhigt, sein Sohn werde dereinst sein Königreich verleugnen, sorgteKönig Shudhodanna dafür, dass Siddharta behütet und von allemLeid unberührt aufwuchs. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt.Dennoch fehlte es Siddharta an nichts; keine Sorge drückte das junge Leben.Seine Welt, das war der Palast, der grosse Garten und das Spiel mit seinenGefährten. Lange Zeit bemerkte er gar nicht, dass er völligabgeschirmt war von der übrigen Welt.
Eines Tages wünschte Siddharta den Palast zu verlassen und einenEindruck von Land und Volk zu gewinnen, die er dereinst regieren würde.Daraufhin ordnete sein Vater erschrocken an, dass alle alten,armen und krankenMenschen die Stadt zu verlassen und sich in den Elendsvierteln zu verbergenhätten. Alles Abstossende und Hässliche, das dem Sohn seinschönes Trugbild hätte zerstören können, liess er aus derStadt entfernen.
Die Stadt wurde für den Ausflug des Kronprinzen reich geschmücktund er selbst vom Volk mit Freude und Ungeduld erwartet. Sowie er den Palastverliess, umwogte ihn ein Meer von gesunden und kräftigen Menschen, denenes an nichts zu fehlen schien.
Dann aber geschah etwas Unvorhergesehenes: Mitten in der begeistertenMenschenmenge erblickte Siddharta einen bettelnden Jungen, den seinabgehärmtes Aeusseres scharf von der jubelnden Masse abhob. Er rief denJungen zu sich, aber dieser flüchtete. Und als der Prinz ihm folgte,gelangte er unversehens in die Elendsviertel der Stadt und wurde zum ersten Malin seinem Leben mit Tod, Krankheit, Armut und Hoffnungslosigkeitkonfrontiert.
Tief betroffen kehrte er in den Palast zurück und stellte seinen Vaterzur Rede, um Erklärung und Trost für das Gesehene zu finden. DerKönig jedoch konnte ihn weder beruhigen, noch ihm Ursache oder gar Sinndieser Zustände aufschliessen.
Siddharta empfand, so erzählt die Legendeweiter, Abscheu vor seinemreichen Leben als Prinz und vor seinen prachtvollen Gewändern, die in sostarkem Gegensatz zu dem eben Erlebten standen. Die Vergänglichkeit derWelt überwältigte ihn und liess ihm sein ganzes bisheriges Lebensinnlos erscheinen. Was ihn zusätzlich nicht mehr losliess und immer tieferins Nachdenken stürzte, war die Begegnung mit einem Bettler in einem gelbenGewand, der sehr zufrieden und ruhig, ja sogar fröhlich erschien. Wiekonnte er so fröhlich aussehen? Siddharta wurde von einem Eifer gepackt,der alles Ueberlieferte in den Wind schlug. Er wollte plötzlich alles, wasihm bisher lieb und teuer gewesen war, aufgeben, um dem Geheimnis auf die Spurzu kommen.
Siddharta beschloss, dem Beispiel des Bettlers zu folgen. In der festenUeberzeugung, einen Ausweg aus diesem menschlichen Dilemma finden zukönnen, verliess er schon in der darauffolgenden Nacht den Palast, seinenVater, seine Frau und seinen eben erst geborenen Sohn. Für einekurze Zeitzumindest wollte er ergründen, warum der Bettler in seiner elendenBedürftigkeit so zufrieden schien.
Aus dem kurzen Ausflug wurde eine lebenslange Pilgerfahrt, in deren Verlaufer seelische Höhen und Tiefen, Glück und tiefes Leid durchlebte, aufder Suche nach Erkenntnis und Erlösung. Unterwegs schloss er sichverschiedenen Brahmanen an, die ihn Yoga, Meditation, Askese,Kasteiung und andere Methoden lehrten die tradierte Weise, um denunheilvollen Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen. Auf diese Weisegewann er das Wissen vom Wesen des Leidens und seiner “Vernichtung”.Aber erst nachdem er die Ursache allen Leidens erkannt hatte, erlangte erErlösung: ”Und indem ich dies alsoerschaute, wurde mein Geistbefreit vom Verderbnis der Sinneslust, wurde mein Geist befreit vom Verderbnisder Unwissenheit. Ich bin befreit, und ich erkannte: Vernichtet ist dieWiedergeburt, vollendet ist der heilige Wandel, erfüllt die Pflicht; keineRückkehr gibt es mehr zu dieser Welt: also erkannte ich.”(ebenda)
Buddha widerstand während neunundvierzig Tagen jeder Verlockung underkannte schliesslich die tiefe Wahrheit: Die Ursache des Leidens sind dasBegehren und das Nichtwissen.Ihm wurde bewusst, dass die Welt darum sounglücklich ist, und er erschaute, wie man dieses Unglück in seinerGänze überwindet: indem man aufhört zu begehren.
Die Nacht, in der Siddharta diese Erkenntnis am Fluss Neranja unter dem“Bodhi”-Baum, dem Feigenbaum, der später Baum der Erleuchtunggenannt wurde, gewann , wird noch heute von den Buddhisten als heilige Nachtgefeiert. In jener Nacht wurde der Königssohn Siddharta Gautama zu“Buddha”, dem Erleuchteten.
4. Buddhas Bedeutung
Buddha bedeutet für die Anhänger Schutz vor dem unfassbarenLeiden, das die Welt erfüllt. Die Aussicht, dass dieses Leben vielleichtdas Letzte ist, was noch durchlitten werden muss, gibt den Menschen Kraft unddie nötige Gelassenheit für die täglichen Herausforderungen.Buddhas Lehren bedeuten einen Lichtblick, eine Zuflucht in einer Welt, die durchdie Reinkarnation hoffnungs-, weil endlos ist. Buddha war es, der den Auswegerkannt hat. Mag dieser Weg noch so schwer zu begehen sein, er ist der einzige,der für diese Menschen eine echte Alternative zum hinduistischen Glaubenbietet. Die Welt ist voller Geister und Dämonen und anderer Beschwernisse.Buddha lehrte, diese als Illusion zu erkennen; damit nahm er ihnen die Macht,die sie über die Menschen besassen.
In den ersten rund 600 Jahren seit dem Wirken Buddhas war jeglichebildliche Darstellung des Heiligen verpönt. Auf dem mittleren Eingangstorzur Stupa sieht man den "Bodhi-Baum", unter dem Buddha seine Erleuchtungerlebte. Zu beiden Seiten des Baumes befinden sich Gestalten in anbetender oderverehrender Haltung. Am Fusse des Baumes steht einThron. Es ist offensichtlichder Thron Buddhas. Aber er ist leer. Der Heilige wurde ganz bewusst weggelassen- ein Ausdruck der Verehrung und eine Antwort auf sein Anliegen und seineBotschaft.
Erst später änderte sich diese Haltung. Buddha wurde zunehmendals Skulptur dargestellt, wodurch sich auch die theologische Sichtweiseveränderte: Die Statuen wurden Ziel der Verehrung. Man erwartete von ihnenwundertätige Kraft und Segen für ein Leben, das Buddha sebst alsIllusion verstanden hatte. Das Abbild Buddhas sollte helfen, dem Dasein Sinnabzuringen, den Durst nach Leben zu stillen und dem Leid zu entgehen. Aus seinerPhilosophie wurde die Religion des Buddhismus. Buddha selbst hätte diesenKult um seine Person nie geduldet, lehnt er doch alles ab, was nicht unmittelbarzur Lehre gehörte und damit vom Weg zum Nirwana ablenkte.
Der Buddhismus erlebteVerfall und Auszehrung einiger institutionellverkommener und verhärteter Formen. Es setzte sich aber immer wiederBuddhas Forderung nach praktischer Durchführbarkeit der Lehre durch. Soerlebt der Buddhismus eine lebendige Entwicklung bis zum heutigen Tag. DieVermischung mit anderen Kulten fand trotz allem nur an der Oberflächestatt, die Essenz der Lehre blieb unangetastet - wohl deshalb, weil Buddhagleich zu Beginn seiner Tätigkeit als Wanderprediger und spirituellerLehrer die Ueberlieferung seiner Vision und persönlichen Weltsicht mitwenigen, eingängigen Grundsätzen zementierte.
5. Buddhas Einsicht
Worin besteht nun die Sichtweise, die Buddha während seinerErleuchtung erlangte?
Seine Einsicht selbst wird "Dharma" genannt. Im Sanskrit bedeutet diesesWort in etwa "die Wahrheit, die Buddha zuteil wurde". Eigentlich ist das Wortjedoch unübersetzbar, denn Dharma ist nicht allein mit dem Verstand zuerfassen. "Dharma ist das `Weltgesetz` im umfassenden Sinn . . . Der Begriffbezeichnet also nicht nur die kosmische, sondern gleichermassen die moralischeOrdnung. Ausserdem werden die grundlegenden, unteilbaren Bestandteile, aus derengeordnetem Zusammenwirken sich die Gesamtheit des bewegten Universums ergibt,als Dharmas bezeichnet." Dharmas sind zum Beispiel die Bestandteile desUniversums, Farben, Töne, Willensregunen, Bewusstsein, Nichtwissen,Schönheit, Krankheit, Hunger, Werden, Altern, Sterben. Der ganze Mensch istdavon betroffen, und das heisst letztendlich, dass Dharma nur erlebt werdenkann.
Nach buddhistischer Auffassung ist die Wurzel des Leides die Unwissenheitund das daraus erwachsende Begehren. Unwissenheit aber muss, so Buddha, durchdie differenzierende Macht der Weisheit überwunden werden. Hören,Meditieren und Nachdenken sind es, die den buddhistischen Jünger Zeitseines Lebens beschäftigen, um zur "rechten Erkenntnis" zugelangen.
Nach Buddhas Ansicht ist das Leben ein unaufhörlicher Wirbel vonBewegungen, Kämpfen und ausufernden Prozessen. Nirgends ist Ruhe, nirgendwoherrscht Frieden - ein ständiges Werden und Vergehen. Auf nichts istwirklich Verlass, denn alles, was uns beständig erscheint, ist in Wahrheitvergänglich - ein furchterregender Zustand für uns Menschen.
In dieser rastlosen Unbeständigkeit erkannte Buddha den Grunddesleidvollen Kreislaufes allen Erdenlebens von Vergänglichkeit und Werden,den es zu durchbrechen galt. Wenn sich alles wandelt, dann kann es sich immerauch zum Besseren wenden, allerdings nie beständig. Der Mensch bewegt sichalso ähnlichder Strömung von Ebbe und Flut vom Schlechten zum Gutenhin und umgekehrt. Sein Leben gleicht einem Kreis, in dem sich dieGegensätze aufheben - ein unerbittlich gleichmässiger Zyklus von Lebenund Sterben, in dem Entwicklung im Grunde nicht möglich ist, ein perpetuummobile von mechanischer Präzision, das die Entwicklung des in seinermateriellen Hülle gefangenen menschlichen Geistes verhindert.
Vor diesem Hintergrund muss man auch die buddhistische Ueberzeugung sehen,dass derMensch auf seinen Wanderungen durch unendlich viele Wiedergeburten nieein echtes Selbst besitzt. Bei jedem neuen Erdenleben verbrennt das jeweilsangesammelte negative Karma (Schuld) aus dem vorangegangenen Dasein. Diemenschliche Existenz ist folglich - wie sehr wir uns subjektiv auch alsIndividuen erleben mögen - nur der auflodernde Verbrennungsprozess desKarmas, sozusagen das Abarbeiten einer in vorangegangenen Leben erworbenenSchuld. Das restlose Erlöschen dieser Flamme ist das Ziel des Buddhismusund wird Nirwana genannt.
6. Die vier Lehren
6.1 Die Hinayana-Lehre (das kleineFahrzeug)
Anhänger dieser Richtung des Buddhismus (auch Therawada- Buddhismusgenannt) finden sich zur Hauptsache in den Ländern Sri Lanka, Burma,Thailand, Kambodscha. (2.) (Therawada = Anhänger der Lehre derältesten Mönche).
Hauptgegenstand aller Verehrung ist Gautama-Buddha. Er gilt als Vorbild,nicht als Gnadenspenderoder Erlöser. Demnach erwirbt jeder MenschErleuchtung und Erlösung durch eigene Kraft, ohne Vermittlung einesErlösers, ohne von aussen kommende Gnade, ausschliesslich durch Befolgungseiner Lehre. Nur so wird der Gläubige das Heil erlangen. DieseGlaubensrichtung ist ein streng mönchischer Buddhismus. Das Nirvana isteigentlich nur den Mönchen und Nonnen vergönnt.
Der Ausdruck "kleines Fahrzeug" ist bezeichnend:Nur wenige Menschenerreichen dieBuddhaschaft, können doch nur Mönche und Nonnen sichernsthaft mit dieser Lehre befassen. Alle übrigen Menschen müssenvorerst durch weitere Leben gehen, bis sie "soweit sind".
6.2 Die Mahayana-Lehre (das grosseFahrzeug)
Dies ist heute die grösste buddhistische Schulrichtung. Wir finden siehauptsächlich in China, der Mongolei, Japan, Korea, Nepal, Nordindien undTibet. (2.)
Als Vermittler von Erlösung spielen Bodhisattvas dieHauptrolle. Diese sindmit den Heiligen und Engeln im Christentum vergleichbar.Ihr religiöses Ideal ist das Erbarmen. Bodhisattvas werden alsüberirdische Wesen verehrt. Diese begnaden den Gläubigen in ihrerhöheren Welten, stehen den Frommen als Nothelfer immerzu bei. EinBodhisattva ist ein "zur Erleuchtung Befähigter". Statt aber als Buddha insNirvana einzugehen, verzichtet er so lange ausdrücklich auf seineErlösung, bis dank ihm alle Wesen den Heilsweg "auf dem grossen Fahrzeug"gefunden haben.
Auch hier macht der Begriff "grosses Fahrzeug" durchaus Sinn: Das Paradiesist in dieser Lehre auch der "grossen Masse" zugänglich; es bleibt nichtnur der mönchischen Elite vorbehalten. Alle Gläubigen können ander Erlösung teilhaben.
6.3 Die Vajrayana-Lehre (das diamanteneFahrzeug)
Diese dritte grosse Schulrichtung des Buddhismus wird hauptsächlich inden Himalya-Staaten und zum Teil auch in Japan praktiziert.(2.) Vajara heisstDonnerkeil. Diamant, der Stein, der alle Verblendung und alles Böse mit derMacht absoluter Wahrheit vernichtet.
Im diamantenen Fahrzeug erlangten die Buddhas immer mehr gottähnlichenRang. Es wurden ihnen Frauen und Kinder beigesellt, Symbole, ein Leittier,Farben. Im Mittelpunkt stehen die fünf DHYANI-BUDDHAS. Die Zahl Fünfsteht für die fünf menschlichen Sinne, die fünf Farben sowieWeltgegenden, über die sie herrschen.
7. Die vier edlen Wahrheiten und der edle achtfachePfad
Buddha fasste seine Erkenntnis in der Nacht unter dem“Bodhi”-Baum in die Lehre von den “vier edlenWahrheiten”, die sich später zu einem eigentlichen Glaubensbekenntnisder Buddhisten entwickelte.
1. Die edle Wahrheit vom Leiden
→ Was ist dasLeiden?
Geburt ist leidvoll. Altern ist leidvoll. Krankheit ist leidvoll, Sterbenebenso. Trauer, Schmerz, Gram und Verzweiflung sind leidvoll. Mit Unliebemverbunden sein ist leidvoll. Vom Lieben getrennt sein ist leidvoll. DasNichterlangen von Begehrtem ist leidvoll. Summa: Jegliche Art des Begehrens istleidvoll.
2. Die edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens
→ Was ist die Ursache desLeidens?
Gier bewirkt Leid, jenen Durst, der von Wiedergeburt zu Wiedergeburtführt, der von Lust und Leidenschaft begleitet ist, der hier und dort seineFreude findet, der nach Sinnesgenuss, Werden, Dasein und Vergänglichkeitstrebt.
3. Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens
→ Wie kann das Leidenaufgehoben werden?
Nur wer sich von Begierde und Durst löst, wer sie vernichtet undaufgibt, kann sich des Leidens entledigen.
4. Die edle Wahrheit vom Pfad zur Aufhebung des Leidens “Deredle, achtgliedrige Pfad”. Das Rad der Lehre symbolisiert mit seinen achtSpeichen den “Edlen, achtgliedrigen Pfad”.
1. Rechte Anschauung: Das Wissen um das Leid, seine Entstehung,seine Aufhebung und den Weg zu seiner Aufhebung kennen.
2. Rechte Gesinnung: Frei sein von jeglicher Begierde,Gewalttätigkeit und Uebelwollen.
3. Rechtes Reden: Lügen und Verleumdung entsagen.
4. Rechtes Handeln: UnterlasseTöten, Stehlen, unerlaubtenGeschlechtsverkehr.
5. Rechter Lebensunterhalt: Aufgabe unrechten Lebenserwerbs wieHandel mit Fleisch, berauschendem Getränk, Gift, Waffen, Lebewesen. Alsokeine Tätigkeit als Fischer, Jäger, Schlachter oder Vogelfänger,Gefangenenwärter, Henker und Räuber.
6. Rechtes Streben: Dahingehendes Bemühen, noch nichtbestehende, schlechte und unheilvolle Gemütsregungen gar nicht erstaufkommen zu lassen. Entstehen sie trotzdem, gilt es, sie zu beseitigen. Gute,heilvolle Gemütsregungen sollen entstehen und sich entfalten.
7. Rechtes Bedenken: Besonnenes Betrachten des eigenen Körpers,der Empfindungen, von Denken und Denkobjekten.
8. Rechtes Sichversenken: Meditation, Konzentration und Verweilen inden verschiedenen Versenkungsstufen.
Diese verkürzt dargestellten Grundsätze bilden die Grundlage vonSiddharta Gautamas Philosophie.
8. Einstellung der Buddhisten gegenüber demTod
Die Buddhisten glauben, dass nach dem Tode jedes Leben in einer anderenForm fortgesetzt wird. Ob es sich in menschlicher, göttlicher odertierischer Form manifestiert, hängt vom Handeln im vorausgehenden Daseinab. In der Auslöschung des Begehrens oder des Ichs liegt das Ziel des Buddhismus, damit das Individuum aus dem Kreislauf der Wiedergeburtenausscheiden und den Zustand des Nirwana erreichen kann.
Das tibetanische Totenbuch (das "Bardo Thödol") belehrt denGläubigen über die Symptone des Todes und die Stufen, die währenddes Sterbevorganges durchlaufen werden. Es geht der Frage nach, wie die Seelesogar nach der Loslösung vom Körper auf ihrer Wanderung zurWiedergeburt noch das Nirwana erlangen kann.
Das "Bardo Thödol" wird dem Verstorbenen vorgelesen , damit er sichder Lehren erinnert und doch noch zur Erlösung finden kann.
Nach dem Eintreten des endgültigen Todes tritt der Verstorbene in dieerste Stufe seinesNachtod-Erlebens ein. Er erkennt das sogenannte "klareUrlicht", das die reinste und unverschleiertste Form der Leerheit darstellt. Dader durchschnittliche Mensch aber leider mit diesem Zustand nicht vertraut ist,verpasst er üblicherweise die Gelegenheit zur Erleuchtung und gleitet stattdessen nach und nach zunächst zurück in die Welt des Unbewussten unddann auf eine 49tägige Reise. Auf dieser Reise begegnet die Seele desVerstorbenen letztendlich den Göttern, denen sie im Leben nachgeeifert hatund von denen sie sich ständig beeinflussen liess. Der Verstorbene hat nocheine einmalige Chance, diese Verhaltensweisen - diese Götter - als nichtigzu erkennen und als Illusion zu erntlarven. Wenn seine Seele diese Gelegenheitnutzt, so wird sie augenblicklich erleuchtet, gelangt zur Erlösung undtritt ins Nirwana ein. Gelingt es ihr nicht, so taucht er immer tiefer insUnbewusste und kehrt in ein neues Leben zurück. Er hat die Chance verpasst.
9. Symbole, Begriffe undMerkmale
Askese: Bekämpfung der Sünde durch Bussübung,Verzicht auf Genuss.
Buddhastatuen: Diese entsprechen nicht dem Willen SiddhartaGautamas; sie entstanden erst im Laufe der Jahrhunderte. Die Statuen zeigenBuddha in verschiedenen Positionen (asanas) und mit verschiedenen Handlungen(mudras).
Bodhisattwa: Ein Wesen, das auf dem Weg ist, ein Buddha zu werden,den Eintritt ins Nirwana aber verzögert, um möglichst viele Wesen zurErlösung aus dem Geburtenkreislauf zu führen.
Festkalender: Die buddhistische Zeitrechnung beginnt mit demEintritt Buddhas ins Nirwana und liegt nach christlichem Kalender etwa 2500Jahre zurück. Die Jahreszählung ist dabei nicht von zentralerBedeutung, richtet sich diese doch oft nach den Regierungsjahren einesKönigs oder Fürsten. Der Festkalender basiert auf dem Mondjahr. Er hatdeshalb bewegliche Festtage. Die Hauptfeste finden bei Voll- undHalbmond unddemzufolge nicht in allen Ländern gleichzeitig statt.
Kasteiung: Man legt sich aus religiösen Motiven Entbehrungenauf.
Konfuzianismus: Die auf dem Leben und der Lehre des Konfuziusberuhende ethische, weltanschauliche und staatspolitische Geisteshaltung inChina und Ostasien.
Lotossitz: Sitzhaltung bei der die Oberschenkel
gegrätscht und die Füsse übers Kreuz auf den
Oberschenkeln liegen.
Meditation: Die Meditation spielt im Buddhismus
eine grosse Rolle. Das Spektrum umfasst ver-
schiedene Schulen und Formen, von der einfachen
Meditation bis hin zu abstrakten Zen-Praktiken.
Auch die tantrische Meditation, das Rezitieren
heiliger Silben und magischer Formeln, ist für uns
schwer nachvollziehbar.
Nirwana: Die völlige, selige Ruhe als erhoffterEndzustand.
Schriften: Die Lehren des Buddha sind in einer Schriftensammlungüberliefert, die als der sogenannte “Dreikorb” bekannt ist. DieLehren des Buddha, die Regeln der Disziplin für buddhistische Möncheund Nonnen sowie dogmatische Ausführungen, der “Korb der höherenLehre”, sind darin enthalten. Er ist in drei Versionen überliefert:in Pali (der Sprache der südlichen Buddhisten) und in zweiMahajana-Fassungen in Chinesisch und Tibetanisch (die von den nördlichenBuddhisten gesprochen werden). Die Mahajana-Fassungen umfassen auch diespäteren Bücher, die von den südlichen Buddhisten nicht als zumKanon gehörig betrachtet werden.
Shitô-Religion: Die Gesamtheit der religiösenAnschauungen und Gebräuche, die in Japan vor der Verbreitung des Buddhismusbestanden.
Stupa: Ein Reliquienschrein zur Erinnerung an Buddha. Auf die Frage,wie man sich seiner erinnern soll, gab er zur Antwort: “Macht einenHügel von aufgehäuften Reiskörnern mit einer Lotusblüte obenauf der Spitze!” Die ursprüngliche Form der Stupa lehnt sich an dieseVorgabe an. Die Baustile variieren, je nach Land und Kulturepoche. Imwesentlichen aber bestehen sie aus einem halbkugelförmigen Massivbau. Darinliegt der Reliquienraum. Aus ihm heraus wächst ein würfelförmigerAufsatz mit pfahlähnlicher Spitze.
Zen: Japanische Richtung des Buddhismus, die durch MeditationtätigeLebenskraft und grösste Selbstbeherrschung, das Einswerden mitBuddha zu erreichen sucht.
Schlusswort
Der Buddhismus ist eine sanfte, friedliche Religion. Menschlicher Geistschuf hier eines der erhabendsten Gedankengebäude. Anders als andereReligionen verzichtet der Buddhismus weitgehend auf Ueberirdisches. Erkonzentriert sich auf Richtlinien für eine sinnvolle Lebensweise. Es gibtkeine zentrale Autorität, keinerlei Diskriminierung irgendwelcher Art, keinStreben nach Vergrösserung der Glaubensgemeinschaft. Dies ist mit ein Grundfür den aggressionslosen, gewaltfreien Charakter dieser Religion. Menschenmit Interesse an Buddhas Heilslehre sind stets herzlich willkommen, woher sieauch kommen, was immer sie sind. Und eben, heutzutage nicht zu vergessen:Bekehrungsdrang ist dem Buddhismus zutiefst fremd. Andersgläubigelässt man in Ruhe.
Diese Arbeit gab uns die Möglichkeit den Hintergrund dieser Religionkennenzulernen und zu verstehen. Es überraschte uns, wie anders ein Volküber das Leben denken kann.

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